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«Pfanni» sündigt im Abschluss

NLB-Team mit Heimniederlage

«Pfanni» sündigt im Abschluss

Dem UHC Pfannenstiel zeigte gegen Ticino eine über weite Strecken gute spielerische Leistung. Dennoch musste sich der NLB-Klub dem Tabellenvierten 3:5 geschlagen geben.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 20. Januar 2019, 23:30 Uhr NLB-Team mit Heimniederlage
Viel Aufwand, wenig Ertrag: Der UHC Pfannenstiel (in schwarz) unterlag Ticino 3:5.
Foto: PD

Für Pfannenstiels Verteidiger Roman Weber überwog bei der 3:5-Heimniederlage gegen Ticino das Positive: «Nach der guten Leistung am Samstag, waren die positiven Emotionen spürbar und alle waren bereit für den Fight. Und wir konnten uns viele gute Chancen erarbeiten. Zum Schluss wurde es aber hart, da wir durch die vielen Strafen gebremst wurden», betonte er.

Tatsächlich. «Pfanni» gelang der Start in die Partie, das Heimteam spielte geduldig und liess den Ball sauber zirkulieren. So konnten auch gute Chancen erspielt werden, die jedoch nicht genutzt wurden.

In der 17. Minute musste Luchsinger nach einem Stockschlag die Strafbank aufsuchen. Nach nur 20 Sekunden Überzahlspiel schlugen die Tessiner eiskalt zu. Der Schwede Fors schloss aus der Distanz ab und der Tscheche Sarka verwertete im Nachsetzen zum 1:0-Gästeführung.

Nach dem guten Start verlor der Oberländer NLB-Klub kurzzeitig sein Konzept und musste 98 Sekunden später das 0:2 hinnehmen. Dieses Mal lenkte Sarka den wunderbar am machtlosen Patrick Weber vorbei ins «Pfanni»-Gehäuse. Mit diesem Rückstand war Pfannenstiel schlecht bedient. Es galt im zweiten Drittel jedoch weiterhin geduldig zu spielen und die Chancen zu verwerten.

Anschlusstor in Überzahl

Eine solche Chance sollte schon mit dem Anpfiff des Drittels erfolgen, denn das Heimteam konnte in Überzahl auflaufen, da die Südschweizer etwas zu lange in der Kabine blieben. Pfannenstiel liess sich nicht zweimal bitten und konnte nach 90 Sekunden das Überzahlspiel zum 1:2-Anschlusstreffer ausnutzen. Captain Scharfenberger traf im Slot nach feinem Zuspiel von Luchsinger.

Das Spiel war nun wieder völlig offen. Pfannenstiel kam auch zu diversen Chancen, scheiterte aber oft ab sehr stark spielenden Zanchi im Tessiner Gehäuse. Auf der Gegenseite konnte sich aber auch Weber verschiedenste Male auszeichnen, beide Torhüter zeigten an diesem Abend eine souveräne Darbietung.

So stand das Spiel zur zweiten Drittelspause 1:2 und das letzte Drittel musste definitiv die Entscheidung bringen.

Pfannenstiel spielte fortan mit zwei Verteidigungs- und drei Sturmlinien und versuchte Druck zu erzeugen, was gut gelang. Das nächste Tor fiel dann aber in der 50. Minute auf der Seite von Pfannenstiel. Fors zog aus der Halbdistanz ab und versenkte eiskalt in der weiten Torecke zum 3:1 für die Südschweizer.

Fatale Strafen

In der Folge kassierten in kurzen Abständen Luchsinger und Schellenberg je eine Zweiminutenstrafe. Das 3 gegen 5 konnten die Zürcher mit viel Einsatz überstehen, in der 53. Minute war es dann aber erneut Fors der mit einem satten Schuss seine Farben mit 4:1 in Front schoss.

In der Folge kassierte Schellenberg eine Matchstrafe II mit einer begleiteten 5-Minuten-Strafe, dies war der Todesstoss für Pfannenstiel.

Zwar kämpfte das Team angetrieben von den eigenen Fans erbarmungslos weiter und Kyburz konnte in der 55. Minute in Unterzahl auf 2:4 verkürzen. Doch knapp drei Minuten später war erneut Sarka mit seinem dritten persönlichen Tor für die Siegsicherung besorgt.

Für den Schlusspunkt sorgte dann allerdings Huber, der mit seinem 3:5 allerdings nur noch Resultatskosmetik betreiben konnte.

«Wir haben sehr diszipliniert gespielt, aber sündigten einmal mehr in der Offensive.»
David Kyburz, Stürmer UHC Pfannenstiel

Für Stürmer David Kyburz gab die Effizienz den Ausschlag über den Ausgang der Partie: «Wir haben sehr diszipliniert gespielt, aber sündigten einmal mehr in der Offensive bei der Verwertung unserer teilweise sehr guten Chancen».

Pfannenstiel zeigte in den beiden Spielen vom Wochenende einen Aufwärtstrend und konnte sich gegen zwei Top 4-Teams viele Chancen erarbeiten, es hat aber auch aufgezeigt bekommen, dass es nur mit Cleverness und Disziplin etwas erreichen kann.

Nun hat das Team eine dreiwöchige Pause ehe es zum Abschuss der Qualifikation am 9. Februar auswärts auf den UHC Sarganserland und am Sonntag, 10. Februar 2019 zu Hause auf Davos-Klosters trifft. (cma)

Pfannenstiel – Ticino 3:5 (0:2, 1:0, 2:3)
135 Zuschauer. – SR Kuhn/Niedermann. – Tore: 17. Sarka (Fors) 0:1. 19. Sarka (Vanini) 0:2. 22. Scharfenberger (Luchsinger) 1:2. 50. Fors (Sarka) 1:3. 53. Fors (N. Monighetti) 1:4. 55. Kyburz 2:4. 58. Sarka (J. Rautiainen) 2:5. 60. Huber (Luchsinger) 3:5. – Strafen: 3x2 plus 5 (Schellenberg) plus Matchstrafe III (Schellenberg) gegen Pfannenstiel, 1x2 Minuten gegen Ticino. – Pfannenstiel: P. Weber; Schellenberg, Klöti, Huber, Kyburz, Luchsinger; Bier, Scheuner, Hafner, Hottinger, Carigiet; Murk, R. Weber, F. Studer, Scharfenberger, Würmli; Spälti, Lopez, Forrer, Bartenstein. – Bemerkungen: Pfannenstiel ohne Mangia, Zumkehr, Delay, Moser, Stauffer, Zollinger und Brunold. 52:10 Time-Out Pfannenstiel. Würmli für sein 100. Spiel im Fanionteam geehrt.

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