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Zehn Fakten übers Osterrennen zum Angeben

Pferderennen Fehraltorf

Zehn Fakten übers Osterrennen zum Angeben

Am Sonntag findet der erste Renntag der Osterrennen Fehraltorf auf der Barmatt statt. Dazu zehn interessante Fakten – von A wie Anfänge bis W wie Wetten.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 11. April 2019, 08:42 Uhr Pferderennen Fehraltorf

1. Anfänge

Am Ostermontag, dem 2. April 1934, organisierte der Reitverein vom Kempttal zum ersten Mal Rennen (und Springprüfungen) im Brand, einem Areal zwischen Fehraltorf und Illnau. Das war die Geburtsstunde der Osterrennen Fehraltorf.

 

2. Bahn

Die Bahn auf der Barmatt hat eine Länge von rund 1100 Meter. Typisch für den Linkskurs sind die relativ engen Kurven.

 

3. Barmatt

Seit 1943 ist die Barmatt gegenüber dem Bahnhof Fehraltorf Austragungsort der Osterrennen. Nicht mehr wegzudenken sind seit damals die gedeckte Tribüne und der Wett-Totalisator.

 

4. Pferde

Hier gilt es zwischen den zwei Disziplinen zu unterscheiden. Bei den Trabern handelt es sich um Halbblutpferde, die historisch auf die russischen Orlov-Traber, das amerikanische Standardbred und den Trotteur Français zurückgehen. Die heute in der Schweiz aktiven Traber sind eine Mischung aus französischen und amerikanischen Blutlinien.

Bei den Galoppern handelt es sich mit wenigen Ausnahmen, die vor allem in Hindernisrennen zum Einsatz kommen, um Pferde der Rasse englisches Vollblut. Diese wurde vor rund 300 Jahren in England speziell für den Rennsport gezüchtet und basiert auf drei importierten arabischen Hengsten und rund dreissig englischen Stuten.

 

5. Publikum

Ist das Wetter am Ostermontag einigermassen schön, säumen jeweils rund 10’000 Menschen die Bahn.

 

6. Reitverein

Hinter der Veranstaltung steht kein kommerzielles Unternehmen, sondern eine Milizorganisation. Verantwortlich für die Durchführung der Osterrennen ist der 1917 gegründete Reitverein vom Kempttal. Jahr für Jahr sorgt er dafür, dass aus der Barmatt-Wiese eine Rennbahn wird. Dabei stehen jeweils an den Samstagen vor den Rennen gegen 60 freiwillige Helfer im Einsatz. Etwaige Gewinne werden in die Infrastruktur investiert und fliessen in die Juniorenarbeit des Vereins.

 

7. Rennen

In den letzten Jahren umfasst das offizielle Programm der zwei Fehraltorfer Veranstaltungstage jeweils acht offizielle Wett-Rennen, die sich je zur Hälfte an Galopper und Traber richten. Während die Trabrennen eine einheitliche Länge von 2425 Metern aufweisen, führen die Flachprüfungen der Galopper über 2000 oder 2500 Meter, das Hürdenrennen über 3200 Meter.

 

8. Rennsport in der Schweiz

Feste Rennbahnen gibt es in Aarau, Dielsdorf, Frauenfeld und Avenches, dem mit Abstand grössten Veranstalter der Schweiz. Neben Fehraltorf wird auch in Maienfeld, Saignelégier und auf den gefrorenen Seen von Arosa und St. Moritz einmal im Jahr für kurze Zeit eine Rennstrecke bereitgestellt.

 

9. Wetten

Wetten ist das Salz in der Suppe. Hat man auf ein Pferd auch nur den Minimaleinsatz von zwei Franken gesetzt, erlebt man das Rennen viel intensiver. In der Schweiz gibt es grundsätzlich vier verschiedene Wettarten. Sieg und Platz sind die beiden einfachen Wetten. Spielt man ein Pferd auf Sieg, gewinnt man, wenn das gewettete Pferd als Erstes ins Ziel kommt. Bei der Platzwette muss das ausgewählte Pferd lediglich auf einem der drei ersten Plätze einlaufen, sofern mindestens acht Pferde am Rennen teilnehmen.

Die höchsten Quoten versprechen die Kombinationswetten, bei denen es die ersten zwei oder drei Pferde zu treffen gilt.

 

10. Wetter

Die Rennen finden bei jedem Wetter statt. In seltenen Fällen mussten die Rennen aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, weil Schnee auf der Barmatt lag. Zuletzt war dies 2013 der Fall. (Willi Bär)

 

Sonntag, 14. April
13.00 Uhr: Flachrennen, 2500 m
13.30 Uhr: Trabrennen, 2425 m
14.00 Uhr: Flachrennen, 2500 m
14.15 Uhr: Pony, Trabfahren
14.45 Uhr: Trabrennen, 2400 m
15.15 Uhr: Flachrennen, 2000 m
15.30 Uhr: Pony, Trabfahren
16.00 Uhr: Trabrennen, 2425 m
16.30 Uhr: Hürdenrennen, 3200 m
17.00 Uhr: Trabrennen, 2425 m

Ostemontag, 22. April
12.00 Uhr: Ponyrennen Galopp
13.00 Uhr: Trabrennen, 2425 m
13.30 Uhr: Flachrennen, 2000 m
14.00 Uhr: Trabrennen, 2425 m
14.45 Uhr: Flachrennen, 2500 m
15.15 Uhr: Trabrennen, 2425 m
15.30 Uhr: Ponyrennen Galopp
16.00 Uhr: Flachrennen, 2500 m
16.30 Uhr: Trabrennen, 2425 m
17.00 Uhr: Hürdenrennen, 3200 m

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