×

Pfannenstiel mit wundersamer Wende

NLB-Team wendet Playouts-Partie

Pfannenstiel mit wundersamer Wende

Der UHC Pfannenstiel gewinnt das zweite Playout-Spiel gegen Sarganserland 4:3 nach Verlängerung. Damit steht es in der Best-of-5-Serie 1:1.

Redaktion
Züriost
Samstag, 09. März 2019, 11:53 Uhr NLB-Team wendet Playouts-Partie
Die Spieler des UHC Pfannenstiel schwören sich vor voller Kulisse ein.
Foto: PD

Das Oberländer NLB-Team schaffte die grosse Wende innerhalb von 46 Sekunden und rettete sich in die Verlängerung, wo Luchsinger bei seinem Comeback mit seinem Tor die Kirchwies zum Beben brachte.

Alles war angerichtet für ein wunderbares 20 Jahre UHC-Pfannenstiel-Jubiläumsspiel – spezielle einmalige Trikots, Einlaufkindern, viele Zuschauer und eine super Stimmung.

Der Start gelang Pfannenstiel nahezu perfekt, bereits nach knapp zwei Minuten liess Würmli die heimischen Fans mit einem Ablenker vor dem Tor in Jubel ausbrechen. Die Sarganser monierten zwar noch Fussball, doch die Schiedsrichter anerkannten das Tor korrekterweise.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel, bei dem sich beide Teams auf eine stabile Defensive fokussierten. So waren gute Chancen eher die Seltenheit. So ging es nach 20 Minuten mit einer 1:0-Führung für das Heimteam in die Katakomben.

Aggressiver und konsequenter

Nach der Pause kam Sarganserland wie schon in der Vorwoche aggressiver und konsequenter aus der Garderobe. In der 28. Minute konnten sie durch Blumenthal den 1:1-Ausgleich erzielen.

Nach einem Gegenstoss bezwang er Torhüter Studer flach in der nahen Ecke. Pfannenstiel begann nun mit sich selber zu hadern, denn es konnte einfach nicht die gewünschte Leistung abgerufen werden. In der 32. Minute brachte Fehr Sarganserland im Powerplay 2:1 in Führung und wieder nur zwei Minuten später war es erneut Blumenthal, der einen 3:2-Konter erfolgreich zur 3:1-Gästeführung abschloss. Dieses Resultat hatte dann auch nach 40 Minuten bestand und Pfannenstiel war gefordert, wollte es Sarganserland nicht das Break zugestehen.

Wie blockiert

Nach wie vor waren aber die St. Galler das stärkere Team, gewannen viele Zweikämpfe und 50:50-Bälle, das Heimteam war wie blockiert, obwohl Trainer Werner versuchte neue Kräfte zu bringen und die Linienkonstellationen zu ändern. So zerrann die Zeit und «Pfanni» musste etwas versuchen. Bereits nach 56:08 Minuten zog das Heimteam sein Time-Out ein und setzte von nun an auf 6 Feldspieler.

Anfänglich hatte Sargans die besseren Chancen, doch die Zürcher kamen um ein Gegentor herum. Nach 58:57 passte Scharfenberger auf Stauffer, der im Slot den gegnerischen Hüter Mattle zum 2:3-Anschlusstreffer bezwang. Es ging für alle in der Halle spürbar ein Ruck durch das Team und Pfanni war gewillt das unmöglich scheinende noch zu schaffen.

In die Verlängerung gerettet

Als Luchsinger nach einem Querpass 17 Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich erzielte kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Das Spiel war aber noch nicht vorbei und die Verlängerung musste über Sieger und Verlierer entscheiden.

Die Overtime war ausgeglichen mit Chancen hüben und drüben, aber für den Lucky Punch sorgte in der 66. Minute erneut Luchsinger. Nach einem Pass von Scharfenberger versenkte er den Ball aus extrem spitzem Winkel zum 4:3-Siegestor für die Einheimischen.

Was für ein Spiel, was für eine Spannung, was für eine Wende und der Ausgleich zum 1:1 in der Serie.

«Wir müssen diesen Willen über das ganze Spiel abrufen können, sonst reicht es nicht.»
Pfannenstiel-Trainer Marc Werner

Trainer Marc Werner hab aber nach dem Spiel den Mahnfinger und stellte klar: «Wir haben unglaubliche Moral bewiesen, doch wir müssen diesen Willen und diese Intensität über das ganze Spiel abrufen können, sonst reicht es gegen so einen starken Gegner wie Sarganserland nicht.».

Doppeltorschütze Luchsinger fasste es so zusammen: «Pfanni hat einmal mehr bewiesen, was purer Glaube und Wille auslösen kann. Die Fans haben dem Team nochmals einen extra Motivationsschub verpasst.»

Nun steht es 1:1 in der Serie und am Sonntag ist Pfannenstiel um 20 Uhr auswärts in Sargans wiedergefordert. (cma)

Kommentar schreiben

Kommentar senden