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Bereit für den krönenden Abschluss

Hittnauer OL-Läufer Andrin Gründler

Bereit für den krönenden Abschluss

Bald ist für den Hittnauer Andrin Gründler die Zeit bei den Junioren vorbei. Am Wochenende möchte er seine Stärke im technischen Bereich ausspielen und auf der internationalen Bühne um einen Spitzenplatz mitlaufen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 12. Oktober 2018, 08:03 Uhr Hittnauer OL-Läufer Andrin Gründler
Andrin Gründler will vor dem Übertritt zur Elite nochmals brillieren.
Foto: PD

Am Wochenende steht der Hittnauer OL-Läufer Andrin Gründler zum letzten Mal in der Juniorenkategorie H20 bei einem internationalen Wettkampf am Start. Der 20-Jährige wird vor Heimpublikum am Junioren-Europacup im Wallis sein Können beweisen. Für den Oberländer endet damit ein Abschnitt seiner OL-Karriere, die für ihn schon im Kindesalter begann.

Gründlers Eltern sind selbst begeisterte Orientierungsläufer und haben ihren drei Söhnen den Sport nähergebracht. Zuerst starteten sie gemeinsam in der Familien-Kategorie, bald schon begab sich Andrin Gründler alleine auf Postensuche.

«Ich bewege mich gerne in der freien Natur und freue mich auf die Herausforderungen in immer wieder neuem Gelände.»
Andrin Gründler

Noch heute fasziniert ihn die Kombination von Kopfarbeit und Laufen. «Ich bewege mich gerne in der freien Natur und freue mich auf die Herausforderungen in immer wieder neuem Gelände», beschreibt Gründler seine Leidenschaft.

Auch sein jüngerer Bruder Mattia ist mittlerweile im Junioren-Nationalkader. «Wir können uns gegenseitig unterstützen und absolvieren gemeinsame Trainings», freut sich der Hittnauer.

Internationale Erfolge gefeiert

Nach dem Sprung ins regionale Nachwuchskader konnte sich der 20-Jährige im Junioren-Nationalkader etablieren. Zu seinen grössten Erfolgen gehören die Medaillen über die Langdistanz an den Europameisterschaften 2014 und 2016 sowie drei EM-Podestplätze mit der Staffel.

Mit der letztjährigen Teilnahme an der Junioren WM in Finnland erreichte er ein grosses Ziel. Seine Stärken sieht der 20-Jährige im technischen Bereich, sprich im Kartenlesen. «Ich liebe es, in anspruchsvollem Gelände OL zu machen, dort ist die Herausforderung am grössten», erzählt er.
 

Andrin Gründler läuft gerne in anspruchsvollem Gelände. (Foto: PD)

Die Vorbereitungen auf seine letzte Saison bei den Junioren schienen zu passen, als ein Bänderriss im Februar seinen Trainingsplan durcheinanderbrachte. Es war Gründlers erste ernsthafte Verletzung.

«Dadurch erreichte ich nicht die erwünschte läuferische Form». Nach der verpassten WM-Teilnahme konnte er sich in der Herbstsaison steigern und darf sich nun am JEC mit der Spitze des europäischen OL-Nachwuchses messen.

Anpassungen im Trainingsplan

An den kommenden Wettkämpfen liegt Gründlers Fokus auf den Walddisziplinen über die Mittel- und die Langdistanz. «Ein Diplom oder gar ein Podestplatz sind immer Wünsche und Ziele an einem Heimwettkampf. Aber dafür muss alles zusammenstimmen», sagt der Hittnauer.

Bei der Sprintstaffel hingegen gehe es vor allem darum, Erfahrungen in dieser neuen Disziplin zu sammeln.

Andrin Gründler fühlt sich bereit für den Saisonhöhepunkt. Er weiss, dass er in solchem Terrain technisch stark ist. Durch Anpassungen in seinem Trainingsplan möchte er auch läuferisch sein Potenzial ausschöpfen.

«Mein nächstes Ziel ist der Schritt ins Elite-Kader.»
Andrin Gründler

«Die Vorfreude auf die Wettkämpfe ist gross, besonders weil sie in der Schweiz sind». Trotzdem müsse er fokussiert auf seine Läufe bleiben, um seine Leistungen abrufen zu können.

Was nach dem Junioren-Europacup kommt, ist für den Hittnauer klar: «Mein nächstes Ziel ist der Schritt ins Elite-Kader.»

Dafür müsse er besonders im physischen Bereich viel investieren und seinen Trainingsumfang steigern. Die Bahnen bei der Elite werden länger sein und Andrin Gründler ist sich bewusst, dass es einige Jahre dauern wird, bis er trainingsmässig mit der Weltspitze mithalten kann. (Annalena Schmid)

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