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Eine bittere Enttäuschung für Pfannenstiel

Gute Leistung schlecht belohnt

Eine bittere Enttäuschung für Pfannenstiel

Der UHC Pfannenstiel erlitt gegen Fribourg eine 4:5-Niederlage nach Verlängerung. Der B-Ligist lag 3:0 und 4:3 vorne, musste aber drei Sekunden vor Schluss den Ausgleich hinnehmen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 25. November 2018, 21:59 Uhr Gute Leistung schlecht belohnt
Viel Verkehr vor dem Gehäuse des UHC Pfannenstiel.
PD

Der UHC Pfannenstiel dominierte Fribourg zunächst und führte verdient 3:0, anschliessend liess das NLB-Team etwas nach, zeigte aber dennoch viel Moral. Erst drei Sekunden vor Schluss kassierte es den erneuten Ausgleich und mussten sich schliesslich in der Verlängerung 4:5 geschlagen geben.

Den Gegner unter Druck gesetzt

Pfannenstiel war im Vergleich zum Vorabend nicht wieder zu erkennen. Von Beginn an war das Heimteam und setzen den Westschweizer Gegner unter Druck. Bereits nach 36 Sekunden spielte Huber von hinter dem Tor wunderschön Carigiet, der denn Ball zum frühen 1:0 im Fribourger Tor versenkte.

Die Gastgeber waren bestimmend und liess den Gästen nahezu keine Chance. So war der 2:0-Führungstreffer in der 10. Minute nach einem souverän verwandelten Penalty von Weber der verdiente Lohn. Gute vier Minuten später hätte Weber mittels Penalty weiter erhöhen können, doch bei seinem zweiten Versuch scheiterte er hauchdünn.

In der Folge verpasste es Pfannenstiel die Führung weiter auszubauen und so hiess es nach 20 Minuten zu Gunsten des Heimteams, das eine starke Performance ablieferte.

Im zweiten Drittel starteten die Fribourger etwas offensiver eingestellt, dennoch war es Hafner, der nach einem Gegenstoss den Ball an Krattinger vorbei zirkelte zum 3:0.

Etwas nachgelassen

Zur Spielmitte liess «Pfanni» etwas nach und das nutze Fribourg prompt zum Anschlusstreffer aus. Zufferey traf in der 33. Minute im Nachschuss zum 1:3.

Pfannenstiel zog nun sein Time-Out ein um wieder Ruhe ins Spiel zu bringen, doch nur 30 Sekunden später verkürzte Brodard mit einer Volley-Abnahme auf 2:3. Mit diesem Resultat ging es auch in die zweite Drittelspause.

Trotz hervorragenden 30 Minuten des Heimteams war das Spiel wieder völlig offen. Im letzten Drittel stieg die Intensität merklich an und Pfannenstiel war an diesem Abend nicht unbedingt vom Glück verfolgt, vielen doch verschiedene Spieler während dem Spiel aus.

«Pfanni» liess sich auch durch den Ausgleich von Streit nicht aus dem Konzept bringen und zeigte angetrieben vom Publikum weiterhin viel Moral.

So hämmerte Würmli 98 Sekunden vor Schluss nach einem Pass von Moser den Ball unhaltbar an Krattinger vorbei unter die Querlatte.

Der fatale Freistoss zum 4:4

War das der Sieg? Nein, es sollte anders kommen. Drei Sekunden vor Schluss erhielt Fribourg direkt vor dem «Pfanni»-Gehäuse einen Freistoss zugesprochen. Die Westschweizer liessen sich nicht zweimal bitten und Stirnimann schlenzte zum 4:4-Ausgleich in die Maschen.

In der Verlängerung war es dann Kaeser der in der 64. Minute Pfannenstiel endgültig die Festlaune verdarb und das Heimteam ins Tal der Tränen schoss. Pfannenstiel musste sich nach einer starken Leistung 4:5 geschlagen geben, eine extrem bittere Niederlage.

«Unglaublich bitter so zu verlieren.»

Pfannenstiel-Stürmer Marco Würmli

Marco Würmli meinte nach dem Spiel enttäuscht: «Unglaublich bitter so zu verlieren. Wir müssen noch die letzten Kleinigkeiten richtig machen, dann werden wir diese Spiele in Zukunft gewinnen».

Auch Verteidiger Roman Weber war gleicher Meinung: «Die Enttäuschung war bei allen Spielern spürbar als Fribourg den Siegestreffer markierte. Die Niederlage ist umso bitterer, da es drei Sekunden vor Schluss noch anders ausgesehen hatte.» (cma)

Pfannenstiel – Fribourg 4:5 n.V. (2:0, 1:2, 1:2, 0:1). 112 Zuschauer. – SR Crivelli/Rampoldi. – Tore: 1. Carigiet (Huber) 1:0. 10. R. Weber (Penalty) 2:0. 25. Hafner (Murk) 3:0. 33. Zufferey (Weibel) 3:1. 36. Brodard (Roulin) 3:2. 45. Streit (Aerschmann) 3:3. 59. Würmli (Moser) 4:3. 60. Stirnimann 4:4. 64. Kaeser (Perroulaz) 4:5. Strafen: 2x2 gegen Fribourg. – Pfannenstiel: Mangia; Schellenberg, Klöti, Huber, Kyburz, Carigiet; Bier, Murk, Hafner, Hottinger, Würmli; R. Weber, Lopez, Stauffer, Scharfenberger, F. Studer; Spälti, Scheuner, Moser, Forrer, Luchsinger. – Bemerkungen: 13:30 R. Weber verschiesst Penalty. 28:45 Tor von Carigiet wegen hohem Stock annulliert. 34:43 Time-Out Pfannenstiel. 58:22 Time-Out Fribourg. Fribourg von 58:22-59:57 ohne Torhüter. 60:53 Pfostenschuss Fribourg.

 

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