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Eine neue Titelchance für den UHCevi Gossau

Vor dem Unihockey-Cupfinal

Eine neue Titelchance für den UHCevi Gossau

Die Erstliga-Frauen des UHCevi Gossau stehen am Samstag erstmals nach drei Jahren wieder im Kleinfeld-Cupfinal in Bern. An den Finalgegner UHT Semsales haben sie gute Erinnerungen.

David
Schweizer
Donnerstag, 21. Februar 2019, 16:00 Uhr Vor dem Unihockey-Cupfinal

Nein, von einer möglichen Favoritenrolle will Sereina Weber mit Blick auf den Cupfinal vom Samstag gegen den UHT Semsales nichts wissen. «Wir sind einfach froh wieder nach Bern reisen zu dürfen», betont sie eher zurückhaltend. Dabei gehört die 27-Jährige zu den arrivierten Akteurinnen im Erstliga-Team des UHCevi Gossau – mit einem beachtlichen Palmarès von fünf Meistertiteln und zwei Cupsiegen auf dem Kleinfeld.

Und doch ist für sie in dieser Meisterschaft einiges anders. Weber wirkt nämlich nicht mehr als Torhüterin sondern im Angriff. «Vieles war für mich neu. Und natürlich gab einige Dinge zu lernen», sagt sie.

Triumph über den alten Rivalen

Trotz des Rollenwechsels von Weber müssen sich die Oberländerinnen allerdings keine Sorgen auf der Goalieposition machen. Dies bewies die nicht weniger erfahrene Nadja Seitz (31) mit einigen starken Paraden insbesondere im dramatischen Halbfinal gegen Oekingen. 7:6 konnten die Solothurnerinnen schliesslich niedergerungen werden.

Die Erleichterung in den Reihen des UHCevi Gossau dürfte gross gewesen sein. Denn in den letzten drei Saisons stolperte er in der Meisterschaft im Halbfinal (2016, 2017) oder Final (2018) stets über den alten Rivalen.

Sowieso ist die Finalqualifikation für die Gossauer Frauen auch die Chance einer längeren Durststrecke ein Ende zu setzen. Seit den erfolgreichen Jahren zwischen 2011 und 2015 mit fünf Meisterschaften und zwei Pokal-Triumphen blieben sie ohne Titel.

Bei der letzten Cupfinal-Qualifikation vor drei Jahren war zwar für einmal nicht Oekingen das Schreckensgespenst, doch erwies sich March-Höfe Altendorf an diesem Tag in der Wankdorf-Halle als das hungrigere Team.

Cupfinalist UHCevi Gossau

Ein weiterer Cupfinalist stellt sich vor: UHCevi Gossau. Am 23. Februar wollen die Zürcherinnen gegen UHT Semsales den 3. Cuptitel 🏆 auf dem Kleinfeld holen. #floorball #unihockey #cupfinals2019

Gepostet von swiss unihockey am Donnerstag, 31. Januar 2019

Hungrig ist bestimmt auch der nächste Cupfinal-Gegner Semsales, für den es die allererste Finalteilnahme überhaupt ist. Die als kampfstark und schnell geltenden Fribourgerinnen etablierten sich in den letzten Jahren als klare Nummer eins in der Romandie.

Auf dem Weg ins Endspiel überraschten sie Gruppenleader Berner Oberland und Playoff-Aspirant Rüttenen.

Eine bisher durchzogene Saison

Für die Frauen des UHCevi Gossau spricht derweil der grosse Erfahrungsschatz im Team, aber auch die Erinnerung an den Playoff-Final von 2015, als sie ausgerechnet gegen Semsales, den bisher letzten Titel mit 2:1-Siegen erringen konnten.

Die Oberländerinnen blicken bisher auf eine eher durchwachsene Meisterschaft zurück. Immer wieder liessen sie Federn und müssen sich daher in der Qualifikation mit Platz 2 begnügen. Neo-Stürmerin Weber ist dennoch zuversichtlich. «Just auf den Final hin sind alle fit», sagt sie.

Wie immer in den letzten Jahren geht es am Samstag in der Wankdorf-Halle bereits früh los. Das Kleinfeld-Final der Frauen wird erneut den grossen Finaltag der Unihockey-Familie um 9.15 Uhr eröffnen. Für den UHCevi Gossau geht die Reise nach Bern deshalb schon um 5.30 Uhr mit mehreren Kleinbussen los. «Gold würde uns schon etwas stolz machen», sagt Weber.

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