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Ausgerechnet zwei Vorstandsmitglieder des Vereins Secondas verhindern im Zürcher Kantonsrat das Ausländerstimmrecht.

Ausländerinnen und Ausländer erhalten weiterhin kein Stimmrecht in den Gemeinden im Kanton Zürich (Symbolbild). Foto: Christian Beutler (Keystone)

Nach Nein zu Ausländerstimmrecht

«Armutszeugnis erster Güte»: Verein Secondas in Turbulenzen

Ausgerechnet zwei Vorstandsmitglieder des Vereins Secondas verhindern im Zürcher Kantonsrat das Ausländerstimmrecht. Jetzt hagelt es Kritik von links. So reagieren die beiden FDP-Politikerinnen.

Ausländerinnen und Ausländer erhalten weiterhin kein Stimmrecht in den Gemeinden im Kanton Zürich (Symbolbild). Foto: Christian Beutler (Keystone)

Veröffentlicht am: 23.05.2023 – 15.57 Uhr

Zwei fehlende Stimmen brachten das Ausländerstimmrecht am Montag im Kantonsrat zum Kippen. Der Vorschlag von SP, GLP, Grünen und AL sah ein fakultatives Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer mit C-Ausweis auf Gemeindeebene vor, scheiterte aber mit 84 gegen 82 Stimmen.

Brisant: Zwei Vertreterinnen des Vereins Secondas Zürich, der das Vorhaben in den vergangenen Jahren massgeblich vorangetrieben hatte, enthielten sich der Stimme. Hätten auch sie Ja gesagt, wäre die Initiative mit Stichentscheid der SP-Ratspräsidentin durchgekommen. Beide Frauen sind Freisinnige: Sonja Rueff-Frenkel ist Vorstandsmitglied von Secondas, Isabel Garcia langjährige Präsidentin.

Prominentes Mitglied tritt aus Protest ausAuf linker Seite sorgte die Stimmenthaltung der beiden Secondas-Vertreterinnen für einen Sturm der Entrüstung. «Es fehlten exakt 2 Stimmen. Schon wieder Wähler*innenbetrug?» ärgerte sich SP-Kantonsrat Nicola Siegrist auf Twitter. 

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