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Gossau muss mit Silber Vorlieb nehmen

4:9-Niederlage im Ligacup-Final

Gossau muss mit Silber Vorlieb nehmen

Der Traum vom dritten Ligacup-Titel ist für die Frauen des UHCevi Gossau geplatzt. Sie unterlagen am Cupfinaltag im Kleinfeld-Endspiel dem UHT Semsales 4:9.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 24. Februar 2019, 18:54 Uhr 4:9-Niederlage im Ligacup-Final

Die Überschrift auf der eigenen Vereinswebsite bringt es auf den Punkt. «Grosszügiger als der Weihnachtsmann.» Genau so trat der UHCevi Gossau im Ligacup-Final gegen den UHT Semsales auf. Die Oberländerinnen verteilten vor fast 900 Zuschauern in Bern schlicht zu viele Geschenke, um sich ihren dritten Cupsieg holen zu können. 

4:9 verlor das in der Wankdorf-Halle von Lukas Leimbacher gecoachte Gossau das Duell der zwei Erstliga-Kleinfeldteams, wobei es fast zwei Drittel lang dauerte, ehe die Oberländerinnen erstmals trafen.

«Es braucht einen Moment, das zu verdauen.»
Gossau-Spielerin Andrea Eglauf

Für die konzentriert und clever auftretenden Freiburgerinnen war es die Titelpremiere. Semsales schrieb gleich doppelt Geschichte. Erstmals überhaupt feierte ein welsches Team einen Cupsieg. 

Das Lächeln kehrt zurück

Während sich die Spielerinnen von Semsales zum Zeichen ihres Triumphes danach weisse Sonnenbrillen aufsetzten und ausgelassen feierten, mussten die Gossauerinnen nur wenige Meter daneben ihre Enttäuschung verarbeiten.

«Es braucht einen Moment, das zu verdauen», sagte Andrea Eglauf, die beste Gossauerin im Final. 

Wirklich Trübsal blasen wollte man auf Seite der Oberländerinnen allerdings nicht. Auf dem Teamfoto, das einige Minuten nach der Übergabe der Silbermedaillen aufgenommen worden war, sind denn auch schon zahlreiche lächelnde Spielerinnen zu entdecken.

«Letztlich sind wir glücklich, dass wir hier spielen durften», rückte Eglauf die Dinge ins richtige Licht. «Das hätten wir vor der Saison nicht gedacht.»   

Irre Wende im Hinterkopf

Gossau brachte sich im Kampf um den Sieg schon früh selber in die Bredouille. Nach zwei groben Abwehrschnitzern kurz hintereinander gerieten die erstaunlich passiven Oberländerinnen in der 12. Minute 0:2 in Rückstand. 

Cup 2019, UHCevi Gossau
Den Titel verpasst, Silber gewonnen: Die Gossauerinnen kurz nach dem Ligacup-Final. Foto: Michael Peter

Sie seien wohl doch etwas zu nervös gewesen, mutmasste Eglauf hinterher. Besserung war lange Zeit keine in Sicht. Erst gegen Ende des Mitteldrittels wurde Gossau aufsässiger und störte den Gegner nun deutlich früher. Immer wieder ersetzte Cevi nun seine Torhüterin durch eine vierte Feldspielerin, um den Druck zu erhöhen.

Das war aber auch bitter nötig, lagen die zuvor zu wenig konsequent verteidigenden Oberländerinnen zur Spielhälfte doch schon 0:6 im Rückstand. 

Semsales nimmt die Geschenke gerne an

Dank zwei Toren von Eglauf verkürzte Gossau bis zur 43. Minute auf 2:6. Die Hoffnung war damit zurück – vier Tore Rückstand sind auf dem Kleinfeld eine Hypothek, die man in einer Viertelstunde abtragen kann.

Man denke da nur an den letzten Cupsieg der Gossauer Männer 2017, der zustande kam, nachdem sie in der 60. Minute innerhalb von 22 Sekunden noch einen Dreitore-Rückstand wettgemacht hatten.

Eine solch irre Wende aber gelang den Cevi-Frauen nicht. Auch weil sie weiterhin in Geberlaune waren. Das 2:7 war ein Eigentor, das 4:8 fiel ins leere Tor – nach einem haarsträubenden Fehlpass auf die lauernde Freiburgerin. Semsales nahm all die Geschenke dankend an. (ome)  

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