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Wegen jüngsten Stromsparmassnahmen

Jusos kritisieren Wetziker Stadtrat fürs Lichterlöschen

Die Juso Zürcher Oberland ist verärgert. Die Jungpartei kann nicht nachvollziehen, dass die Stadt Wetzikon die Strassenbeleuchtung per sofort um 23 Uhr vorzeitig abschalten will. Das sei «Energiesparen auf Kosten der Sicherheit von Menschen».

Redaktion
Züriost
Montag, 10. Oktober 2022, 16:00 Uhr Wegen jüngsten Stromsparmassnahmen
Die Strassenbeleuchtung in Wetzikon wird reduziert.
Symbolfoto: Seraina Boner

Ab heute, Montag, bleiben die Strassen in Wetzikon ab 23 Uhr dunkel. Das hat die Stadt letzte Woche bekannt gegeben. Es ist eine Sofortmassnahme, mit der die Stadt einen Beitrag zum Stromsparen leisten will. Normalerweise würden die Strassenlaternen bis 1 Uhr nachts brennen - also zwei Stunden länger. 

Dieser Beschluss empört die Juso Zürcher Oberland. «Von Gewalt betroffenen und gefährdeten Menschen kann das Licht der Strassenlaternen ein wichtiges Stück Sicherheit gewährleisten», sagt Anaïs Dolder, Co-Präsidentin der Juso Zürcher Oberland.

Der Stadtrat sei sich des Risikos seines Entscheids bewusst, schreibt die Partei in einer Mitteilung.

«Tradition über Sicherheit»

«Wir haben diese Massnahme mit der Stadtpolizei besprochen», erklärte die zuständige Stadträtin Christine Walter Walder (Grüne) gegenüber dieser Zeitung schon letzte Woche. In der Regel seien die Menschen vor 23 Uhr Zuhause und sollte es vermehrt zu Vorfällen kommen, müsse man den Entscheid nochmals überdenken. 

Damit gehe der Stadtrat bewusst das Risiko von sexuellen Übergriffen und anderen Gewalttaten ein und würde Menschenleben gefährden, schreibt die Juso auf diese Argumentation.

Dass Wetzikon nicht komplett auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten will, sei angesichts dessen «reiner Hohn», so die Juso. Der Stadtrat stelle damit Tradition über die Sicherheit von Menschen.

(muc)

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