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Rüti blickt in ein finanziell wolkenloses Steuerjahr. Archivbild: Nicolas Zonvi

Rütner Gemeinderat will 2 Prozent tiefere Steuern

Trotz Mehrausgaben rechnet der Gemeinderat Rüti kommendes Jahr mit einem Plus von 1,6 Millionen Franken. Deshalb schlägt er der Gemeindeversammlung vor, die Steuern auf 119 Prozent zu senken.

Rüti blickt in ein finanziell wolkenloses Steuerjahr. Archivbild: Nicolas Zonvi

Veröffentlicht am: 10.10.2022 – 12.28 Uhr

Die Gemeinde Rüti blickt in ein heiteres Steuerjahr. So heiter, dass der Gemeinderat versucht ein wichtiges Ziel seiner Strategie umzusetzen: den Steuerfuss runterzubringen. Die momentane Finanzlage erlaube diesen Schritt, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. 

Drei Pfeiler würden das nötige finanzielle Polster dafür geben: So seien die Rechnungsabschlüsse in der Vergangenheit zum Teil deutlich besser ausgefallen als erwartet. Auch profitiert die Gemeinde von kantonalen Gesetzesänderungen und einem Gerichtsentscheid. So muss der Kanton sich stärker an Heimkosten beteiligen, als das bisher der Fall war und auch Rückzahlungen vornehmen.

Einmaliger Zustupf

Unter dem Strich budgetiert der Gemeinderat für kommendes Jahr ein Plus von 1,6 Millionen Franken. Das sind zwar 0,4 Millionen Franken weniger als im Budget 2022 aber immer noch ein Plus. 

Die Auflösung des Zweckverbands Kreisspital Rüti schenkt der Gemeindekasse besonders ein, mit 6,1 Millionen Franken. Dieses Geld soll in die finanzpolitische Reserve fliessen und helfen, künftige Schwankungen in den Erfolgsrechnungen abzufedern.

Der Aufwand steigt nächstes Jahr auf rund 161 Millionen Franken und beim Ertrag rechnet der Gemeinderat mit 163 Millionen Franken. Das sind je rund 30 Millionen Franken mehr als im Budget 2022.

Ehemaliges Spital sorgt für hohen Aufwand

Die Auflösung des Zweckverbands ehemaliges Kreisspital Rüti wirkt sich auf das Finanzvermögen der Gemeinde aus. 13 Millionen Franken kostet die Gemeinde der Kauf, beziehungsweise die Übernahme der Liegenschaften und Grundstücke auf dem ehemaligen Spitalareal unter dem Strich.

Aber der Gemeinderat plant für kommendes Jahr auch hohe Investitionen: Allein in die Umsetzung des Energieverbundes Rüti Zentrum sollen 1,6 Millionen Franken fliessen. Hohe Ausgaben stehen auch im Strassenwesen und für Schulliegenschaften an. Insgesamt belaufen sich diese steuerfinanzierten Investitionen auf 14,2 Millionen Franken.

Ausserdem muss die Gemeinde rund eine Million Franken in die Schule investieren. Für neue Kindergarten- und Primarschulklassen, die nötig seien. Aber auch für die geplante Funktion Leitung Bildung, weitere Schulsozialpädagogikstellen und zusätzliches Betreuungspersonal für einen neuen Mittagstisch.

Getrübte Aussichten für die Zukunft

Im Zeitraum von 2019 bis 2026 schliesst der Gemeinderat mit einem Ertragsüberschuss von 6,2 Millionen Franken deutlich über den Erwartungen. Mit dem geplanten tieferen Steuerfuss und zu erwartenden steigenden Aufwendungen rechnet der Gemeinderat ab 2024 mit weniger rosigen Aussichten.

Die Erfahrung zeige aber auch, dass die Rechnungsergebnisse in den letzten Jahren häufig besser ausgefallen seien und die geplanten Investitionen nicht immer im vollen Umfang umgesetzt würden.

Das Budget 2023 wird der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2022 vorgelegt. 

(muc)


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