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Ugolkova trotz verpasstem Final «superzufrieden»

Ustermer Schwimmerin an WM

Ugolkova trotz verpasstem Final «superzufrieden»

Nur 23 Hundertstel fehlten Maria Ugolkova zum Einzug in den WM-Final über 200 m Lagen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 21. Juli 2019, 11:30 Uhr Ustermer Schwimmerin an WM

Wie vor zwei Jahren in Budapest bedeuteten über 200 m Lagen für Maria Ugolkova auch die WM-Halbfinals in Gwangju Endstation. Die 29-Jährige vom SC Uster Wallisellen zeigte allerdings in Südkorea als Neunte eine ganz starke Leistung und benötigte für die vier Bahnlängen in je einem Schwimmstil nur 2:10,72. Zum Einzug in den WM-Final der besten acht fehlten ihr letztlich nur 0,23 Sekunden.

Immerhin blieb Ugolkova um 0,13 Sekunden unter ihrem eigenen Schweizer Rekord vom August 2018 in Glasgow. Damals in Schottland hatte die gebürtige Russin in ihrer Paradedisziplin EM-Bronze gewonnen.

«Wenn sie so weiter macht, kann sie sich in Richtung olympisches Finale entwickeln.»
Markus Buck, Leistungssportchef Swiss Swimming

«Ich bin superzufrieden mit meiner Zeit», sagte Ugolkova. «Neunte zu werden tut natürlich schon weh. Aber es war so cool, dieses Rennen zu schwimmen, die Ambiance hier ist wirklich genial.» Für Markus Buck, Leistungssportchef von Swiss Swimming, liegt gar noch mehr drin. «Sie hat noch Potential bei den Übergängen Delfin-Rücken und Rücken-Brust. Wenn sie so weiter macht, kann sie sich in Richtung olympisches Finale entwickeln. Ausserdem war sie erneut drittbeste Europäerin.»

Auch Djakovic überzeugte

Der 16-jährige Antonio Djakovic, ebenfalls vom Schwimmclub Uster Wallisellen, überzeugte mit einem mutigen Auftritt in seinem ersten WM-Einsatz über 400 Meter Freistil und erreichte den 20. Rang. In 3:51,51 blieb er um mehr als 3,5 Sekunden über seinem Schweizer Rekord, der ihm vor zwei Wochen im russischen Kasan an der Junioren-EM die Goldmedaille eingebracht hatte.

Auch mit der jungen 4x100-m-Crawlstaffel der Männer gelang Djakovic ein ansprechendes Resultat. Zusammen mit Roman Mityukov, Nils Liess, und Aleksi Schmid verpasste er den Schweizer Rekord nur knapp.

Frauen-Crawlstaffel enttäuscht

Enttäuscht hat hingegen die 4x100-m-Crawlstaffel der Damen mit Ugolkova, ihren Ustermer Clubkolleginnen Nina Kost und Sasha Touretski sowie Noemi Girardet. Das Quartett blieb deutlich über der im letzten Jahr aufgestellten Bestmarke. Zum mindestens angestrebten Platz 12, welcher einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele von nächstem Sommer in Tokio eingebracht hätte, fehlten 0,29 Sekunden.

Für Leistungssportchef Buck war der Start in die WM nach dem Auftritt von Ugolkova zwar positiv, insgesamt aber doch durchzogen. «Es war ein Start mit Licht und Schatten. Die Enttäuschung über die verpatzte Chance der Frauenstaffel war sicher gross, auch einige andere Rennen liefen nicht wie vorgesehen. So bezahlte beispielsweise Antonio Djakovic über 400 Freistil Lehrgeld, im Anschluss zeigte er aber eine starke Leistung in der Herren-Freistilstaffel. Diese Staffel war sicher top, darauf bauen wir auf.» (zo/sda)

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