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Der nächste Triumph von Nicole Reist

Sieg bei Nonstop-Extremradrennen

Der nächste Triumph von Nicole Reist

Nicole Reist gewinnt das 2600-km-Rennen Race Across France. Die Weisslinger Ultracycling-Athletin benötigte dafür nur fünf Tage.

Redaktion
Züriost
Freitag, 02. August 2019, 18:01 Uhr Sieg bei Nonstop-Extremradrennen
Nicole Reist trotzte am Race Across France auch den schwierigen Windverhältnissen.
Foto: PD

Nur gut fünf Wochen nach dem Gewinn ihres vierten Weltmeistertitels ist Nicole Reist der zweite Streich der Saison gelungen: Am Freitagnachmittag fuhr die Weisslingerin als Siegerin des Nonstop-Extremradrennens Race Across France und als Zweitplatzierte Overall nach 2600 Kilometern und 45'000 Höhenmetern in Le Touquet-Paris-Plage an der Nordküste Frankreichs über die Ziellinie.

Für die Strecke von der französischen Süd- an die Nordküste brauchte sie gut fünf Tage – diese fast unvorstellbare Leistung hat Reist zur Siegerin bei den Frauen gemacht: «Ich bin extrem glücklich, dass alles so gut geklappt hat», sagte sie.

«Bei freundlicherem Wetter wäre wohl noch eine bessere Zeit drin gelegen.»
Nicole Reist aus Weisslingen

«Die Streckenführung des Race Across France ist wunderschön, aber mit den vielen Höhenmetern und dem ständigen Auf und Ab durch die französischen Alpen in der ersten Rennhälfte ist das Rennen extrem hart», so die Ausdauerathletin.

Hinzu kam extrem starker Gegen- und Seitenwind während fast dem ganzen Rennen, was für die eher kleine und leichte Sportlerin besonders kräftezehrend war. Am Mont Ventoux wurde sie von Böen bis zu 80 km/h fast vom Rad geblasen und in der flacheren zweiten Rennhälfte war sie gegenüber schwereren Athleten bei starkem Wind klar im Nachteil.

«Bei freundlicherem Wetter wäre wohl noch eine bessere Zeit drin gelegen», ist sie überzeugt.

Nur ein Luxemburger war noch schneller

Nicole Reist bewies damit einmal mehr ihre Ausnahmestellung im Ultracycling. Einzig der Luxemburger Ralph Diseviscourt beendete das Rennen nämlich noch vor der Oberländerin, mit nur rund 130 Kilometern Vorsprung, welche er vor allem in der Fläche herausholte.

Die letzte Nacht neigt sich dem Ende zu! Nicole und die Crew freuen sich auf eine Pizza und eine Dusche. #owayo...

Gepostet von NicoleReist am Donnerstag, 1. August 2019

«In einem Ultracycling-Rennen fährt grundsätzlich jeder Teilnehmer für sich und betreibt sein eigenes Energiemanagement. Aufholjagden über mehrere Tausend Kilometer sind nicht realistisch. Deshalb freue ich mich sehr über den zweiten Overall-Platz, auch wenn der Abstand zum ersten Rang verhältnismässig klein ist», so Reist.

Eine verrückte Rennkombination

Zurücklehnen kann sich die 35-Jährige allerdings nicht: Bereits in gut einer Woche startet sie zum Race Around Austria mit 2200 Kilometern und 30'000 Höhenmetern. Eine Rennkombination, die noch nie jemand versucht hat.

«Ganz kaputt fahren durfte ich mich in Frankreich daher nicht. Denn das nächste Rennen in Österreich war bereits im Hinterkopf», betonte Reist.

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