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Uster erlebt bösen Taucher

Unihockey NLA

Uster erlebt bösen Taucher

Der UHC Uster konnte gegen Waldkirch-St. Gallen die Partie zwei Drittel lang offen halten. Im letzten Spielabschnitt wurde NLA-Klub aber noch völlig überfahren und verlor 3:9.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 19. Januar 2020, 10:01 Uhr Unihockey NLA
Für den UHC Uster gab es gegen Waldkirch-St. Gallen nichts zu holen.
Archivfoto: Christian Merz

«Wir waren viel zu zögerlich in unserem Spiel, haben unseren Gameplan nicht zu 100 Prozent verfolgt und sind mit viel zu wenig Selbstvertrauen aufgetreten», kommentierte UHCU-Captain Joel Kanebjörk die 3:9-Niederlage.

Sie waren schnell, die Ostschweizer, an diesem Samstagabend in der heimischen Sporthalle Tal der Demut. Nur gerade 58 Sekunden benötigten sie für den Führungstreffer. Dies hielt sie in der Folge nicht davon ab, die Gäste weiter unter konstanten Druck zu setzen.

Auffällig, wie die Ostschweizer bei Ballbesitz jeweils nur wenige Sekunden brauchten, um – meist gefährlich − vor dem Ustermer Tor aufzutauchen, während sie mit ihren Vorstössen; meist schon in der Mittelzone hängen blieben. Viel zu oft landeten die Pässe nach vorne auf St. Galler Kellen.

Kaum Chancen im Startdrittel

Torchancen des UHC Uster gab es nicht wirklich zu verzeichnen im Startdrittel. Es war ein Schuss von Anjo Urner aus besagter Mittelzone heraus, der etwas überraschend den Weg zum Ausgleich ins gegnerische Gehäuse fand.

49 Sekunden später führte das Heimteam jedoch bereits wieder. Uster-Keeper Janik Feiner monierte allerdings vehement, aber erfolglos, ein Fusstor.

Im mittleren Spielabschnitt tauchten die Ustermer vermehrt vor WaSa-Goalie Raphael Schmied auf; dieser entschärfte jedoch auch die gefährlichsten zwei Abschlussversuche von Markus Kulmala und Simon Suter.

Es benötigte auf beiden Seiten eine Zweiminutenstrafe, damit das Score um jeweils einen Treffer aufgestockt werden konnte; auf Ustermer Seite vermochte Niko Juhola die Überzahl mit einem Direktschuss auf Zuspiel Kulmalas zu nutzen.

Böse Defensivfehler

Wer dachte, dass die Ostschweizer im letzten Drittel ihrer grossen Lauffreudigkeit in diesem Spiel Tribut zollen würden, sah sich schwer getäuscht. Und anders als in den ersten beiden Perioden nutzten sie nun ihre Chancen, zuweilen begünstigt durch böse Defensivfehler der Ustermer, konsequent aus.

Der Doppelschlag in der 50. Minute mit zwei Gegentoren innerhalb von 27 Sekunden zur 6:2-Führung von «WaSa» brach den Gästen definitiv das Genick. Der dritte Ustermer Treffer durch Doppeltorschütze Urner war schliesslich nichts mehr als eine Zwischennotiz in der St. Galler Torserie, die erst beim 3:9 ihr Ende fand.

«Es ist immer schwieriger, eine gute Performance zu halten, als eine schlechte zu verbessern.»
Joel Kanebjörk, Captain UHC Uster

Wie aber kann das in dieser wichtigen Phase im Kampf um die Playoffplätze passieren? «Wir haben vielleicht etwas unseren guten Darbietungen der letzten paar Spiele Tribut gezollt. Es ist immer schwieriger, eine gute Performance zu halten, als eine schlechte zu verbessern», meinte Kanebjörk.

Nur Vorteile sieht der Schwede darin, dass bereits in fünf Tagen die Auswärtspartie bei Rychenberg ansteht. «Das ist in dieser Phase perfekt. Wir verfügen ja über einen guten Gameplan, wissen, wie wir ein Spiel gewinnen wollen. Nach dem Taucher, sollte jeder von uns darauf brennen, sich so schnell wie möglich wieder zu rehabilitieren.»

Weiter über dem Strich

Mit der gleichzeitigen Niederlage von Chur im Bündner Derby gegen Malans bleibt der UHC Uster dank der besseren Tordifferenz zwar über dem Strich, doch ist der Rückstand auf Rychenberg Winterthur, nächster Gegner am Donnerstag, auf vier sowie auf Waldkirch-St. Gallen auf sechs Punkte angestiegen. (uhcu)

Waldkirch-St. Gallen − Uster 9:3 (2:1, 1:1, 6:1) – 540 Zuschauer. – SR: Koch/Hohler. – Tore: 1. (0:58) von Pritzbuer (Jordan) 1:0. 18. (17:20) Urner (Hurni) 1:1. 19. (18:09) Zellweger (C. Eschbach) 2:1. 25. M. Schiess (R. Mittelholzer). 36. Juhola (Kulmala) 3:2. 43. Chiplunkar (M. Schiess) 4:2. 50. (49:09) C. Eschbach (R. Mittelholzer) 5:2. 50. (49:36) M. Schiess (Chiplunkar) 6:2. 52. Zellweger (R. Mittelholzer) 7:2. 56. Urner (Kulmala) 7:3. 57. (56:12) Angehrn (N. Conzett) 8:3. 58. (57:03) R. Mittelholzer (Zellweger). – Strafen: je 1x2. – Uster: Feiner; Heierli, Klauenbösch; Bolliger, Steiger; Hurni, Kanebjörk; Schubiger, Berweger, Stäubli; Beerli, Juhola, Suter; Gallati, Kulmala, Urner; Brütsch, Kellermüller, Wüst, Büsser, Zimmermann. – Bemerkungen: 9. Pfostenschuss C. Eschbach (WaSa). 57. Timeout Uster. Uster von 56:12 bis 57:03 bei eigenem Ballbesitz ohne Torhüter. Uster ohne Ledergerber (verletzt) und Schläpfer (nicht im Aufgebot).

 

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