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Gibswiler Kevin Kuhn

Der erste Sieger nach dem Lockdown

Der Gibswiler U23-Vizeweltmeister Kevin Kuhn geht als erster Radquer-Sieger nach dem Lockdown in die Geschichte ein. Dabei nahm er eigentlich gar nicht an einem Wettkampf teil.

Redaktion
Züriost
Montag, 18. Mai 2020, 20:30 Uhr Gibswiler Kevin Kuhn
Kevin Kuhn beim Weitsprung.
Foto: Alan Maag

Wettkämpfe sind noch immer verboten – und dennoch hat Kevin Kuhn einen gewonnen. «Cyclocross Challenge» hiess das Format, das die Organisatoren des Urban Bike Festival in Zürich kurzerhand ins Leben riefen. Eigentlich hätte Ende März das «Urban Cyclocross» stattfinden sollen – ein Querrennen auf und in der Umgebung der Zürcher Josefswiese.

Die Corona-Pandemie machte zwar dem Publikumsevent einen Strich durch die Rechnung – der Anlass wurde aber nicht abgesagt, sondern in den digitalen Raum verlegt. 30 000 verfolgten laut den Organisatoren den achtstündigen Livestream, in den der Wettkampf integriert war.

Siegreich mit der Freundin

Dass es kein Wettkampf mit sportlichem Reglement war, ein Showevent statt ein Rennen, darauf legten die Veranstalter wert.  Am Start standen vier gemischte Zweierteams. Vier verschiedene Disziplinen galt es zu absolvieren: Erst ging es gegen die Uhr eine Treppe hoch und wieder hinunter – wobei das Velo nur zum Teil geschultert werden durfte.

Danach standen eine Weitsprung-Konkurrenz und eine Stafette im Wassergraben an, ehe es zum Schluss effektiv noch so etwas wie ein Rennen gab: Abwechslungsweise absolvierten die Paare vier Runden auf einem kleinen Parcours.

Das Format war für das Livestream-Publikum durchaus unterhaltsam und für die Fahrer abwechslungsreich. «Wir hatten Spass, und für die Zuschauer war das sicher spannend», sagte Kevin Kuhn. Der Gibswiler, der Anfang Februar an der WM in Dübendorf die U23-Silbermedaille gewonnen hatte, setzte sich zusammen mit seiner Freundin, der ehemaligen Mountainbike-Juniorenweltmeisterin Nicole Koller, durch.

Ob ein solches Format dereinst auch effektiv Potenzial für einen Wettkampf hat, das wird sich weisen. Die Organisatoren sprachen von einer «gelungenen Demo» – und auch Kuhn fand: «Wieso auch nicht einmal so etwas zwischendurch? Potenzial ist vorhanden, auch wenn normale Rennen sicher im Vordergrund stehen werden, sobald diese wieder möglich sind.»

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