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Uster zieht sein Spiel nicht durch

5:4-Sieg nach Penaltyschiessen

Uster zieht sein Spiel nicht durch

Gegen die Tigers Langnau holt der UHC Uster wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs. Doch im Duell der beiden direkt unter dem Strich platzierten Teams setzen sich die Ustermer erst nach Penaltyschiessen durch.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 05. Januar 2020, 09:49 Uhr 5:4-Sieg nach Penaltyschiessen
Marco Klauenbösch prüft Langnau-Keeper Jürg Siegenthaler.
Christian Merz

Auch im zehnten Heimspiel der Saison gelang es dem UHC Uster nicht, einen Sieg nach 60 Minuten einzufahren. Das 5:4 nach Penaltyschiessen gegen die Tigers Langnau bringt die Ustermer zwar etwas näher an die Playoffplätze, aber nicht über den Strich.

«Wir haben es wieder nicht geschafft, den Level, den wir zu spielen imstande sind, über die ganzen 60 Minuten zu halten und haben den Gegner zu einfach zu seinen Toren kommen lassen. Positiv war, dass wir nach dem 1:3-Rückstand Moral gezeigt haben und ins Spiel zurückgekommen sind», sagte Uster-Stürmer Timon Stäubli.

Im Stardrittel vom 1:0 zum 1:3

Er selber hatte das erste Spiel des Jahres 2020 mit dem frühen Führungstreffer nach 42 Sekunden perfekt begonnen. Raphael Berweger hatte seinen Stürmerkollegen mustergültig lanciert, nachdem er vor dem eigenen Tor erfolgreich gegen einen Abschlussversuch des Langnauers Daniel Gerber insistiert und diesem dem Ball abgeknöpft hatte.

Die Ustermer führten die etwas feinere Klinge, während die Emmentaler ihr Glück in viel Laufarbeit und schnellen Abschlüssen suchten. Diese Methode hatte vorerst Erfolg: Bis zur 18. Minute erarbeiteten sich die Gäste eine 3:1-Führung, wobei der dritte Treffer besonders ärgerlich war, weil ein blind gespielter Rückpass von Juhola direkt auf der Schaufel von Torschütze Matteo Steiner gelandet war.

Imposantes Ustermer Powerplay

Mit imposantem Überzahlspiel während zwei Strafen gegen die Tigers egalisierten die Ustermer das Skore bis zur Mitte des zweiten Spielabschnitts. Nur gerade jeweils 13 Sekunden benötigten Simon Suter (auf Pass von Stäubli) und Stäubli (auf Pass von Suter) um die numerische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Gütige Mithilfe beim Ausgleichstreffer leistete der Langnauer Captain Stefan Siegenthaler, der seinen Befreiungsschlag anstatt in die Ustermer Spielhälfte auf die Schaufel des vor ihm stehenden Suter spedierte.

In der 35. Minute konnte Remo Gallati einen Abpraller von Tigers-Keeper Jürg Siegenthaler nach einem Schuss von Anjo Urner zur 4:3-Führung des Heimteams einschieben. Doch im Überzahlspiel gelang dann Langnaus Topskorer Simon Flühmann im Schlussdrittel der Ausgleichstreffer, dies mit einem Buebetrickli.

Topskorer Juhola sichert den Zusatzpunkt

Die Ustermer ihrerseits konnten die Strafe gegen den Emmentaler Yannick Glauser in den beiden Schlussminuten nicht mehr zu einem weiteren Treffer nutzen. In der zehnminütigen Overtime hatten die Ustermer mehr Chancen, das Spiel zu entscheiden, die besten vergaben Kulmala, Suter und Berweger.

Im Penaltyschiessen verwandelte Topskorer Juhola den entscheidenden zehnten Penalty in gewohnt konsequenter Art und Weise, nachdem bereits Markus Kulmala und Florian Bolliger für Uster reüssiert hatten.

Mit Spielen gegen die direkt über dem Strich klassierten Chur, Waldkirch-St. Gallen und Rychenberg Winterthur folgen nun drei wegweisende Auwärtspartien gegen direkte Konkurrenten im Kampf um einen Platz in den Playoffs. Stäubli: «Wir nehmen Spiel für Spiel. In Zug haben wir bewiesen, dass wir auch ein Spitzenteam auswärts schlagen können.» (Philipp Wyss)

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