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Schweizer Automobil-Importeure forcieren Elektromobilität

Schweizer Automobil-Importeure forcieren Elektromobilität

Unter dem Titel «10/20» gibt auto-schweiz ein ehrgeiziges Branchenziel für die Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs aus. Im Jahr 2020 soll jeder zehnte neue Personenwagen, der in der Schweiz oder in Liechtenstein immatrikuliert wird, ein Elektroauto oder Plugin-Hybrid sein.

Gerold
Schmid
Montag, 19. Februar 2018, 13:50 Uhr
Bei der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge besteht ein grosses Verbesserungspotenzial. (Symbolbild: Gerold Schmid)

An einer Medienkonferenz in Bern hat auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Automobil-Importeure, die Details und Grundbedingungen von «10/20» vorgestellt. Nach Berechnungen des Beratungsbüros EBP sei ein Marktanteil an teilweise oder gänzlich elektrifizierten Fahrzeugen von rund 10 Prozent im Jahr 2020 nötig, um den CO2-Wert von durchschnittlich 95g/km im Neuwagenmarkt zu schaffen, deshalb der Name «10/20».

Zum Alleingang verknurrt

Letzteren hat die Schweiz von der EU übernommen, ohne sich allerdings an die europaweite Flotte anrechnen zu lassen. Deswegen müssen die Schweizer Automobil-Importeure diesen alleine erreichen. Da die Schweiz aufgrund der stärkeren Kaufkraft und gebirgiger Topgrafie ein höheres CO2-Niveau im Fahrzeugsektor ausweist als fast alle EU-Staaten, ist die Vorgabe entsprechend anspruchsvoll.
auto-schweiz-Präsident François Launaz sagt: «Wir bekennen uns zum Ziel von 95 Gramm CO2 pro Kilometer ab 2020. Dieses hat das Stimmvolk mit
der Abstimmung zur Energiestrategie 2050 bestätigt. Deshalb wollen und müssen wir den Anteil alternativ angetriebener Personenwagen massiv steigern. Dazu gehören neben Gas- und Brennstoffzellen-Fahrzeugen auch Elektroautos und Hybride.» Das Ziel, den Marktanteil von elektrifizierten Fahrzeugen mit Lademöglichkeit auf zehn Prozent zu hieven, sei sehr ambitioniert, so Launaz weiter. «Nach gerade einmal 2,7 Prozent Marktanteil im 2017 müssen wir eine Vervierfachung schaffen – und das in knapp drei Jahren.»

Verbesserung bei Infrastruktur und Besteuerung

Das Angebot an Modellen mit alternativen Antrieben werde kein Hemmschuh sein. Unzählige Hersteller haben ihre Pläne zur Lancierung  entsprechender Modelle bereits vorgestellt. Bis 2020 wird sich die Auswahl in diesem Bereich vervielfachen.
Bei der Infrastruktur und der Besteuerung bestehe hingegen noch grosses Verbesserungspotenzial, so Andreas Burgener, Direktor von auto-schweiz. «Einige Kantone gewähren bei der Motorfahrzeugsteuer keinerlei Bonus für E-Autos. Manche besteuern diese sogar absurd hoch oder haben Förderungen gerade wieder abgeschafft.» Eine Kaufprämie für Elektroautos, wie sie einige EU-Staaten kennen, ist für auto-schweiz aber kein geeignetes Mittel.

Negativbeispiel Niederlande

Die Erfahrungen beispielsweise aus den Niederlanden, wo der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge nach der Kürzung von Subventionen wieder massiv zurückgegangen sei, belegten die lediglich kurzfristige Wirkung solcher Massnahmen. (Quelle: auto-schweiz)

Die ganze Pressemitteilung findet man unter
www.auto.swiss

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