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Nun sieht man vom Schlosshügel aus alles

Radquer Hittnau

Nun sieht man vom Schlosshügel aus alles

Vom Schlosshügel aus ist am Radquer Hittnau neuerdings die komplette Strecke einsehbar. Es ist die wichtigste Neuerung am traditionsreichen Anlass, der diesen Sonntag über die Bühne geht.

Florian
Bolli
Mittwoch, 14. November 2018, 19:39 Uhr Radquer Hittnau
Der Dürntner Simon Zahner am Schlosshügel, dem Wahrzeichen des Hittnauer Quers.
Archivfoto: Robert Pfiffner

Ein Verkaufsargument war er für die Organisatoren des Radquer Hittnau schon lange, als «Hundschopf des Quersports» wird er in Medienmitteilungen gerne bezeichnet – und nun ist er gewissermassen noch grösser geworden, obschon er nicht gewachsen ist: Der Hittnauer Schlosshügel. Von dort aus sieht man nun die komplette Strecke – zuvor waren es etwa drei Viertel gewesen

.«Wir tüfelten schon länger an einer anderen Streckenführung herum», sagt OK-Präsident Thomas Frei. Nun, beim 33. Rennen am Sonntag, wird das Vorhaben in die Tat umgesetzt – unter anderem auch dank dem Input des Dürntner Routiniers Simon Zahner. «Man muss nun nicht einmal mehr ganz oben auf dem Schlosshügel stehen», sagt Frei.

Es ist die wichtigste Neuerung am traditionsreichen Anlass, der im Gegensatz zu anderen Rennen in der Region sämtlichen Krisen zu trotzen scheint. Dies auch, weil der Anlass im Klub gut verankert ist. Zusammen mit dem EKZ-Cup im Sommer ist das Quer eine wichtige Einnahmequelle des  VC Hittnau. «Wir können deshalb die Helfer aus dem Verein rekrutieren», sagt Frei. Seit 2014 findet das Rennen zudem im Rahmen der Crosstour statt, was bezüglich Werbung aber auch bezüglich des Teilnehmerfeldes Vorteile bringt.

Moureys Dernière

Letzteres dürfte auch heuer rund 400 Starter umfassen. Besonders auffällig ist dabei die grosse Anzahl an Meldungen bei den Elite/U19-Frauen. Gegen 50 Starterinnen sind gemeldet – das sind fast doppelt so viele wie im letzten Jahr. Damit ist das Feld bei den Frauen fast so gross wie jenes bei den Männern, das mit dem Belgier Quinten Hermans einen Fahrer aus den Top-Ten der Weltrangliste, mit dem Deutschen Meister Marcel Meisen den Vorjahressieger und mit dem Holländer David van der Poel der diesjährige Sieger der Rennen in Baden und Illnau.

«Einige Belgier machen auf dem Heimweg vom Weltcup wohl in Hittnau halt.»
OK-Präsident Thomas Frei

Das Starterfeld lässt sich sehen – obwohl am Samstag im tschechischen Tabor ein Weltcuprennen stattfindet. «Einige Belgier machen auf dem Heimweg wohl in Hittnau halt», sagt Frei. Dasselbe gilt für die Schweizer Weltcup-Starter Zahner, Marcel Wildhaber und Severin Sägesser.

Ein spezieller Name erscheint zum letzten Mal auf der Startliste des Hittnauer Quers: Francis Mourey. Der 37-jährige Franzose befindet sich auf Abschiedstour, er tritt Ende Saison zurück. An Rennen in der Region war er lange ein erfolgreicher Stammgast. In Hittnau feierte er drei Erfolge – und obwohl er damit noch ziemlich weit entfernt von Beat Wabels neun Siegen ist, schrieb Mourey auch an der Geschichte des Anlasses mit: 2008 war er der erste ausländische Sieger am Schlosshügel. Zu den Mitfavoriten gehört der Routinier bei seiner Dernière allerdings nicht – auch wenn sein letzter Sieg in Hittnau erst zwei Jahre her ist.

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