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Winterthurer bricht Schweizer Rekord im DECA-Ultratriathlon 

Am Samstagnachmittag stellte Daniel Meier aus Winterthur einen neuen Schweizer Rekord im DECA-Ultratriathlon auf. Der 45-Jährige unterbot am Swissultra-Triathlon in Buchs den 18 Jahre lang gültigen Weltrekord von Beat Knechtle um über zwei Stunden.  

Redaktion
Züriost
Samstag, 25. August 2018, 19:06 Uhr
Im Hauptwettkampf mussten die Teilnehmer zehn Triathlons in Folge absolvieren. Daniel Meier hatte die Nase vorn.
Bild: zvg

Zehn Ironman-Distanzen in unter zehn Tagen zu finishen: Das war das erklärte Ziel von Daniel Meier, als er am Mittwochabend, 15. August für den Swissultra-Triathlon ins Wasser stieg. Im Hauptwettkampf, dem DECA-Ultratriathlon, mussten die Teilnehmer zehn Triathlons in Folge absolvieren: Das bedeutet 38 Kilometer Schwimmen, 1800 Kilometer Radfahren und 422 Kilometer Laufen.

«Als ich in den letzten Tagen sah, dass meine Strategie aufging, liebäugelte ich dann zusätzlich mit dem Schweizer Rekord», sagte Daniel Meier nach dem Zieleinlauf um 16:38 Uhr. Seine Pläne gingen auf: Mit einer Zeit von 238:38:37 Stunden unterbot der 45-jährige Winterthurer den Weltrekord von Beat Knechtle um über zwei Stunden. Knechtle hatten seinen Rekord im Jahr 2000 aufgestellt. Der Arzt und Ausdauerathlet hatte damals in Monterrey (Mexiko) für den DECA-Ultratriathlon der Variante «Continuous» 240 Stunden und 55 Minuten gebraucht. Mit der neuen Bestzeit über die zehnfache Ironman-Distanz erreichte Daniel Meier den 6. Schlussrang. Wie die Organisatoren in einer Mitteilung schreiben, sind sieben weitere Athleten noch unterwegs. Zielschluss ist am 30. August um drei Uhr morgens.
 
Vier Stunden Schlaf pro Tag 

Der Startschuss für Daniel Meier und seine 14 Mitstreiter war am Mittwoch, 15. August, um 18 Uhr gefallen. Für die 18 Kilometer Schwimmen im 50-Meter-Becken des Freibads Buchs benötigte Meier rund 18 Stunden und 20 Minuten; er stieg als fünfter aus dem Wasser. Im Folgenden gönnte er sich maximal vier Stunden Schlaf pro Tag. «Ich stand immer um vier Uhr auf, damit mein Rhythmus nicht durcheinander kommt», sagte der Winterthurer. Die Strategie hat sich bewährt, das Radfahren lief trotz grosser Hitze und starkem Wind gut. «Beim Laufen gabs dann nur eine Taktik: Angreifen!» Meier lief trotz Schmerzen und geschwollenen Füssen konstant. «In den letzten zwei Tagen konnte ich so errechnen, dass es für den neuen Schweizer Rekord reichen könnte. Das verlieh mir zusätzlichen Schub.» 
 
Neuer Weltrekord für Richard Jung 

Lange lag der Russe Vladimir Matveev in Führung – als schnellster Schwimmer (12:19:31h) stieg er sogleich aufs Rennrad und fuhr die ersten Tage und Nächte fast ohne Pause durch. Das hohe Tempo und die fehlende Erholung rächten sich dann in Form heftiger Knieschmerzen, die Matveev zu längeren Pausen zwangen. So übernahm der spätere Sieger Richard Jung aus Deutschland in Führung. Mit einer Zeit von 190:17:17 Stunden stellte der 36-Jährige am swissultra Triathlon in Buchs (SG) sogar einen neuen Weltrekord auf und unterbot den Weltrekord von Fabrice Lucas aus dem Jahr 1997 um knapp zwei Stunden. (Patrizia Legnini)

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