×

Uster im grossen Torreigen unterlegen

Heimniederlage für den UHCU

Uster im grossen Torreigen unterlegen

In einer NLA-Partie für Freunde des Offensivspektakels holt der UHC Uster gegen Köniz zweimal einen Zweitorerückstand auf, kann auf einen weiteren Doppelschlag im Schlussdrittel aber nicht mehr reagieren und verliert 6:9.

Redaktion
Züriost
Samstag, 21. September 2019, 20:44 Uhr Heimniederlage für den UHCU
Auch Usters Joel Kanebjörk, hier gegen Pascal Michel, konnte die Niederlage nicht verhindern.
Foto: David Kündig

«Das war ein sehr fehleranfälliges Spiel von beiden Seiten. Zu oft wurde das risikoreiche Zuspiel dem sicheren Rückpass vorgezogen, was dementsprechend zu Ballverlusten und Kontern geführt hat», resümierte Uster Verteidiger Nicola Heierli nach der 6:9-Heimniederlage gegen Köniz.

Und: «Fakt ist, dass wir in allen drei Dritteln zu Beginn nicht bereit waren. Darüber müssen wir uns sicher noch unterhalten.»

Der Auftakt in den ersten Heimmatch der NLA-Saison gehörte den Bernern. Deren frühe 2:0-Führung nach gut dreieinhalb Minuten konnten die Ustermer jedoch noch vor Drittelshälfte durch Tore von Simon Suter (in Überzahl) und Niko Juhola ausgleichen.

Vom 0:2 zum 4:2

Dieselben beiden Spieler besorgten dann für den UHCU ebenfalls einen Zweitorevorsprung. Juhola hatte bei seinen zwei Toren jeweils von der gütigen Mithilfe des Berner Topskorers Yves Pillichody profitiert, der sich vor dem Ausgeich den Ball von Simon Beerli abluchsen liess, der dann nur noch quer auf den Finnen aufzulegen brauchte, und sechs Minuten später in Ballbesitz hinter dem eigenen Gehäuse ausrutschte, so dass Juhola zum erfolgreichen Buebetrickli ansetzen konnte.

Nur sieben Sekunden danach liess sich allerdings der Könizer Stefan Hutzli nach einem Freistoss ebenfalls bereits seinen zweiten Treffer des Spiels gutschreiben.

Wie im ersten übernahm Köniz auch zu Beginn des zweiten Drittels sogleich wieder das Ruder und reihte bis zur Mitte des Spielabschnitts drei Treffer aneinander. Das 5:4 erzielte Hutzli nur sieben Sekunden nach Ablauf einer Zweimuntenstrafe gegen Anjo Urner, ausgesprochen wegen Haltens.

Der Ausfall von Ledergerber

Die Ustermer, bis dahin offensiv praktisch inexistent, besannen sich daraufhin wieder des Standorts des gegnerischen Gehäuses und glichen die Partie bis Drittelsende wiederum aus, wobei man den Treffer zum 6:6 teuer bezahlte.

Torschütze Tobias Ledergerber blieb bei seinem Abschluss mit dem linken Bein an einem gegnerischen Spieler hängen und zog sich eine wohl schwerwiegendere Verletzung zu.

Der Gruss des Murmeltiers

Zu jedem Drittelsbeginn grüsst das Murmeltier: Auch im Schlussabschnitt legten die Gäste wieder rasch vor. Von den drei Könizer Treffern innerhalb der ersten vier Minuten gingen die ersten beiden auf das Konto des ehemaligen Ustermer Stürmers Silvan Bolliger.

Der Unterschied zu den ersten beiden Dritteln lag darin, dass das Heimteam diesmal nicht mehr reagieren konnte. Wirklich gute Chancen für weitere Tore des UHCU waren rar gesät; die Gäste kontrollierten das Spielgeschehen.

Auszeichnen konnte sich noch Nicolas Brütsch, der Janik Feiner nach dem neunten Berner Treffer im Tor abgelöst hatte und in der 58. Minute den Köniz-Bolligerschen Hattrick mit einer Glanzparade verhinderte und auch in der Schlussminute gegen den allein auf in zustürmenden Manuel Maurer das Stängeli verhinderte.

«Ich hatte das Gefühl, die Luft bei den Ustermern war im Schlussdrittel etwas draussen.»
Silvan Bolliger, UHC Köniz

Weniger bei den Ustermern, als bei den Könizern selbst sah Silvan Bolliger hernach den Grund für die Berner Dominanz in den frühen Phasen der einzelnen Spielabschnitte.

«Wir selber sind zum Saisonauftakt in St. Gallen jeweils schlecht in die einzelnen Drittel gestartet. Deshalb haben wir uns für heute vorgenommen, jeweils gleich von der ersten Sekunde an hundert Prozent parat zu sein und Vollgas zu geben. Das war unser ganz grosses Ziel in diesem Spiel.»

Wie konnte man ein drittes Ustermer Comeback in dieser Partie verhindern? «Ich hatte das Gefühl, die Luft bei den Ustermern war im Schlussdrittel etwas draussen, besonders nach dem Doppelschlag zum 9:6. Wir waren in dieser Phase sichtlich spritziger unterwegs», meinte Bolliger. (uhcu)

Uster - Floorball Köniz 6:9 (4:3, 2:3, 0:3) – 324 Zuschauer. – SR: Schädler/Preisig. – Tore: 3. Hutzli 0:1. 4. J. Ledergerber (Maurer) 0:2. 7. Suter (Juhola) 1:2. 10. Juhola (Beerli) 2:2. 12. Suter (F. Bolliger) 3:2. 16. (15:17) Juhola 4:2. 16. (15:24) Hutzli (Junkkarinen) 4:3. 24. Michel 4:4. 29. Hutzli (Nordh) 4:5. 31. J. Ledergerber 4:6. 35. Juhola (Steiger) 5:6. 37. T. Ledergerber 6:6. 41. S. Bolliger (Hutzli) 6:7. 44. (43:42) S. Bolliger (Junkkarinen) 6:8. 44. (43:55) Nordh (Herzog) 6:9. – Strafen: Je 3x2. – Uster: Feiner; Heierli, Klauenbösch; F. Bolliger, Steiger; T. Ledergerber; Schubiger, Berweger, Stäubli; Beerli, Juhola, Suter; Kanebjörk, Kulmala, Urner; Brütsch, Wüst, Schläpfer, Zimmermann, Helbling. – 6. Pfostenschuss Suter. 27. Lattenschuss Haldemann (Köniz). 53. Lattenschuss Urner. Uster ab 43:55 mit Brütsch anstelle von Feiner im Tor.

Kommentar schreiben

Kommentar senden