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Sohn verschmutzt Strasse – Papi muss zahlen

Sohn verschmutzt Strasse – Papi muss zahlen

15‘000 Franken kostet einen Vater die Strolchenfahrt seines Sohns. Zwei Beschwerden gegen die Höhe des Betrags blieben erfolglos. Der Sohn hatte nach einem Unfall eine kilometerlange Ölspur hinterlassen.

Mittwoch, 07. August 2013, 11:40 Uhr

Die Strolchenfahrt seines Sohnemanns kommt einen Vater teuer zu stehen: Er muss rund 15‘000 Franken für Reinigungsarbeiten zahlen. Sie wurden nötig, weil der Sohn mit dem beschädigten Porsche des Vaters eine kilometerlange Ölspur auf der Strasse hinterliess. Die Beschwerden des Vaters gegen diesen Betrag blieben erfolglos, wie der «Tages-Anzeiger» am Mittwoch schreibt. Kilometerlange Ölspur

Der Jugendliche hatte mit dem Porsche seines Vaters eine Strolchenfahrt unternommen. In Wetzikon baute er einen Selbstunfall und schleuderte über ein Wiesenbord. Dabei beschädigte er den Wagen – was dem jungen Fahrer aber egal war. Er fuhr weiter bis nach Saland, wo er schliesslich von der Polizei gestoppt wurde.

Weil der beschädigte Porsche auf der ganzen Strecke von Wetzikon bis nach Saland Öl und Kühlflüssigkeit verloren hatte, mussten die Feuerwehren Wetzikon-Seegräben, Bäretswil und Bauma-Sternenberg in einem grösseren Einsatz die Strasse sperren und reinigen. Und auch das verschmutzte Wiesenbord musste vom Öl befreit werden.

Einsatz verhältnismässig

Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich als zentrale Inkassostelle nach Ölwehreinsätzen stellte für Reinigung, Strassensperre und Verkehrsumleitung eine Rechnung von insgesamt rund 15‘000 Franken aus. Gegen diesen Betrag hatte der Vater beim Baurekursgericht und beim Verwaltungsgericht Beschwerde eingelegt. Der Betrag sei viel zu hoch; dieEinsätze hätte auch mit weniger Leuten bewältigt werden können, argumentierte er, wie es im «Tages-Anzeiger» heisst.

Die Gerichte sahen das aber anders. Beide befanden, der Einsatz sei angemessen gewesen. Die Kosten bleiben damit bei 15‘000 Franken.

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