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Reist setzt die nächste Marke

Oberländerin mit Sieg und Rekord

Reist setzt die nächste Marke

Nicole Reist bestätigt ihre Ausnahmestellung im Ultracycling. Die Weisslingerin gewinnt das Race Around Austria und schafft damit ein ungewöhnliches Triple.

Oliver
Meile
Sonntag, 18. August 2019, 21:54 Uhr Oberländerin mit Sieg und Rekord

Diese Frau scheint keine Grenzen zu kennen. Das Wort unmöglich? Existiert im Vokabular von Nicole Reist nicht.

Das beweist ihr jüngster Coup – der Sieg am Race Around Austria. Nach vier Tagen und neun Stunden fast ohne Pause steigt die Oberländerin in St. Georgen in Oberösterreich vom Rad.

Letztlich ist alles gut aufgegangen. Aber es war extrem hart.»
Nicole Reist

In Rekordzeit hat sie die 2200 Kilometer und 30’000 Höhenmeter abgespult. Sich nur gerade drei Schlafpausen zu je 45 Minuten gegönnt.

«Letztlich ist alles gut aufgegangen», sagt Reist glücklich. Und gibt zu: «Aber es war extrem hart.»

Der WM-Titel zum Einrollen

Was den Triumph so speziell macht: Die 35-Jährige hat nicht einfach nur das Race Around Austria gewonnen. Das alleine ist schon eine aussergewöhnliche Leistung.

Die Weisslingerin gewann zuvor auch die Ultracycling-WM und triumphierte am Race Across France. Nicht verteilt auf verschiedene Jahre wohlgemerkt, sondern alles in dieser Saison. Innert zweier Monate. 

«Ich habe schon die eine oder andere Idee...»
Nicole Reist

Ende Juni holt sie an der Ultraradmarathon-WM in Graz ihren bereits 4. Weltmeistertitel. Die 1000 Kilometer und 17’000 Höhenmeter absolviert sie quasi zum Einrollen.

Danach setzt Reist neue Massstäbe, indem sie  nur eine Woche nach ihrem Sieg am Race Across France mit dem Race Around Austria den nächsten Brocken anpackt.

Es ist eine Rennkombination, die bisher niemand versuchte. Vielleicht, weil schon der Gedanke an die Strapazen der zusammengezählt 4800 km und 80’000 Höhenmeter Schwindel verursacht.

2019 ist nur ein Zwischenjahr

Reist sagt dazu schlicht: «Ich bin extrem glücklich, dass es geklappt hat.»

Und hat noch immer nicht genug. 2019 sei ein Zwischenjahr gewesen, sagt sie. 2020 will die Oberländerin nochmals Ultracycling-Geschichte schreiben. «Ich habe schon die eine oder andere Idee...»

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