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Uster leistete harte Gegenwehr

UHCU vor dem Saisonaus

Uster leistete harte Gegenwehr

Eine 4:6-Niederlage und ein 0:3-Rückstand in der Serie − trotzdem konnte der UHC Uster am erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Der NLA-Klubs forderte Wiler-Ersigen beinahe bis zum Ende.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 10. März 2019, 18:22 Uhr UHCU vor dem Saisonaus
Wiler-Ersigens Claudio Mutter war schon beim Auswärtsspiel in Uster erfolgreich.
Foto: David Kündig

Da für den wieder genesenen Nicola Heierli an dessen Stelle Kaapo Savinainen im Krankenbett Platz genommen hatte sowie Romano Schubiger und Niko Juhola sich nach dem letzten Spiel zu Tobias Ledergerber in die Verletztenliste hatten eintragen müssen, sah sich der UHC Uster bei der 4:6-Niederlage im dritten Playoff-Viertelfinalspiel in der Zuchwiler SZZ-Sporthalle zu einigen Umstellungen gezwungen.

Am auffälligsten äusserte sich das in der dritten Linie, wo der junge Verteidiger Marco Hurni als Center agierte und die Ustermer als Folge mit nur fünf Defensivkräften aufliefen, die unter sich rotierende Verteidigerpaare bildeten.

Schnörkellos und körperbetont

Wie sollte man unter diesen Umständen dem grossen Favoriten Wiler-Ersigen Paroli bieten? Die Antwort: mit schnörkellosem und körberbetontem Spiel, sprich ehrlicher und harter Arbeit, ohne überflüssigen und risikoreichen Schnickschnack.

Das funktionierte im ersten Spielabschnitt auch ziemlich gut. Zwar verbuchten die Emmentaler die gefährlicheren Chancen: In der fünften Minute parierte Keeper David Holenstein spektakulär ein Geschoss von Matthias Hofbauer, und eine Zeigerumdrehung später flitzte der Ball von Absender Marco Louis nur knapp über die Querlatte.

Das Tor jedoch erzielten die Gäste, die dabei von einem mangelhaften Ballhandling eines in der Vorwärtsbewegung befindlichen Wileners profitierten; Torschütze Simon Suter wars sichtlich egal.

Start nach Mass ins Mitteldrittel

Nach nur 18 Sekunden im Mitteldrittel erschien auf der Anzeige gar eine 2:0-Führung, da die Wiler-Defensive Florian Bolliger bei dessem Abschluss nach Zuspiel von Joel Kanebjörk nur zugeschaut hatte.

In der Folge erhöhten die Emmentaler jedoch die Kadenz in ihrem Spiel und damit den Druck auf Holensteins Gehäuse. Innert dreieinhalb Minuten war Marco Louis für einen ausgeglichenen Spielstand besorgt; dazwischen hatten die Ustermer eine zweiminütige Unterzahl ohne Gegentor überstanden.

Die Gefahrenskala vor dem Gästetor blieb weiterhin hoch: Daniel Johnsson verpasste den Führungstreffer bei einem Konter knapp und auch Marco Rentsch sündigte im Abschluss. Trotzdem klingelte es im Gehäuse hinter Holenstein vor der zweiten Pause noch ein drittes Mal, nachdem Hofbauer seinen Mitspieler Miro Lehtinen mit einem genialen Zuspiel bedient hatte.

Auf die beiden Emmentaler Tore in der Startphase des letzten Spielabschnitts vermochten die Ustermer 32 Sekunden respektive 188 Sekunden später zu reagieren. In beiden Fällen hatte dabei Raphael Berweger die Hände im Spiel.

Beim 3:4-Abschlusstreffer bediente er von hinter dem gegnerischen Gehäuse den heranlaufenden Fabian Steiger und beim vierten Zürcher Tor lenkte er ein Zuspiel Kanebjörks gekonnt ins Netz. Die grosse Chance zum Ausgleich bot sich den Ustermern, als Wilers Andrin Hollenstein nach einem Ausrutscher wegen Bodenspiels auf die Strafbank geschickt wurde.

Trotz Überzahl keinen Torschuss

Die Gäste brachten in den zwei Minuten Überzahl jedoch keinen einzigen Torschuss zustande, primär weil die Wilener durch geschickte Spielweise mehrheitlich in Ballbesitz waren. Für Spielentscheidung und Schlussresultat war dann in der 57. Minute Claudio Mutter besorgt, der eine eigentlich durch Rentsch versemmelte Chance doch noch im Tor unterbrachte.

Daraufhin überliess übrigens Uster-Keeper Holenstein, der nur wenige Minuten zuvor nach einem Rencontre mit Louis kurz hatte gepflegt werden müssen, seinen Platz Ersatzgoalie Nicola Brütsch. Trotz weiterer guter Chancen, eröffnet durch die nun völlig aufgelöste Defensive der Ustermer, brachten die Emmentaler keinen Treffer mehr zustande.

Raphael Berweger sprach nach dem Spiel von einem grundsätzlich guten Auftritt seines Teams, wobei letztlich Details über Sieg und Niederlage entschieden hätten. «Ab und an passte die Zuteilung nicht ganz, und Wiler-Ersigen nutzt solche Sachen halt aus.»

Für das kommende Heimspiel am Freitagabend gelte es, den Stand in der Serie auszublenden. «Wir müssen uns voll und ganz darauf fokussieren, die nächste Partie zu gewinnen. Spiel zwei und drei waren wirklich knapp; wenn wir uns noch etwas geschickter anstellen und über 60 Minuten Konstanz aufbringen, können wir diesen Gegner bezwingen.» (uhcu)

Wiler-Ersigen - Uster 6:4 (0:1, 3:1, 3:2). – 397 Zuschauer: . – SR: Bühler/Bühler. – Tore: 16. Suter (Stäubli) 0:1. 21. Bolliger (Kanebjörk) 0:2. 24. Louis (Alder) 1:2. 32. Louis (Bürki) 2:2. 38. Lehtinen (Hofbauer) 3:2. 42. (41:53) Väänänen (C. Mutter) 4:2. 43. (42:15) Steiger (Berweger) 4:3. 45. Lehtinen (Hollenstein) 5:3. 48: Berweger (Kanebjörk) 5:4. 57. C. Mutter (Rentsch) 6:4. – Strafen: 2x2 gegen Wiler-Ersigen, 1x2 gegen Uster. – Uster: Holenstein; Bolliger, Steiger; Heierli, Klauenbösch; Gallati; Kanebjörk, Berweger, Suter; Nideröst, Urner, Stäubli; Hurni, Kellermüller, Büsser; Brütsch, Schläpfer, Ernst, Zimmermann. – Bemerkungen: 57. Brütsch ersetzt Holenstein im Ustermer Tor. Uster ohne Ledergerber, Schubiger, Juhola (alle verletzt) und Savinainen (krank).

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