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Bundesrat Ueli Maurer

Bundesrat Ueli Maurer am Freitag, 30. September 2022 – dem Tag seiner Rücktrittsankündigung. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Ueli Maurer und die CS

Der angeschlagene Bankenfreund

Ueli Maurer hat sich als Finanzminister stets für die Anliegen der Bankenbranche eingesetzt – und gerät jetzt als Mitschuldiger am CS-Debakel in Verdacht. Zu Recht? 

Bundesrat Ueli Maurer am Freitag, 30. September 2022 – dem Tag seiner Rücktrittsankündigung. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Veröffentlicht am: 24.04.2023 – 17.20 Uhr

Ueli Maurer ist wütend. Man weiss es erst seit ein paar Tagen. Wochenlang hatte der Alt-Bundesrat zum Fall Credit Suisse (CS) geschwiegen. Am Montag aber war Maurer beim Zürcher Sechseläuten zugegen und gab gegenüber anwesenden Medien eine Stellungnahme ab. Eine Stellungnahme zur Frage: Hat er als Finanzminister bei der CS zu spät und zu wenig genau hingeschaut? Bei TeleZüri hörte sich seine Antwort so an:

«Wer solche Kritik anbringt, kommt hinten und vorne nicht draus und hat keine Ahnung, wie das Finanzgeschäft und das Bankengeschäft ablaufen. Sonst würde man nicht so blöde Fragen stellen und solche Kritik anbringen. Aber es ist natürlich schade, dass die CS so weit gekommen ist. Vielleicht hätte man es korrigieren können. Angefangen hat es vor Jahren, nicht vor Tagen.» – «Sie haben sich nichts zuschulden kommen lassen?» – «Sicher nicht, nein. Ich habe das eng begleitet. Ich hätte auch noch andere Ideen gehabt. Doch es braucht immer Mehrheiten, wie man bekanntlich weiss.» – «Können Sie das einfach so stehen lassen?» – «Ja, ich habe dazu nicht mehr zu sagen.»

Mehr hat er nicht zu sagen. Maurer hat auch eine Gesprächsanfrage dieser Zeitung abschlägig beantwortet. Die Botschaft allerdings ist platziert: Da ist einer mit sich und seiner Vergangenheit im Reinen. Und wer es kritischer sieht, gar «blöde Fragen» stellt, der hat keine Ahnung.

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