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Zwei Enttäuschungen innert kurzer Zeit

Laupner NLA-Frauen

Zwei Enttäuschungen innert kurzer Zeit

Der UHC Laupen muss im Cup und in der Meisterschaft Niederlagen einstecken.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 12. Januar 2020, 20:44 Uhr Laupner NLA-Frauen
Die Laupnerin Andrea Wildermuth (Mitte) sorgt für Gefahr vor dem Tor von Emmental Zollbrück.
Foto: David Kündig

Die Laupner NLA-Frauen haben ein unbefriedigendes Wochenende hinter sich. Im Halbfinal des Schweizer Cups verpassten sie am Samstag den erhofften Exploit gegen Piranha Chur nach einem unkonzentrierten Auftritt im Startdrittel, in der Meisterschaft unterlagen sie gestern daheim Emmental Zollbrück 2:6. Da die Red Ants Rychenberg Winterthur gleichzeitig Chur bezwangen, rutschten die Laupnerinnen in der Tabelle hinter die Winterthurerinnen auf Rang 7 ab.

Allerdings hat der UHC Laupen ein Spiel weniger ausgetragen. Und läuft in diesem alles wie erwartet, dürfte das Team von Yves Kempf Anfang Februar ge­gen den abgeschlagenen Vorletzten Frauenfeld gewinnen.

Genau das wollten die Laup­nerinnen selbstredend auch ge­gen Emmental Zollbrück, hatten sie das Hinspiel doch 1:4 ver­loren. Der Auftakt der Partie stärkte den Glauben der Oberländerinnen noch, dass ihnen die Revanche gelingen könnte. Michele Grob (5.) mit einem Weitschuss und Yara Hofmann (8.) nach einem Konter sorgten mit ihren frühen Toren für einen perfekten Start. 

Da war die Laupner Welt noch in Ordnung: Yara Hofmann jubelt über ihr 2:0. (Foto: David Kündig)

Doch schon im Startdrittel gelang den druckvoll auftretenden Gästen der Ausgleich. Und 41 Sekunden nach Beginn des Mitteldrittels brachte Lena Baumgartner die Bernerinnen erstmals in Front. Nur fünf Minuten danach erhöhte Natalie Spichiger, die Topskorerin der Gäste, mit ihrem 17. Saisontor im eigentlich ausgeglichenen zweiten Drittel die Führung.

Die Angreiferin setzte mit dem sechsten Tor von Emmental Zollbrück drei Minuten vor Schluss letztlich auch den Schlusspunkt in dieser Partie, in der den Laupnerinnen gegen das Ende hin zunehmend die Kräfte fehlten. Zu diesem Zeitpunkt war das Duell allerdings bereits entschieden, die zweite Enttäuschung innerhalb von weniger als 24 Stunden für die Laupner Frauen Tatsache.

Nochmals Spannung erzeugt

Tags zuvor war der Traum des UHC Laupen vom ersten Cup-­Final geplatzt. Die Oberländerinnen unterlagen auswärts Pi­ranha Chur 4:9. Die Laupnerinnen lagen beim NLA-Tabellenführer nach zwei Dritteln bereits 1:5 zurück, wobei sie drei der Gegentreffer im Startabschnitt innerhalb von weniger als zwei Minuten kassiert hatten. 

Laupen aber gab sich trotz dem hohen Rückstand nicht auf. Trainer Yves Kempf reduzierte im Schlussdrittel auf nur noch zwei Linien. Prompt gelang den Gästen eine Temposteigerung. Sie verkürzten schnell auf 3:5, mussten einen weiteren Gegentreffer einstecken, den die Oberländerinnen wiederum kontern konnten zum 4:6. Zu diesem Zeitpunkt waren erst 47. Minuten gespielt. In der Folge aber liess der grosse Favorit aus dem Bündnerland nichts mehr zu und sicherte sich das Finalticket. Im Endspiel wird Piranha einmal mehr auf die Kloten-Dietlikon Jets treffen. (zo)

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