×

Mit viel Moral den Match gewendet

«Pfanni» doppelt nach

Mit viel Moral den Match gewendet

Nach dem Sieg gegen den Sarganserland konnte der UHC Pfannenstiel gegen Davos-Klosters nachdoppeln. In einem spannenden NLB-Spiel behielt er mit 7:6 nach Verlängerung die Oberhand.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 10. Februar 2019, 23:03 Uhr «Pfanni» doppelt nach
Pfannenstiels Renato Studer war ein sicherer Rückhalt.
Foto: zvg

«Diesen Drive müssen wir nun mitnehmen für die Playouts und weiterhin gemeinsam kämpfen für den Ligaerhalt,» sagte Pfannenstiels Doppeltorschütze Tim Bartenstein nach dem 7:6-Erfolg über Davos-Klosters.

Tatsächlich: Der NLB-Tabellenvorletzte war von Anfang an gewillt den Davosern alles abzuverlangen. Dies gelang am Anfang noch nicht wunschgemäss, denn bereits in der 4. Minute sah er sich mit einem Rückstand konfrontiert.

Nicht aus dem Konzept gebracht

Baumgartner tanzte durch die «Pfanni»-Defensive und versenkte den Ball am schön in der nahen oberen Ecke. «Pfanni» liess sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen und spielte ruhig weiter. Dies sollte sich in der 10. Minute erstmals auszahlen. Stauffer versenkte einen Drehschuss flach im Davoser-Gehäuse zum 1:1-Ausgleich.

Kurze Zeit später hatten die Einheimischen die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen und diese Chance nutzten sie eiskalt aus. Bartenstein traf mit einem satten Schuss zum nicht unverdienten Führungstreffer.

Die Bündner vermochten aber ihrerseits ebenfalls im Powerplay wieder auszugleichen. Hänggi hämmerte den Ball durch einen Doppelblock hindurch zum 2:2-Ausgleich. Mit diesem Resultat ging es in einem animierten Spiel auch in die erste Pause.

Per «Buebetrickli» zum 4:2

Der Start ins zweite Drittel verlief dann besser für Pfanni. In der 25. Minute drückte Bartenstein einen Ball an Torhüter Hofmann vorbei zum 3:2 für die Zürcher. Es sollte noch besser kommen als Hafner hinter dem Davoser Tor in Ball besitz kam und den gegnerischen Goalie mit einem «Buebetrickli» zum 4:2 aussteigen liess.

Pfannenstiel hatte nun mehr vom Spiel, doch es waren die Bündner, die erneut im Powerplay den Anschluss erzielen konnten. Der stark spielende Baumgartner traf mit einem satten Drehschuss zum 3:4. Mit diesem Eintore-Vorsprung ging es in die zweite Drittelspause.

Das läuferisch extrem starke Davos drückte nun im letzten Drittel vehement und so konnten sie mit etwas Glück in der 43. Minute den verdienten Ausgleich erzielen. Der Ball wurde von einem Pfanni-Verteidiger unglücklich ins eigene Tor abgelenkt.

Davos' Zwei-Tore-Vorsprung

Nur vier Minuten später konnten die Gäste die Führung wieder an sich reissen. Guidon hämmerte den Ball mit einem Distanzschuss sehenswert und präzise unter die Querlatte. Davos hatte nun mehr vom Spiel und war Pfannenstiel überlegen. Als nach 56:07 das 6:4 für Davos fiel schien das Spiel gelaufen zu sein.

Pfannenstiel versuchte aber 160 Sekunden vor Schluss mit dem Time-Out und der anschliessenden Herausnahme des Torhüters nochmals alles. Als Scharfenberger in der 58. Minute mit einem satten Flachschuss den Anschluss erzielte keimte nochmals Hoffnung auf bei den Einheimischen.

Angepeitscht vom eigenen Publikum wollte Pfannenstiel den Ausgleich unbedingt. Begünstigt durch eine Davoser Strafe konnten die letzten 8 Sekunden mit einem Mann mehr in Angriff genommen werden. Und tatsächlich eine Sekunde vor der Sirene war es Hottinger, der den Ball über die Torlinie zum vielumjubelten Ausgleich drückte.

Scharfenbergers Siegestor

Somit musste die Verlängerung entscheiden. Pfannenstiel konnte begünstigt durch zwei hart gepfiffene Strafen in doppelter Überzahl auflaufen und konnte exakt mit Ablauf der ersten Strafe nach 64:31 den Siegtreffer durch Scharfenberger erzielen.

Pfannenstiel wollte diesen Sieg unbedingt und hat auch unglaublich viel Moral gezeigt. Weiter geht es Anfang März, wo mit dem UHC Sarganserland ein Team wartet, dass deutlich höhere Ambitionen hatte, als sich in den Playouts wieder zu finden. (cma)

Pfannenstiel - Davos-Klosters 7:6 n.V. (2:2, 2:1, 2:3, 1:0). – 182 Zuschauer. – SR: Schüpbach/Studer. – Tore: 4. Baumgartner (Wiedmer) 0:1. 10. Stauffer (Bartenstein) 1:1. 12. Bartenstein (Hottinger) 2:1. 18. Hänggi (Rizzi) 2:2. 25. Bartenstein (Stauffer) 3:2. 30. Hafner (Hottinger) 4:2. 36. Baumgartner (Hänggi) 4:3. 43. S. Joos (Baumgartner) (Eigentor) 4:4. 47. Guidon (Wiedmer) 4:5. 57. Galey (Giger) 4:6. 58. Scharfenberger (Hafner) 5:6. 60. Hottinger (Hafner) 6:6. 65. Scharfenberger (Bartenstein) 7:6. – Strafen: je 4x2. – Pfannenstiel: R. Studer; Schellenberg, Klöti, Huber, Kyburz, Würmli; Bier, Spälti, Hafner, Hottinger, Carigiet; Murk, R. Weber, Stauffer, Scharfenberger, Bartenstein; Zollinger, Scheuner, Lopez, F. Studer. – Bemerkungen: Pfannenstiel ohne Mangia, Zumkehr, Delay, Brunold, Forrer, Moser und Luchsinger. 08:25 Lattenschuss Pfannenstiel. 34:20 Lattenschuss Pfannenstiel. Time-Outs: 57:20 Pfannenstiel. 59:52 Davos-Klosters. Pfannenstiel ab 57:35 teilweise ohne Torhüter.

 

Kommentar schreiben

Kommentar senden