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Pfannenstiel nutzt Unsicherheiten eiskalt aus

Erfolgserlebnis für NLB-Team

Pfannenstiel nutzt Unsicherheiten eiskalt aus

Der UHC Pfannenstiel gewinnt das zweitletzte Spiel der NLB-Qualifikation auswärts gegen Sarganserland souverän und vielleicht etwas zu hoch 7:2.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 10. Februar 2019, 12:10 Uhr Erfolgserlebnis für NLB-Team
Pfannenstiels Jean-Luc Klöti umkurvt einen Spieler des UHC Sarganersland.
Foto: zvg

Pfannenstiels Marco Carigiet ordnete den 7:2-Erfolg beim UHC Sarganserland richtig ein: «Ein wichtiger Sieg für die Moral im Hinblick auf die Playoffs» und Doppeltorschütze Marco Würmli fügte an: «Wir konnten die Unsicherheiten von Sarganserland ausnutzten. Wir sind uns aber bewusst, dass wir im Hinblick auf die Playouts nochmals einen Schritt nach vorne machen müssen. Die drei Punkte tun aber definitiv gut.»

«Die drei Punkte tun definitiv gut.»

Marco Würmli, UHC Pfannenstiel

Sarganserland startete unter dem neuen Trainer Arto Riihimäki offensiv und engagiert, doch der UHC Pfannenstiel spielte geduldig in der Defensive und wartete auf seine Chancen. Eine solche sollte Stauffer bereits nach 128 Sekunden verwerten.

Nervöses Sarganserland

Mit etwas Glück spedierte er den Ball am Sarganser-Hüter vorbei ins Tor. In der Folge gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Der UHC Sarganserland wirkte nervös, dies wohl dadurch bedingt, dass sie den Sieg unbedingt brauchten um die Playoff-Hoffnungen aufrecht zu erhalten.

Pfannenstiel interessierte diese Tatsache nur mässig und so erhöhten die Gäste in der 14. Spielminute erneut durch Stauffer auf 2:0. Die millimetergenaue Vorlage quer über das Spielfeld kam von Verteidiger Weber.

Kurz vor der Pause war es dann noch Hafner, der nach einem abgefangenen Ball den Sarganser Hüter eiskalt aussteigen liess und flach versenkte. Mit einem 3:0 für den UHC Pfannenstiel ging es in die Pause. Es war kein hochstehendes Spiel, doch der NLB-Tabellenvorletzte zeigte sich für einmal eiskalt.

Etwas zurückgeschaltet

Im zweiten Drittel spielten die Einheimischen konsequenter, doch wirklich Druck aufs «Pfanni»-Gehäuse konnten sie nur selten erzeugen. Pfannenstiel seinerseits schaltete nun auch den ein oder anderen Gang zurück – die Präzision und auch die Intensität nahmen in diesem Mitteldrittel etwas ab.

Dennoch konnte Würmli in der 27. Minuten nach einem Distanzschuss von Schellenberg den Ball irgendwie von hinter dem Gehäuse über die Torlinie drucken, 4:0 lautete nun das für die Einheimischen brutale Resultat.

Diese kamen zwar in der Folge noch zu einigen guten Chancen, doch Torhüter Weber war steht’s auf dem Posten und hielt seinen Kasten sauber.

In den letzten 20 Minuten durfte man dann mit einem Sarganser Team rechnen, dass nochmals alles in die Waagschale werfen würde. Bereits nach 108 Sekunden zappelte der Ball zum ersten Mal im «Pfanni»-Gehäuse. Dort lenkte vor dem Kasten unhaltbar zum 1:4-Anschlusstreffer ab und knapp vier Minuten später war es der Schwede Karlsson, der auf fast identische Art und Weise auf 2:4 verkürzen konnte.

Die richtigen Worte gefunden

Zeit für Pfannenstiel sein Time-Out zu ziehen. Coach Werner fand die richtigen Worte und der Rhythmus von Sarganserland war gebrochen, besser noch, nur 38 Sekunden später versenkte Würmli einen mustergültigen Angriff nach Vorlage von Kyburz. Als dann in der 54. Minute Hafner nach einem Freistoss auf 6:2 erhöhen konnte, schien das Spiel entscheiden zu sein.

Sarganserland versuchte zwar mit einem Time-Out und der Herausnahme des Torhüters noch Gegensteuer zu geben, doch es war Geburtstagskind Carigiet, der in der 58. Minute mit dem 7:2 ins leere Tor den Schlussstand sicherstellte.

Mit diesem Sieg hat Pfannenstiel dem UHC Sarganserland sämtliche Playoff-Möglichkeiten genommen und sich selber den 11. Schlussrang gesichert. (cma)

Sarganserland -  Pfannenstiel 2:7 (0:3, 0:1, 2:3). – 213 Zuschauer. – SR: Stäheli/Zähnler. – Tore: 3. Stauffer (Bartenstein) 0:1. 14. Stauffer (R.Weber) 0:2. 19. Hafner 0:3. 27. Würmli (Schellenberg) 0:4. 42. Dort (Kühne) 1:4. 46. Karlsson (Pini) 2:4. 47. Würmli (Kyburz) 2:5. 54. Hafner (Hottinger) 2:6. 58. Carigiet (Hafner) 2:7. – Strafen: Je 1x2. – Pfannenstiel: P. Weber; Schellenberg, Klöti, Huber, Kyburz, Würmli; Bier, Spälti, Hafner, Hottinger, Carigiet; Murk, R. Weber, Stauffer, Scharfenberger, Bartenstein; Zollinger, Scheuner. – Bemerkungen: Pfannenstiel ohne R. Studer, Zumkehr, Delay, Lopez, Forrer, Moser, Brunold, F. Studer und Luchsinger. 42:29 Pfostenschuss Sarganserland. 46:13 Time-Out Pfannenstiel. 54:11 Time-Out Sarganserland. 57:05 Lattenschuss Sarganserland. Sarganserland ab 54:45 teilweise ohne Torhüter.

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