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Uster kommt mit einem blauen Auge davon

Sieg nach Verlängerung gegen Schlusslicht Sarnen

Uster kommt mit einem blauen Auge davon

NLA-Klub UHC Uster war einmal mehr in der Offensive zu ineffizient. Gegen Sarnen verspielten die Ustermer in den Schlussminuten einen 3:1-Vorsprung und holten nur zwei Punkte.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 01. Dezember 2019, 11:29 Uhr Sieg nach Verlängerung gegen Schlusslicht Sarnen
Auch Simon Suter vergab viele Chancen - immerhin gelang ihm noch der Ustermer Siegtreffer.
Archivfoto: Christian Merz

Der Start in die NLA-Rückrunde ist dem UHC Uster nur bedingt gelungen. Von den drei budgetierten Punkten gegen Aufsteiger Ad Astra Sarnen fuhren die Ustermer mit dem Sieg nach Verlängerung nur zwei eingefahren. Angesichts der Tabellenlage ist das schlicht einer zu wenig.

Am Ende traf Simon Suter in der 9. Minute der Verlängerung zum entscheidenden 4:3 gegen den Tabellenletzten. Er profitierte von einem Abpraller nach einem Schuss von Timon Stäubli im Powerplay. Es war eine gewisse Entschädigung dafür, dass Suter wie Stäubli die 68 Minuten davor das Pech an der Schaufel zu kleben schien. Beide hatten mehrere gute Gelegenheiten, die Partie vorzeitig zu entscheiden.

Chancen hätte es gegeben

Die fehlende Effizienz Usters machte sich erneut bemerkbar. Auch deshalb war der erfolgreiche Weitschuss von Florian Bolliger fünf Minuten vor der Schlusssirene erst der dritte Treffer der Ustermer.

Zuvor hatten Marco Hurni im Startdrittel mit einem trockenen Abschluss ins rechte hohe Eck den 1:0-Führungstreffer besorgt und im mittleren Spielabschnitt der von Anjo Urner lancierte Raphael Berweger Sarnens Keeper souverän aussteigen lassen. Da sich die Innerschweizer in Sachen Toreschiessen bis dahin auch nicht gerade einen Lorbeerkranz verdienten hiess es nach Bolligers Tor trotzdem 3:1 für Uster.

Verheerende Schlussminuten

Nur brachte es das Heimteam fertig, diesen Zweitorevorsprung in den letzten drei Minuten noch aus der Hand zu geben. Zweimal war Cornel von Wyss erfolgreich, beide Male agierten die Innerschweizer mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters.

So mussten die Ustermer, die dem Lattenschuss von Niko Juhola in der 46. Minute nachtrauerten, in die Zusatzschlaufe, in der wenigstens ein totaler Flop verhindert werden konnte.

«Der Ball will einfach nicht rein.»
Uster-Spieler Marco Klauenbösch

«Das ist ganz klar ein verlorener Punkt», sagte Usters Marco Klauenbösch. Das Defensivverhalten in den Schlussminuten konnte er sich nicht erklären. «Wir wussten genau, wie sie spielen werden. Trotzdem haben wir unsere Box nicht gut gestellt und waren jeweils einen Schritt zu spät.»

Und bezüglich der offensiven Ineffizienz schien er ratlos: «Obwohl wir das im Training immer wieder behandeln, will der Ball derzeit einfach nicht rein.» (ucu)

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