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Uster gelingt die Wende

5:4-Sieg nach Verlängerung

Uster gelingt die Wende

Der UHC Uster lag gegen Chur nach zwei Dritteln 1:4 zurück. Er kehrte aber in die NLA-Partie zurück und gewann dank Simon Suters Tor nach 24 Sekunden in der Verlängerung 5:4.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 21. November 2018, 23:17 Uhr 5:4-Sieg nach Verlängerung
Aus der Rücklage zum Sieg: Am Schluss jubelten die Spieler des UHC Uster.
Foto: Christian Merz

Einige der Zuschauer glaubten am Mittwoch den fünften Platz des UHC Uster nach zwei Dritteln wohl bereits verloren. 1:4 lag das Heimteam zu diesem Zeitpunkt gegen die vor dieser Runde nur zwei Punkte hinter Uster liegenden Churer zurück.

Doch die Ustermer rafften sich nochmals auf und setzten sich schliesslich 5:4 nach Verlängerung durch. Simon Suter krönte die Aufholjagd mit dem Siegtor.

Der Ustermer Topscorer sagte hinterher: «Wir sollten künftig etwas früher aufdrehen, wenn wir in Rückstand geraten, mehr Mut zeigen und mehr Energie investieren, bevor es drei Tore Rückstand sind. Das hätte heute auch schiefgehen können.»

Die Einladung ausgeschlagen

Die beiden Mannschaften liessen es im ersten Drittel etwas ruhiger angehen als in der Hinrunde im Bündner Hauptort, als nach 20 Spielminuten bereits sieben Treffer gefallen waren.

Jan Binggeli brachte die Gäste während einer Zweiminutenstrafe gegen Thomas Aellig früh in Führung, indem er Keeper David Holenstein mit einem flachen Weitschuss erwischte. Dank Marco Hurnis Treffer zehn Minuten später hiess es nach dem ersten Abschnitt 1:1.

«Wir sollten künftig etwas früher aufdrehen.»
Stürmer Simon Suter

Auch in den ersten Minuten des Mitteldrittels vermochten beide Teams die offensiven Bemühungen des Gegners mehrheitlich zu unterbinden, bis die Ustermer in der 28. Minuten Mario Jung völlig unbedrängt auf Holenstein zulaufen liessen – 1:2.

Die Einladung zum erneuten Ausgleichstreffer durch den Churer Captain Joel Hirschi, der innerhalb von drei Minuten gleich zweimal auf die Strafbank wanderte, schlug das Heimteam aus. Und was noch viel schlimmer war: Die Ustermer kassierten kurz vor der zweiten Pausensirene zwei weitere Gegentore zum 1:4.

Beim dritten Gegentreffer durch Marcel Stucki griff Holenstein, der freie Sicht hatte, daneben. Sehenswert war danach die Finte Binggelis, mit der er vor seinem zweiten Treffer des Abends Raphael Berweger vor dem Tor aussteigen liess.

Drei Tore in 49 Sekunden

Nach gut sechs Minuten im Schlussdrittel legten die Ustermer ihre Ladehemmung jedoch ab. Dies auf mehr als eindrückliche Weise. Nur gerade 49 Sekunden benötigten Niko Juhola mit einem satten Schuss, Timon Stäubli mit einem Abstauber per Stockschaft und Florian Niederöst nach einem herrlichen Zuspiel von Simon Schläpfer, um wieder einen ausgeglichenen Spielstand herzustellen.

In den folgenden Minuten dominierte das Heimteam und hatte Chancen zu weiteren Treffern. Erst in der Schlussphase der regulären Spielzeit tauchten auch die Churer wieder gefährlich vor Holenstein auf, jedoch traf Binggeli in dieser Phase nur den Pfosten.

24 Sekunden waren in der Overtime dann gespielt, als Simon Suter zum 5:4 traf.  (Philipp Wyss)

 

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