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Peter ist gerüstet für höhere Aufgaben

Fischenthaler Skisprung-Hoffnung vor der Saison

Peter ist gerüstet für höhere Aufgaben

Bereits in der Vorbereitung zur Wintersaison liess Dominik Peter sein Talent wieder aufblitzen. In Kürze dürfte der Fischenthaler nun sein Debüt im Weltcup geben.

David
Schweizer
Donnerstag, 22. November 2018, 09:38 Uhr Fischenthaler Skisprung-Hoffnung vor der Saison
JUN
Der Fischenthaler Dominik Peter bei einem Sprung auf der Lötschberg-Schanze in Kandersteg.
Foto: SC am Bachtel

Wer wird der neue Simon Ammann? So lautete die grosse Frage der «NZZ» zum Anfang des Jahres und nannte mit Sandro Hauswirth und dem Fischenthaler Dominik Peter gleich zwei Kandidaten. Beide wussten im internationalen U-20-Wettbewerb Alpencup mehrfach zu brillieren. «So gut sprangen die Schweizer im Alpencup noch nie», liess sich Trainer Martin Künzle sogar zitieren.

Er muss es wissen. Schliesslich betreute der Toggenburger bis 2015 den Doppel-Olympiasieger, ehe er in den Nachwuchs des Verbands zurückkehrte und damit unter anderem Peter zur Seite steht. Und dieser hat für die guten Resultate einen ersten kleinen Lohn erhalten. Der 17-Jährige vom Skiclub am Bachtel wurde neu vom C- ins B-Kader befördert.

Die ersten Schneesprünge

Gemeinsam mit fünf weiteren Schweizer Nachwuchstalenten befindet sich Peter derzeit im schwedischen Falun im Trainingslager für die ersten Schneesprünge überhaupt in dieser Saison – auch wenn selbst dort der Winter noch nicht richtig Einzug gehalten hat. «Zumindest auf der Schanze liegt Schnee», sagt er.

Der Fischenthaler schätzt die Zeit im Trainingslager, in der er sich ganz auf den Sport konzentrieren kann. Denn Peters Alltag ist streng durchgetaktet. Während der Woche lebt, trainiert und arbeitet er in Einsiedeln. Der Oberländer hat nach zwei Jahren an der United School of  Sports in Zürich, im Sommer  sein Praktikum in einem Treuhandbüro begonnen.

Daneben trainiert er täglich im nationalen Leistungszentrum der Skispringer und Nordisch Kombinierer.

Der mentale Schub

Und Peter scheint gerüstet für die ersten Wettkämpfe des Winters. Im Gegensatz zur letzten Saison, als ihn eine Sehnenentzündung plagte und er zum Ende sogar länger pausieren musste, blieb er in dieser Vorbereitungsphase verletzungsfrei. Es sollte sich auszahlen. Im Continentalcup – der zweithöchsten Wettkampfstufe – schaffte es Peter im Herbst trotz namhafter Konkurrenz mehrfach unter die besten 30 Springer.

Nationals 🇨🇭✔ • Now short break and then full focus on winterseason!❄ • #swissski#kandersteg#girosnow#swisscom#helvetia#raiffeisen#bkw#slatnar#someoneisready 👊🏼

Gepostet von Dominik Peter am Sonntag, 14. Oktober 2018

«Das hat ihm mental einen enormen Schub gegeben», ist Nicola Bay, Trainer beim SC am Bachtel, überzeugt. «Ich glaube Dominik ist nochmals gereift und hat die letzte nicht so einfache Saison gut analysiert und daraus die richtigen Schlüsse gezogen.»

Für Peter gilt es nun diese Resultate auf gleicher Leistungsebene Anfang Dezember in Lillehammer zu bestätigen.

Nur eine Woche später könnte es für den Oberländer dann in Engelberg sogar zu einer Premiere kommen – dem Start am Heimweltcup in Engelberg. Er wäre damit gleichzeitig auch der erste Athlet in der Geschichte des SC am Bachtel, der an einem Skisprung-Weltcup teilnimmt.

Als weiteren Höhepunkt wartet auf ihn zudem die Junioren-WM von Ende Januar in Lahti.

«Wenn ich in Topform bin, kann ich mit allen mithalten.»

Dominik Peter

Peter selbst will sich nicht unter Resultatedruck setzen. Er fühlt sich gut und sagt: «Wenn ich in Topform bin, kann ich mit allen mithalten.»

Das glaubt auch sein früherer Trainer Bay. «Die Kunst im Skispringen besteht darin akribisch an Details zu arbeiten, sich aber nicht in diesen zu verzetteln. Ich glaube Dominik gelingt dies von Jahr zu Jahr besser.»

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