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Uster jubelt gleich doppelt

Zwei Mannschaftsmedaillen für JC Uster

Uster jubelt gleich doppelt

Das junge Frauenteam des Judo Club Uster hat in Yverdon seinem Spitznamen «Killerküken» mit dem 3. Platz alle Ehre gemacht. Auch die Ustermer Männer holten im Final der Mannschaftsmeisterschaften die Bronzemedaille.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 02. Dezember 2018, 20:17 Uhr Zwei Mannschaftsmedaillen für JC Uster
Alles im Griff: Gioia Vetterli (oben) vom Judo Club Uster hat ihre Gegnerin in eine missliche Lage gebracht.
Foto: SVJ/Nathalie Tardy

Rund 80 Fans waren mit dem Car an den Final der Mannschaftsmeisterschaften gereist, um die zwei NLA-Teams des Judo Club Uster zu unterstützen. Und die lange Reise nach Yverdon lohnte sich für sie gleich doppelt. Sowohl die Ustermer Männer als auch die Frauen gewannen die Bronzemedaille.

Der Medaillengewinn der Frauenequipe ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, schickte Uster doch die jüngste Equipe der Final-Four-Teilnehmer ins Rennen. Präsident Robert Wakiyama sagte im Vorfeld gar: «Ein Halbfinalsieg mit diesem Perspektivteam wäre eine Sensation.»

Die den Spitzenamen «Killerküken» tragenden Ustermerinnen, die in der Westschweiz mit lauter U-21 und U-18-Kämpferinnen antraten, schrammten in Yverdon an einer solchen aber nur knapp vorbei. Uster liess sich im Halbfinal-Duell gegen Titelverteidiger Morges jedenfalls nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Die Ustermerinnen warfen alles in die Waagschale, kämpften beherzt, mussten sich letztlich aber doch 2:3 geschlagen geben.

«Wer hätte das gedacht?»

Die knappe Niederlage steckte Uster dann aber gut weg. Das Duell um die Bronzemedaille zwischen den Ustermerinnen und Biel-Lyss, das im Halbfinal dem späteren Titelgewinner Cortaillod 1:4 unterlag, war schon nach vier Kämpfen entschieden. Am Schluss setzte sich Uster 3:2 durch.

«Sie hielten zusammen und haben sich gegenseitig zu Höchstleistungen getragen», freute sich Wakiyama hinterher mit seinen «Killerküken». Und er fragte mit einem Hinweis auf die jüngere Vergangenheit: «Wer hätte das vor einem Jahr gedacht?»

Die Ustermerinnen freuen sich über Bronze. (Foto: SJV/Nathalie Tardy)

Zuletzt hatten die Ustermer Frauen mehrfach in der Auf-/Abstiegsrunde um den Ligaerhalt kämpfen müssen. Bereits der Einzug in den Final in dieser Saison war deshalb ein Erfolg gewesen.

Nur ein einziges Mal in der Qualifikation hatten die Ustermer Frauen auf eine Elite-Kämpferin setzen können – in der vierten Runde war Fabienne Kocher dabei gewesen. Die 25-jährige Riedikerin ist Mitglied im Schweizer Grand-Slam-Kader.

Positiver Abschluss

Die Ustermer Männer hegten derweil Titelträume. Um diese am Leben erhalten zu können, hätten sie im Halbfinal Rekordmeister Brugg aus dem Weg räumen müssen. Für Wakiyama war es quasi der vorgezogene Endkampf. Uster aber zog gegen den späteren Meister, der seinen bereits 15. Titel feierte, mit 2:5 den Kürzeren.

Im Kampf um die Bronzemedaille liefen die Ustermer dann gegen Bern aber zu grosser Form auf und siegten 6:1. Auch wenn sich der Traum von Gold in Yverdon nicht realisieren liess, konnte das Team damit die durchzogene Saison – erst in der letzten Runde hatte man sich das Finalticket sichern können – auf positive Art abschliessen. (ome)

Lauter glückliche Gesichter bei den Ustermer Judokas. (Foto: SJV/Nathalie Tardy)

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