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Uster trifft einen Bruchteil zu spät

Ärgerliche Niederlage

Uster trifft einen Bruchteil zu spät

Der UHC Uster musste sich NLA-Leader Grasshoppers 1:2 geschlagen geben.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 17. November 2019, 18:05 Uhr Ärgerliche Niederlage
Remo Gallati war der einzige Ustermer Torschütze.
Archivfoto: Christian Merz

Die Uhr zeigte 19:58 im letzten Drittel beim Stand von 2:1 für die Grasshoppers. Freistoss für den UHC Uster in der Ecke der eigenen Spielhälfte.

Florian Bolliger schlenzt einen letzten Pass nach vorne, wo Simon Suter entscheidend ablenkt, sodass der Ball mit der Schlusssirene an GC-Keeper Pascal Meier vorbei ins Gehäuse kullert.

Nur: Für die Schiedsrichter fiel das Tor einen Bruchteil zu spät. Alles protestieren nützt nichts. Die Niederlage beim NLA-Tabellenführer ist besiegelt.

Der Ärger bei den Ustermern war umso grösser, weil während der 60 Minuten mehrere Gelegenheiten verpasst worden waren, um dem einen Treffer von Remo Gallati zum 1:1-Ausgleich (18.) noch den einen oder anderen folgen zu lassen.

Die verletzungsbedingte Abwesenheit von Topscorer Niko Juhola, die Coach Mika Heinonen erstmals in dieser Saison zu markanten Umstellungen innerhalb seiner drei Offensivformationen zwang, machte sich doch bemerkbar.

Ungenutzte Überzahlchance

Die Grasshoppers wurden zunächst nach der Startoffensive mit dem Führungstreffer durch Daniel Steiger und einem Lattenschuss von Captain Luca Graf für den Rest der Partie seinem Renommee nicht mehr ganz gerecht, insbesondere was das Tempo des eigenen Spiels betraf.

Die letztlich entscheidende Phase gab es zur Mitte des zweiten Drittels zu verzeichnen, als die Ustermer erst eine zweiminütige Überzahl nicht zu nutzen vermochten und sich gar bei Torhüter Janik Feiner bedanken durften, der einen Shorthander durch den an diesem Abend meist glücklos agierenden Joel Rüegger spektakulär verhinderte.

Eine Minute später konnte Feiner den Ball nach einem Schuss von Christian Meier nur noch abprallen lassen, leider direkt vor die Schaufel von GC-Topscorer Paolo Riedi, der sich diese Chance nicht nehmen liess.

Die Ustermer ihrerseits hatten gut anderthalb Minuten später einen Pfostenschuss durch Suter zu beklagen.

Weitgehend ausgeglichen

Auch im letzten Abschnitt hielt sich das Kräfteverhältnis die Waage, wobei beide Teams mehrere erfolgsversprechende Aktionen nicht ummünzen konnten.

Auf Stadtzürcher Seite verdiente sich Claudi Laely die zweifelhafte Auszeichnung des Chancentods, was ihn so frustrierte, dass er sich 80 Sekunden vor dem Ende noch zu einem unnötigen Foul mit folgendem Strafbank-Aufenthalt hinreissen liess.

Der UHC Uster vermochte die ihm gebotene Chance jedoch nicht mehr zu nutzen – oder eben erst ein paar Sekundenbruchteile zu spät. (uhcu)

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