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So lockt Uster Spitzenturnerinnen an

Züri Oberland Cup

So lockt Uster Spitzenturnerinnen an

Eine grosse Teilnehmerzahl ist am Züri Oberland Cup in Uster nichts Ungewöhnliches. In diesem Jahr wird sie noch etwas grösser. Mit zwei neuen Kategorien will der Satus Uster mehr Spitzenturnerinnen anlocken.

Florian
Bolli
Freitag, 24. Mai 2019, 10:11 Uhr Züri Oberland Cup
Der ZO Cup wird heuer noch internationaler.
Archivfoto: Christian Merz

Es ist ein Anlass, der sich nicht stets selber neu erfinden muss. Über 500 Turnerinnen lockt der Züri Oberland Cup in Uster an – Jahr für Jahr. Und es könnten noch mehr sein – die Kategorien sind begrenzt, Wartelisten werden geführt. Und dennoch wird das Programm des Anlasses, der am Wochenende zum 24. Mal stattfindet, um zwei Kategorien ausgebaut.

«Wir haben gemerkt, dass die Besten in den letzten Jahren immer seltener kamen», sagt OK-Mitglied Pamela Brägger. Deshalb führten die Organisatoren die Kategorien FIG Senior und FIG Junior ein. Sie stehen auch wirklich nur den Besten offen: Wer teilnehmen will, muss in einem nationalen Kader sein und eine internationale Lizenz gelöst haben.

Mehr Aufwand für den Satus Uster

Für den Satus Uster bedeutete die Neuerung zwar etwas mehr Aufwand, weil die Geräte nun auch internationalen Vorgaben entsprechen müssen. Und sie benötigen eine Vielzahl von Helfern, um die ausländischen Teilnehmer abzuholen und in ihre Unterkünfte zu bringen.

Dafür wird der zuvor schon international besetzte Anlass nun noch internationaler – dieses Jahr nehmen Turnerinnen aus neun verschiedenen Ländern teil – und an der Spitze attraktiver: Zehn Starterinnen umfassen die beiden neuen Kategorien je, darunter auch mehrere Schweizer Kaderturnerinnen.

Oberländer Hoffnungsträgerinnen wollen den Tritt wieder finden

In der Kategorie FIG Senior sind es gleich sechs – wobei ausgerechnet hinter den Start der Bertschikerin Stefanie Siegenthaler ein Fragezeichen zu setzen ist. Das 21-jährige Nationalkadermitglied musste wegen einer Ellbogenverletzung für die EM im April Forfait geben. In Uster wurde sie nun zwar definitiv vom Verband angemeldet – ob sie effektiv starten kann, entscheidet sich aber erst kurz vor dem Wettkampf.

Eine Kategorie tiefer will auch eine andere Starterin aus der Region nach Verletzungsproblemen den Tritt wieder finden – und unbedingt vermeiden, was im Vorjahr passierte: Damals musste Aisha Demuth kurzfristig wegen einer Fussprellung auf einen Start verzichten. Die Fussverletzung erwies sich in der letzten Saison als hartnäckig, unterdessen ist Demuth aber genesen.

Konkurrenz dürfte ihr erwachsen von Alessia Gresser (TV Rüti), mit der sie am Regionalen Leistungszentrum (RLZ) in Rüti trainiert, vor allem aber von der Türkin Derin Tanriyasukur, die vor einem Jahr in Uster in der Kategorie Open gewann. «Wenn Demuth und Gresser konstant auf hohem Niveau turnen und ihr Potenzial abrufen, liegt für sie viel drin», sagt Brägger.

Die Hauptprobe für die SM

Nicht in einer der beiden neuen FIG-Klassen, sondern in der Kategorie «International» gehört Nadina Spiess zu den Favoritinnen. Die Gossauerin, die ebenfalls am RLZ in Rüti trainiert und im erweiterten Nationalkader steht, erhielt die internationale Lizenz für einen Start in den höchsten beiden Kategorien nicht rechtzeitig – offenbar, weil der bürokratische Prozess lange dauern kann. Auch Spiess war zuletzt lange verletzt, auch für sie geht es darum, wieder in den Wettkampfmodus zu finden.

Bei aller Internationalität: Turnerinnen aus der Region könnten also durchaus ein Wort an der Spitze mitreden – in den höchsten Kategorien, aber auch darunter. Auch der veranstaltende Satus Uster stellt neben Demuth weitere aussichtsreiche Kandidatinnen: Kim Bernhardsgrütter (P3) und Kea Walser (P2) gelten als Favoritinnen in ihren Kategorien. Für diese Klassen ist der ZO Cup zugleich die Hauptprobe für die Schweizer Meisterschaften, die Anfang Juni in Neuenburg stattfinden.

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