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Erneuter Ustermer Medaillenjubel

Mannschafts-SM in Saint-Légier

Erneuter Ustermer Medaillenjubel

Für die Ustermer Judoteams gab es Silber und Bronze am Final der Mannschafts-SM.

Redaktion
Züriost
Montag, 02. Dezember 2019, 17:27 Uhr Mannschafts-SM in Saint-Légier

So nahe war der Titel für das Ustermer Männer-Team noch nie. Im Final der Schweizer Mannschaftsmeisterschaften in Saint-Légier-La Chiésaz VD unterlagen sie zwar dem Titelverteidiger Brugg 1:6.

So deutlich wie das Resultat aussieht, war die Entscheidung aber in Wirklichkeit nicht.

Umstrittene Entscheidungen

Die ausländischen Kämpfer Candre Haspot Mandawe (–60 kg) und Viktor Driller (+100 kg) lagen nämlich bis kurz vor Schluss in Führung, ehe beide Male eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters den Duellen noch eine Wende gab.

«Das Pendel hätte tatsächlich in die andere Richtung ausschlagen können», sagte JCU-Präsident Robert Wakiyama. Doch so war im Final gegen den Serienmeister (16 Titel) trotzdem nach vier Kämpfen vorzeitig alles klar.

Für den einzigen Sieg aus Ustermer Sicht zeichnete sich Siro Stump (–73 kg) verantwortlich.

«Dieses Team ist parat, sich 2020 allen Aufgaben zu stellen.»
Klaus von Stumberg, Trainer JC Uster

Doch Trainer Klaus von Stumberg nimmt ungeachtet des deutlichen Ausgangs viel Zuversicht mit. «Dieses Team ist parat, sich 2020 allen Aufgaben zu stellen», ist er überzeugt. Und auch Präsident Wakiyama wollte nicht ­hadern. «Im Vorfeld des Finals hätten wir für Silber sofort unterschrieben», sagte er.

Tatsächlich wartete auf den JCU bereits im Halbfinal mit dem JC Morges ein dicker Brocken, der schliesslich 4:3 niedergerungen werden konnte. Für die Punkte besorgt waren Andrin Strickler (–90 kg), Driller sowie die Brüder Stump.

Letztere bezeichnete Wakiyama sogar als «Herz des Teams». Die Ustermer profitierten dabei auch vom Umstand, dass die Waadtländer ohne ihren überragenden Judoka Ramadan Darwish angetreten waren.

Zu hohe Halbfinal-Hürde

Und zufrieden war man auch im Lager der Ustermer Frauen. Die selbst ernannten «Killerküken» holten sich wie im Vorjahr die Bronzemedaille. Im Halbfinal war der JCU gegen Cortaillod ­erwartungsgemäss chancenlos und unterlag 1:4.

Im Vergleich der Grand-Slam-Kader-Athletinnen musste sich Fabienne Kocher (–57 kg) ihrer grossen Rivalin, Evelyne Tschopp, geschlagen geben. Trumpfkarten bei den Neuenburgerinnen waren ausserdem Larissa Csatari und Jovana Pe­kovic. So blieb Gioia Vetterli (–70 kg) der einzige Ustermer Sieg vorbehalten.

«Ich bin begeistert von der konstanten Leistung über die gesamte Saison.»
Aleksandra Mathieu, Coach JC Uster

Den dritten Platz sicherte sich der JCU schliesslich mit einem 3:2-Erfolg über Yverdon. Dabei erwiesen sich Vetterli und Kocher in ihren Gewichtsklassen wiederholt als sicherer Wert.

Der dritte Punkt gelang Sarina Buffet (+70 kg), sodass Coach Aleksandra Mathieu schon fast schwärmerisch Bilanz zog: «Ich bin begeistert von der konstanten Leistung über die gesamte Saison.» (zo)

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