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Jeannine Gmelin verpasst WM-Medaille

Ustermer Ruderin

Jeannine Gmelin verpasst WM-Medaille

Jeannine Gmelin hat an der WM in Linz-Ottensheim als Fünfte die Podestplätze verfehlt. Der Zukunft blickt sie gleichwohl zuversichtlich entgegen.

Oliver
Meile
Sonntag, 01. September 2019, 14:07 Uhr Ustermer Ruderin
Die Ustermer Skifferin Jeannine Gmelin vermochte im WM-Final nicht in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.
Foto: Keystone

Erstmals seit ihrem Titelgewinn 2017 ist Jeannine Gmelin an Weltmeisterschaften im Kampf um die Medaillen leer ausgegangen. Die Ustermer Skifferin erreichte an der WM in Linz-Ottensheim den 5. Platz. Über vier Sekunden fehlten Gmelin letztlich bereits auf den 3. Platz.

Ganz vorne spielten die Neuseeländerin Emma Twigg und Sanita Puspure (Irland) in einer eigenen Liga. Auf dem letzten Streckenviertel zog Puspure davon und verteidigte ihren Titel souverän. Platz 3 sicherte sich die US-Amerikanerin Kara Köhler.  

Olympia-Ticket als Trostpflaster

Schon vor dem Final war sich Gmelin bewusst gewesen, dass sie es wohl nur dann aufs Podest schafft, wenn sie etwas riskiert. Sie glaubte: «Wahrscheinlich muss ich über meinen Möglichkeiten rudern.»

«Die Medaille lag ausser Reichweite.» 
Jeannine Gmelin

Das gelang ihr im Final aber nicht. Sie lag im starken Feld von Anfang an im Hintertreffen. «Die Medaille lag ausser Reichweite», musste sie sich hinterher eingestehen.

Als Trostpflaster bleibt der 29-Jährigen, sich mit dem Finaleinzug das Olympia-Ticket für Tokio 2020 gesichert zu haben. Für Gmelin sind es nach 2016 die zweiten Olympischen Spiele.

Der Verweis auf die schwierige Saison

Die Ustermerin zeigte sich nach dem Final keineswegs enttäuscht. Auch wenn sie zugab: «Die Medaillen verpasst zu haben, ist im ersten Moment schwierig zu akzeptieren.»

Gmelin unterstrich, dass sie ihr Minimalziel in Österreich erreicht hat. «Das Niveau hat auf dieses Jahr hin in meiner Bootsklasse nochmals extrem zugenommen. Deshalb bin ich zufrieden, den Finaleinzug und damit die Olympia-Qualifikation geschafft zu haben. Das ist nicht selbstverständlich.»

In ihrer Analyse verwies Gmelin auf die schwierige Saison, die sie nach dem Zerwürfnis mit dem Verband in einem Privatteam absolvierte. Das hat sie extrem viel Energie gekostet – vor allem auch mental. 

«Der Weg stimmt»

In nächster Zeit wird Gmelin das Ruderjahr nun aufarbeiten und zusammen mit Swiss Rowing die zukünftige Stossrichtung bestimmen, an deren Ende der Gewinn einer Olympia-Medaille stehen soll. Für die Ustermerin ist bereits jetzt klar: «Der eingeschlagene Weg stimmt.»

Das heisst: Sie will weiterhin mit Trainer Robin Dowell zusammenarbeiten, dessen Entlassung durch den Verband Gmelins Alleingang erst ausgelöst hatte. Sie sagt: «Wichtig ist, dass ich genau in diesem guten Umfeld konstant weitertrainieren kann – hoffentlich mit weniger Turbulenzen.»  

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