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Uster rüttelt umsonst am Favoriten

Playoff-Viertelfinals in der NLA

Uster rüttelt umsonst am Favoriten

Zumindest im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie war es zwar eng, dennoch liegt der UHC Uster in den Playoffs gegen den grossen Favoriten Wiler-Ersigen nach zwei Niederlagen innerhalb von 24 Stunden wie erwartet 0:2 im Hintertreffen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 03. März 2019, 22:29 Uhr Playoff-Viertelfinals in der NLA
Usters Florian Nideröst (Mitte) scheitert mit seinem Abschluss.
Foto: Christian Merz

Der UHC Uster hat innerhalb von 24 Stunden gegen den SV Wiler-Ersigen zweimal den Kürzeren gezogen. Nach dem 4:9 zum Auftakt der NLA-Playoff-Viertelfinals am Samstag unterlag Uster tags darauf erneut.

Bei der 3:5-Niederlage forderten die Ustermer im Buchholz den Favoriten aus dem Emmental jedoch weitaus mehr als im ersten Duell, in dem vor allem das wilde erste Drittel (4:4) mit acht Toren für Aufsehen gesorgt hatte.

«Gegenüber dem ersten Spiel haben wir es heute geschafft, den Level über die gesamten 60 Minuten höher zu halten. Wir haben disziplinierter gespielt und sind vor allem in der Defensive besser aufgetreten, hatten allerdings den einen oder anderen Aussetzer mehr als Wiler-Ersigen, das halt noch etwas konstanter war als wir», resümierte Usters Captain Joel Kanebjörk.

Defensiv seriöser

Es war offensichtlich, dass die Trainer beider Teams im Nachgang zur Startpartie einige Worte zur Defensivleistung hatten fallen lassen.

Zwar liessen Ustermer wie auch Berner am Sonntag keineswegs den Zug aufs gegnerische Tor vermissen, der defensiven Absicherung wurde jedoch beidseits ein etwas höherer Stellenwert eingeräumt. In zwei Fällen waren die diesbezüglichen Bemühungen im ersten Abschnitt jedoch vergebens.

Ein erstes Mal in Minute zehn, als Marco Rentsch zuviel Zeit gelassen wurde, sodass er sich den Ball zurecht legen und an Uster-Keeper David Holenstein vorbei ins rechte hohe Eck spedieren konnte. Ein zweites Mal in der 18. Minute, als Kaapo Savinainen auf der linken Seite nach vorne stürmte und Timon Stäubli den Querpass direkt zum Ausgleich in die Maschen versenkte.

Usters Topskorer Simon Suter (rechts) prüft Wiler-Goalie Christoph Reich. (Foto: Christian Merz)

Auch nach dem Mitteldrittel stand es noch immer unentschieden – nun 3:3. Für die Ustermer hatten Romano Schubiger per Abstauber sowie Timon Säubli getroffen, der einen Querpass von Raphael Berweger verwertete.

Nur wenige Sekunden später wanderte Remo Gallati wegen Stockschlags aber auf die Strafbank und die Emmentaler taten das, was sie bereits im ersten Spiel in 75 Prozent dieser Fälle getan hatten – sie nutzten die Überzahl zu einem weiteren Tor, in diesem Fall durch Verteidiger Nicola Bischofberger zum 3:3.

Kanebjörk bleibt Optimist

In der ersten Hälfte des Schlussabschnitts hatten beide Seiten ihre Chancen, doch liessen Nideröst, Kanebjörk und Sandro Kellermüller ihre Chancen ebenso ungenützt wie die Gäste ein weiteres Überzahlspiel.

«Man hat gesehen, dass wir auch diesen Gegner fordern, ihm wehtun können.»
Usters Captain Joel Kanebjörk

In der 52. Minute jedoch zog Marco Louis trocken ab und brachte die Gäste in Front. 80 Sekunden vor Schluss nutzte Claudio Mutter dann die forcierte Offensive der Ustermer zum fünften Treffer von Wiler-Ersigen aus. 

Trotz der erneuten Niederlage bleibt Joel Kanebjörk optimistisch. «Man hat gesehen, dass wir auch diesen Gegner fordern, ihm wehtun können», sagte der Schwede. «Bedingung ist, dass wir unseren Gameplan voll durchziehen. Gegen Wiler benötigt man vier oder fünf Tore, um die Chance auf einen Sieg zu haben. Das heisst, dass wir unsere Abschlussgelegenheiten konsequenter nutzen müssen.» (Philipp Wyss)

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