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Hüne Leuppi erneut nicht zu bezwingen

Pfannenstiel-Schwinget

Hüne Leuppi erneut nicht zu bezwingen

Der Winterthurer Samir Leuppi wurde am Pfannenstiel-Schwinget seiner Favoritenrolle gerecht. Die Oberländer Schwinger vermochten ebenso zu überzeugen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 31. Mai 2019, 09:14 Uhr Pfannenstiel-Schwinget
Mit Kurz und Nachdrücken aufs Kreuz gelegt: Samir Leuppi freut sich über den Sieg im Schlussgang gegen Reto Nötzli.
Foto: David Kündig

«Än Alass womer eifach gat.» So lautet die Antwort vieler der rund 1200 Zuschauer, die das schöne Wetter und die Schwingeratmosphäre auch in diesem Jahr wieder auf den Pfannenstiel lockte.  Andere beschreiben das Schwingfest als Treffpunkt mit vielen Bekannten und das Tüpfchen auf dem i. «Man kann dabei auch noch den starken Männer zuschauen», war der Tenor.

Dem Schwingklub Zürichsee rechtes Ufer unter der Leitung von Peter Salvisberg gelang es auch bei der 60. Austragung, den Besuchern einen hervorragenden Anlass zu bieten. Insgesamt 56 Schwinger aus 12 Verbänden massen sich auf den drei Sägemehlringen auf der Hochwacht. 

Samir Leuppi, der Sieger vom Zürcher Kantonalschwingfest in Fehraltorf, zeigte von Beginn an, dass er sich den Tagessieg zum Ziel gesetzt hatte. Der Winterthurer Hüne (1,94 m, 141 kg) stieg mit einem Plattwurf gegen Alex Schuler und einem Bodensieg gegen Michael Hess in den Tag. Den Dürntner Fabian Kindlimann konnte er aber nicht bezwingen, und der Kampf endete unentschieden.

Ein Rind als Siegerpreis

Anschliessend liess Leuppi aber nichts mehr anbrennen. Auch im Schlussgang gegen Reto Nötzli behielt er die Oberhand und legte den Schwyzer nach gut fünf Minuten mit Kurz und Nachdrücken aufs Kreuz. Sichtlich gerührt liess er sich nach 2017 zum zweiten Mal als Sieger feiern und durfte das Rind Caramel entgegennehmen.

«Unglaublich. Vor gut zwei Wochen durfte ich als Sieger vom Zürcher Kantonalschwingfest nach Hause und heute als Pfannenstiel-Sieger. Es läuft – ich freue mich auf die weiteren Wettkämpfe», sagte der 26-Jährige.

Dem Feldbacher Shane Dändliker, gelang ebenfalls ein fast perfekter Tag. Mit vier Siegen und zwei Unentschieden setzte er sich auf den Ehrenplatz.

Oberländer hart angefasst

Die Oberländer Schwinger wurden vom Einteilungsgericht zum Teil hart eingeteilt. Das beste Ergebnis verzeichnete Roman Schnurrenberger. Identisch wie Dändliker verbuchte der Sternenberger vier Siege und zwei Gestellte. «Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe starke Gegner bekommen und befinde mich trotzdem ganz vorne», sagte der 23-Jährige.

Fabian Kindlimann lief es nicht ganz wunschgemäss. Auch er blieb unbesiegt, musste aber drei Unentschieden in Kauf nehmen. «Besonders der letzte Kampf hätte ich gerne für mich entschieden, und darum bin ich nicht ganz zufrieden», meinte der Dürntner.

Der Dritte mit Auszeichnung war Neukranzer Tobias Schmidlin. Drei Siege und drei Niederlagen schmückten sein Palmarès. Besonders zu erwähnen ist sein sehr starkes Notenblatt. Der Hinwiler konnte somit seinen Kranz vor gut zwei Wochen mit Bravour bestätigen.

Etwas weniger Glück hatte sein Hinwiler Kollege Nicola Funk. Auch er bekam starke Gegner zugeteilt und verpasste mit je zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen die Auszeichnung um das berühmte «Vierteli».

Fazit: Schnurrenberger und Kindlimann zeigten, dass ihre Formkurve für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug stimmt. Und auch von Funk, Schmidlin und Nock dürfen weitere gute Resultate erwartet werden. (spo)

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