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So erging es den Shambolic Shrinks auf ihrer Tournee

So erging es den Shambolic Shrinks auf ihrer Tournee

Zehn Tage lang waren die Shambolic Shrinks auf Tournee in Osteuropa. Schlagzeuger Roman Brechbühl sagt, wo es der Band am besten gefiel – und warum
sie während der nächsten Tournee eine Pause zwischen den Auftritten brauchen.

Montag, 06. November 2017, 10:55 Uhr

Schlafen, Tourbus, Konzert, Ausgang: So sah der Tagesablauf der Shambolic Shrinks während ihrer zehntägigen Tournee aus. Die Oberländer Band reiste Mitte Oktober durch die Slowakei, Tschechien und Polen (wir berichteten). «Es war wirklich anstrengend. Aber wir hatten viel Spass», sagt Schlagzeuger Roman Brechbühl. 


Für die «Shrinks» war es eine Reise ins Ungewisse. Auf Tournee waren sie bisher noch nie, die Personen hinter der Booking-Firma, welche die Tournee aufgegleist hatte kannten sie nicht persönlich. «Trotzdem hat alles geklappt.» 


Zwischen 20 und 100 Zuhörer


Alles sei gut organisiert gewesen: Die  Auftritte, die Unterkünfte, der Tourbus, der die Band ihn Fehraltorf abgeholt hatte. «Wir sind höchstens mal im Stau gestanden und hatten danach wenig Zeit, um uns aufs Konzert vorzubereiten. Fast ein bisschen langweilig», sagt der Schlagzeuger und lacht. 


Am besten gefallen habe es ihnen in der Slowakei. «Die Landschaft mit den vielen Bergen und Wäldern gleicht derjenigen in Kanada.» Die Menschen seien sehr nett und zuvorkommend gewesen. «Und das Leben dort ist unglaublich günstig.» 80 Euro Gage bekam die Band pro Auftritt. «So viel Geld hätten wir an einem Abend für Essen und Getränke gar nicht ausgeben können.» 


Während sich die «Shrinks» im Oberland und über die Region hinaus einen Namen gemacht haben, kannte sie in Osteuropa niemand. «Manchmal spielten wir vor 20 Leuten, manchmal vor 100 – aber das war uns egal, das kennen wir aus der Schweiz», sagt Brechbühl. «Wir hätten auch für nur eine Person im Publikum alles gegeben.» Nach den Konzerten seien jeweils einige CDs gekauft worden. «Viele Leute wollten sie signiert haben und sagten uns, wir seien die beste Band, die seit langem im Club gespielt habe. Mit so positiven Rückmeldungen haben wir nicht gerechnet.» 


Keine Zeit für Sightseeing


Er und seine Bandkollegen seien mit Wehmut in die Schweiz zurückgekehrt, sagt Brechbühl. «Wir haben sehr viel gelernt, während wir unterwegs waren.» Unter anderem, dass es keine gute Idee ist, jeden Tag aufzutreten. «Die Tage waren immer gleich strukturiert. Wir hatten keine Abwechslung und überhaupt keine Zeit, um uns zu erholen oder Sightseeing zu machen. Das nächste Mal würden wir nach zwei, drei Auftritten eine Pause einlegen.» Ausserdem sei es sinnvoll, zwischen Donnerstag und Sonntag aufzutreten. «Dann sind mehr Leute im Publikum als zu Wochenbeginn.» 


Nun steht erst einmal die Aufnahme des neuen Albums an (siehe Box). Doch die Lust darauf, bald wieder unterwegs zu sein, sei gross. «Es ist toll, eine Tournee auf dem Band-Lebenslauf zu haben. Wir würden gerne wieder gehen.» 

Am Samstag, 11. November, spielen die Shambolic Shrinks um Uhr im Nova Theater. Türöffnung ist um 19 Uhr, Konzertbeginn um 20.15 Uhr.

 

Im Januar dieses Jahres brachten die Shambolic Shrinks ihr erstes Album «Stories for Mondays» heraus. Jetzt ist bereits das zweite Album in Planung. «Sieben Songs haben wir schon zusammen, zwölf sollen es werden», sagt Roman Brechbühl. Das Album wird wie schon das erste im Studio des Musikers und Produzenten Mack Schildknecht in Wald aufgenommen; die CD-Taufe findet am 9. Mai im Wetziker Scala statt. 

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