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Mit diesen Ambitionen starten die Oberländer Kunstturner in Aarau

Eidgenössisches Turnfest

Mit diesen Ambitionen starten die Oberländer Kunstturner in Aarau

Das Eidgenössische Turnfest ist ein Fest des Breitensports - aber nicht nur: Am Samstag zeigt die Kunstturn-Elite ihr Können. Gemeldet sind auch mehrere Kaderathleten aus der Region.

Florian
Bolli
Donnerstag, 13. Juni 2019, 10:44 Uhr Eidgenössisches Turnfest

Am Eidgenössischen Turnfest in Aarau stehen am ersten Wochenende die Leistungssportler im Fokus. Am Samstag geht es für die Kunstturner um den Turnfestsieg und damit um die Nachfolge von Claudio Capelli und Giulia Steingruber, die 2013 in Biel triumphiert hatten.

In der höchsten Leistungsklasse P6 stehen mehrere Teilnehmer aus der Region am Start – mit ganz unterschiedlichen Perspektiven. Bei den Männern, wo in Aarau mit Ausnahme des verletzten Henji Mboyo das Männer-Nationalkader komplett am Start ist, ist das ETF etwa für den Rütner Moreno Kratter eine spezielle Angelegenheit – aber nicht der sportliche Saisonhöhepunkt. Aarau ist für den 21-Jährigen quasi die Hauptprobe für die European Games in Minsk (21. bis 30. Juni). Kratter vertritt dort zusammen mit Marco Pfyl die Schweizer Kunstturner.

Die EYOF-Qualifikation im Fokus

Der Wetziker Kay Schlatter ist mit seinen 17 Jahren einer der Jüngsten im P6. Erst seit letztem Jahr turnt das Mitglied des Junioren-Nationalkaders auf dieser Stufe. Für ihn geht es auch um die Qualifikation für das European Youth Olympic Festival, das im Juli in Baku (Aserbaidschan) stattfindet.

Ebenfalls am Start in Aarau ist Ian Raubal. Der Fällander gewann vor zehn Tagen an der Junioren-SM in Zuchwil den Meistertitel im Mehrkampf. Er freue sich darauf, am ETF im selben Feld wie seine Vorbilder zu turnen, sagte der 18-Jährige damals. EYOF-Qualifikationsdruck verspürt er keinen – dafür ist er um ein Jahr zu alt.

Siegenthalers zweiter Wettkampf nach dem EM-Frust

Bei den Frauen, wo die nach einem Kreuzbandriss noch immer rekonvaleszente Giulia Steingruber die grosse Abwesende ist, liegt der regionale Fokus auf der Bertschikerin Stefanie Siegenthaler. Die 21-jährige Nationalkader-Kunstturnerin gab Ende Mai am Züri Oberland Cup in Uster ihr Comeback, nachdem sie sich kurz vor den Europameisterschaften im April in Stettin am Ellbogen verletzt hatte und dadurch für die EM Forfait geben musste. Ob Siegenthaler das komplette Programm absolviert oder wie schon in Uster aus Sicherheitsgründen auf einzelne Geräte verzichtet, bleibt abzuwarten.

Sicher nicht am Start ist derweil mit Lynn Genhart (Wangen) die zweite Nationalkaderturnerin aus der Region. Die 17-Jährige ist nach einer Rückenverletzung noch nicht in den Wettkampfsport zurückgekehrt.

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