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TV Rüti ist der erfolgreichste Zürcher Verein am Eidgenössischen

Starke Leistung in Aarau

TV Rüti ist der erfolgreichste Zürcher Verein am Eidgenössischen

Am zweiten Wochenende des Eidgenössischen Turnfests in Aarau entthronte der TV Wangen SZ bei den Vereinswettkämpfen den STV Wettingen. Bester Oberländer Verein war der TV Rüti.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 23. Juni 2019, 22:16 Uhr Starke Leistung in Aarau

Am von den Vereinswettkämpfen geprägten zweiten Wochenende des Eidgenössischen Turnfestes (ETF) sorgte der TV Rüti aus regionaler Sicht für den sportlichen Höhepunkt. Mit einem Total von 28,64 Punkten (9,55 im Schnitt) reichte es ihm zum 16. Platz. Damit waren die Oberländer wie schon im Jahr 2013 der erfolgreichste Zürcher Verein überhaupt.

Der für seine Gerätevorführungen bekannte Verein war dann in Aarau auch ein Publikumsmagnet. Im Gerätezelt musste man sich frühzeitig einen Platz reservieren, um die Bodenübungen des TV Rüti verfolgen zu können. Die gute Atmosphäre beflügelte auch die 31 Turnerinnen und Turner bei ihrem variantenreichen Programm.

«Eigentlich wollte ich filmen. Doch als ich spürte, wie die Übungen die Zuschauer im Zelt begeisterten, hatte ich Tränen in den Augen. Und musste deshalb die Kamera weglegen», sagte Trainer Philipp Messerli. «Denn was will man mehr, als so eine Stimmung geniessen.»

Mit dem Resultat ist Messerli zufrieden, auch wenn der erhoffte Platz in den Top 10 nicht erreicht wurde. «Erneut der beste Zürcher Verein zu sein ist eine tolle Bestätigung», betonte er. Nicht zuletzt deshalb, weil die Differenz zwischen den einzelnen Vereinen gering war und auch rund 15 Prozent mehr Klubs am Start waren als bei der letzten Austragung.

Zwei Hundertstel entschieden

Siegerverein in der 1. Stärkeklasse und damit Turnfestsieger bei der 76. Austragung des ETF wurde etwas überraschend der TV Wangen SZ, der damit den STV Wettingen entthronte, den Sieger der letzten drei Feste. Wie bereits vor sechs Jahren hatte Wangen in den ersten beiden Wettkampfteilen mit Steinstossen/Pendelstafette und Schleuderball/Steinheben die Maximalnote 10 erreicht.

Auch im Kugelstossen schaffte der Herausforderer das Punktemaximum, sodass die Entscheidung um den Turnfestsieg in den abschliessenden Disziplinen Gymnastik Kleinfeld und Barren fallen musste. Aus Sicht der Schwyzer gelang die notwendige Steigerung in diesen Disziplinen gegenüber 2013, als am Schluss Rang 3 resultierte. Diesmal hatten die Wangener die Nase vorne, am Schluss entschieden zwei Hundertstel gegen Wettingen.

Neben der Leistung stehen an Turnfesten auch das Miteinander und die Vielseitigkeit im Vordergrund. Für die reine Leistung gibt es die Schweizer Meisterschaften. So setzten sich die Vereine das Ziel, mit allen Turnerinnen und Turner teilzunehmen, im Wissen, dass dies ihren Notendurchschnitt drücken könnte.

Der TV Bauma überraschte

2013 traten aus der Region nur Rüti, Egg und Effretikon in der 1. Stärkeklasse an. Dieses Mal waren es stattliche neun Klubs. Der «Einstand» als 38. von 113 Vereinen glückte vor allem dem TV Bauma, der vor sechs Jahren noch in der 3. Stärkeklasse angetreten war. Die höchste Note lieferten die Geräteturner an den Schaukelringen mit 9,68 und die Leichtathleten in der 80-m-Pendelstafette von 9,49.

Als grösster Zürcher Verein überhaupt nahm derweil der STV Wetzikon mit je 66 Turnerinnen und Turner im Schnitt pro Wettkampfteil teil. Darunter litt die eine oder andere Note, sodass ihr Notenspektrum von 9,56 (Barren) bis zu 4,54 (Pendelstaffette) reichte. Am Ende wurden die Wetziker 111. Für Präsident Dennis Mannhart ist damit das Ziel erfüllt. Einzig die Note in der Pendelstafette war für ihn überraschend tief: «Das ganze Projekt müssen wir in aller Ruhe analysieren», sagte er.

Am traditionellen Empfang der Vereine marschierten dann an die 180 Turnerinnen und Turner der Bahnhof- und Spitalstrasse entlang. Es ist ein weiteres Zeichen für den Erfolg der Wetziker Turner. (rer/sda)

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