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Titelgewinn für Raubal

Fällander wird Kantonalmeister

Titelgewinn für Raubal

Der neue Zürcher Kantonalmeister in der höchsten Kategorie heisst Ian Raubal. Moreno Kratter lief es vor heimischem Publikum in Rüti nicht so gut wie erhofft.

Redaktion
Züriost
Montag, 13. Mai 2019, 13:59 Uhr Fällander wird Kantonalmeister

Toller Erfolg für Ian Raubal: Der bald 18-jährige Fällander sicherte sich an den Zürcher Kunstturnertagen in Rüti als Gesamtzweiter den Titel des Kantonalmeister in der höchsten Kategorie.

2018 war er in seinem ersten Jahr auf Stufe P6 bereits Neunter geworden. In den letzten Monaten nun hatte Raubal sein Programm ausgebaut. Er zeigte von Beginn an einen engagierten Wettkampf und musste sich letztlich einzig vom ehemaligen Nationalkaderturner Marco Walter (Schaffhausen) geschlagen geben. 

«Von der Platzierung her bin ich sehr zufrieden, punktemässig muss ich noch zulegen.»
Ian Raubal

Besonders glücklich zeigte sich der für den TV Opfikon-Glattbrugg startende Raubal  über seine Übungen am Boden, Pferd und Reck. Am Reck sicherte er sich sogar die Höchstnote des Tages.

Doch Raubal kam wie viele andere Athleten nicht sturzfrei durchs Programm. Allerdings hätte er auch ohne Patzer am Barren Tagessieger Marco Walter nicht gefährlich werden können – zu gross war der Punkteunterschied. 
 

Moreno Kratter hatte sich mehr erhofft als den 5. Rang. (Foto: Christian Merz)

«Von der Platzierung her bin ich sehr zufrieden, punktemässig muss ich noch zulegen», sagte Raubal hernach. Als nächstes hat er die Junioren-SM im Visier, an denen er letztmalig teilnehmen kann. Dass er zum engsten Favoritenkreis gehört, demonstrierte er in Rüti.

Sturz wird zum Verhängnis

Moreno Kratter war derweil enttäuscht über seinen 5. Rang. In Abwesenheit von gewichtigen Mitfavoriten aus dem Schweizerischen Nationalkader hatte sich der Turner vom TV Rüti grosse Hoffnungen auf einen Podestplatz und den Kantonalmeister-Titel machen können.

«Ich fühlte mich noch nicht sicher.»
Moreno Kratter

Doch ein verhaltener Start am Boden und ein Sturz am Barren machten dem Mitglied des Nationalkaders einen Strich durch die Rechnung. 

Nach einer kurzen Pause trainiert Kratter erst seit Ende April wieder intensiv. «Ich fühlte mich noch nicht sicher», erklärt der Oberländer seinen Sturz am Barren – ausgerechnet bei einem Element, das er sonst im Schlaf ausführen könne.

Für das alle sechs Jahre stattfindende Eidgenössische Turnfest und die European Games in Weissrussland im Juni hat er sich viel vorgenommen. «Die Bodenübung muss ich noch sauberer turnen, und Flüchtigkeitsfehler wie am Barren liegen nicht mehr drin.» 
 

Kay Schlatter sicherte sich in Rüti eine Auszeichnung. (Foto: Christian Merz)

Beim letzten Gerät, dem Reck, merkte man dem 21-Jährigen aber keinerlei Unsicherheit an. Mit der schwierigsten Reckübung des Tages verzauberte Kratter, der 2016 an diesem Gerät Vize-Junioren Europameister geworden war, das turnsportbegeisterte Publikum in Rüti.

Mit dem guten 16. Rang sicherte sich auch der Wetziker Juniorenkader-Turner Kay Schlatter eine der begehrten Auszeichnungen.

Ein reines Rütner Podest

Ebenfalls eine Auszeichnung erturnten sich Noah Griesser und Lewin Doll vom TV Rüti. Beide belegten den siebten Platz: Griesser im P5 und Doll im P1. 

Zu wahren Publikumslieblingen avancierten die drei jüngsten Talente des TV Rüti, Leano Frangao, Glen Müller und Vincent Brombacher. Auf Stufe EP machten sie das Podest im 53-köpfigen Teilnehmerfeld gleich unter sich aus. (Christa Thoma)

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