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Gmelin stösst in den WM-Final vor

Ustermer Ruderin

Gmelin stösst in den WM-Final vor

Jeannine Gmelin steht an der WM im Einer-Final. Zugleich holte sie sich einen Olympia-Quotenplatz.

Redaktion
Züriost
Freitag, 30. August 2019, 12:49 Uhr Ustermer Ruderin
Jeannine Gmelin sicherte sich an der WM mit Platz 3 im Halbfinal ihr Final-Ticket.
Foto: Keystone

An den Ruderweltmeisterschaften in Linz-Ottensheim greift Jeannine Gmelin am Sonntag in den Kampf um die Medaillen ein. Die Ustermer Skifferin belegte im ersten Halbfinal den 3. Platz.

Damit erfüllte die 29-Jährige bereits ihr oberstes WM-Ziel: Sie holte für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio einen Quotenplatz.

Temposteigerung in der Schlussphase

Es war ein hartes Stück Arbeit für Gmelin. 300 Meter vor dem Ziel lag die aktuelle Vize-Europameisterin nur auf dem 4. Platz. Auf der verbleibenden Strecke aber legte die Athletin des RC Uster nochmals zu.

«Man kann sich immer verbessern, für heute war es aber ein sehr, sehr gutes Rennen.»
Jeannine Gmelin

Sie fing die wie immer extrem schnell gestartete Fie Udby Erichsen ab und verdrängte die am Ende ihrer Kräfte angekommene Dänin auf den 4. Platz. Die US-Amerikanerin Kara Kohler setzte sich in Gmelins Lauf vor der Britin Victoria Thornley durch.

Extreme Breite

Die Erleichterung von Gmelin im Ziel war riesig. «Man kann sich immer verbessern, für heute war es aber ein sehr, sehr gutes Rennen», bilanzierte sie. Dass es Gmelin gelang, die schwierigen letzten Monate zu bewältigen, half ihr, bis am Schluss durchzubeissen.

Erneut zu den sechs weltbesten Skifferinnen zu gehören, stellt für die Ustermerin keine Selbstverständlichkeit dar. In ihrem Halbfinal waren vier Athletinnen dabei, die an Olympischen Spielen schon eine Medaille gewonnen haben.

«Wahrscheinlich muss ich über meinen Möglichkeiten rudern.»
Jeannine Gmelin

«Die Breite und Tiefe ist im Einer in den letzten Jahren extrem gestiegen», erklärte Gmelin. «Das ist zwar gut für den Rudersport, man kann sich dadurch jedoch weniger Fehler leisten.»

Vor einer grossen Herausforderung

Eine Prognose für den Final am Sonntag abzugeben, erachtet Gmelin als «sehr, sehr schwierig». Klar ist, dass sie vor einer grossen Herausforderung steht, sie wohl nur dann eine Medaille gewinnt, wenn sie etwas riskiert. Oder in ihren Worten: «Wahrscheinlich muss ich über meinen Möglichkeiten rudern.»

Den zweiten Halbfinal gewann die grosse Favoritin, die für Irland startende Titelverteidigerin Sanita Puspure. Die weiteren Finalplätze sicherten sich Emma Twigg (NZL) sowie die Kanadierin Carling Zeeman. (ome/sda)   

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