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UHCU im NLA-Playout

Eine (zu) knappe Angelegenheit

Der UHC Uster legt in der NLA-Playoutserie gegen Sarnen vor. Er sündigte beim 3:2-Heimsieg aber arg im Abschluss.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 23. Februar 2020, 20:03 Uhr UHCU im NLA-Playout
Usters Niko Juhola (l.) – hier gegen Tatu Väänänen (Wiler Ersigen) – erzielte den 1:1-Ausgleich für Uster.
Archivfoto: Christian Merz

Der UHC Uster war beim 3:2 im ersten Duell der Playoutserie (best of 7) gegen Ad Astra Sarnen das bessere Team.

«Spielerisch waren wir besser als Sarnen, haben auch viele Chancen kreiert, aber halt wieder zuwenig Tore geschossen und es dem Gegner erlaubt, dranzubleiben», sagte deshalb der mit viel Einsatz aufgefallene Simon Beerli hinterher.

Der NLA-Neunte war von Beginn an die aktivere und torgefährlichere Mannschaft an diesem Abend. Aber Romano Schubiger und Markus Kulmala, beide in der dritten Minute, verzogen aus bester Position.

Ein unglückliches Gegentor

Auf sehr unglückliche Art und Weise für fiel stattdessen dann drei Minuten später der Führungstreffer für die Obwaldner. UHCU-Keeper Janik Feiner und Romano Schubiger irritierten sich gegenseitig beim Versuch, den Ball unter Kontrolle zu bringen; dieser rollte letzlich Captain Roman Schöni vor die Schaufel, der problemlos einnetzen konnte.

Doch die Ustermer liessen sich nicht aus dem Konzept bringen und setzten ihre offensiven Bemühungen fort.

In Minute 15 wanderten mit Sarnens Cornel von Wyl und Usters Florian Bolliger innerhalb von 29 Sekunden zwei Spieler auf die Strafbank. Auch das Spiel mit je einem Mann weniger fand vor allem in der Sarner Spielhälfte statt.

Simon Beerli setzte mit einer schnellen Drehung seinen Gegenspieler ausser Gefecht und passte quer zum freistehenden Niko Juhola, der den verdienten Ausgleich besorgte.

Da Cornel von Wyls Strafe genau eine Sekunde zuvor abgelaufen war, handelte es sich beim Treffer des Finnen offiziell um einen Shorthander. Glück hatten die Innerschweizer, als wenig später der von der Strafbank zurückkehrende Bolliger beinahe einen Befreiungsschlag von Marco Klauenbösch erlaufen konnnte.

Powerplay bei Vollbestand

Die Ustermer vermochten den Druck im Mitteldrittel noch zu intensivieren. Teilweise bekamen die 265 Zuschauer Powerplay bei fünf gegen fünf zu sehen.

Zu kritisieren gab es aus Sicht von Uster nur, dass lediglich ein einziger Treffer aus dieser spielerischen Überlegenheit resultierte.

In der 30. Minute setzte sich Beerli vor dem Sarner Torraum im Zweikampf wiederum gegen seinen Gegenspieler durch und lancierte Timon Stäubli, der trocken zum Ustermer Führungstreffer ins weite hohe Eck abschloss.

Feiner hatte mit den vier jeweils aus einiger Entfernung abgegebenen Torschüssen der Innerschweizer in diesem zweiten Drittel wenig Mühe, und den wirklich gefährlichen Abschluss von Basil von Wyl entschärfte der UHCU-Keeper mit einem tollen Reflex.

Den dritten Ustermer Treffer hatte dann 18 Sekunden vor der Pausensirene wiederum Stäubli auf dem Stock, schlug jedoch über den von Juhola zugespielten Ball.

Angesichts der spielerischen Überlegenheit der Ustermer kam es dann im Schlussdrittel knüppeldick für das Heimteam.

Rencontre zwischen zweier Finnen

Nach einem Rencontre im Zweikampf zwischen Juhola und Ad-Astra-Verteidiger Jaska Kunelius schickten die Referees erstaunlicherweise nur den Uster-Finnen auf die Strafbank, dies auch noch mit einer zusätzlichen persönlichen Zehnminutenstrafe.

Und tatsächlich: Die Innerschweizer vermochten durch ihren Topscorer Robin Markström die Überzahl zum 2:2-Ausgleich zu nutzen.

Aber auch von diesem Rückschlag liess sich das Heimteam nicht aus der Bahn werfen, bis Schubiger im Mittelfeld den Ball erobern konnte und sich beim Lauf auf Sarnen-Keeper Britschgi dafür entschloss gleich selber zum erneuten Führungstreffer einzuschiessen.

Danach übten die Ustermer wieder die Kontrolle über das Spiel aus und waren meist in Ballbesitz, sodass die Gäste erst gut 20 Sekunden vor Schluss ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzen konnten.

Zu spät, um den UHCU nochmals in Bedrängnis zu bringen. (uhcu)

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