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Definitive Leistungsaufträge

Das sagen die Ustermer Parteien

Aufatmen in Uster: Der Kanton hat dem Spital definitive Leistungsaufträge bis 2026 erteilt. Jetzt melden sich die örtlichen Parteien zu Wort.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 01. September 2022, 09:25 Uhr Definitive Leistungsaufträge
Der Kanton hat die provisorischen Leistungsaufträge für das Spital Uster in definitive umgewandelt.
Archivfoto: Seraina Boner

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Grünliberale Uster: «Spital kann Entwicklung weiter vorantreiben»

Die glp Uster ist erfreut über den Entscheid des Zürcher Regierungsrats, dem Spital Uster den Leistungsauftrag definitiv zu erteilen. Das schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. 

Dies ermögliche weiterhin eine funktionierende Gesundheitsversorgung der Stadt Uster und der umliegenden Gemeinden. Dabei nehme das Spital Uster eine zentrale Rolle ein. «Das Spital Uster ist in der Bevölkerung breit abgestützt, wie die erst kürzlich deutlich gewonnene Abstimmung zur Umwandlung des Zweckverbands in eine AG gezeigt hat.» Nun die Entwicklung weiter vorangetrieben werden. 

Finanziell stark verbessert

Gerade in einer Zeit, in der die Bettenkapazitäten der Spitäler ein grosses Thema sind, hätte die glp Uster eine Reduktion derer unverständlich gefunden. Zumal sich das Spital finanziell stark verbessert hat und den Turnaround geschafft zu haben scheint, heisst es in der Mitteilung weiter. 

Für die Stadt Uster sei es erfreulich, dass die Arbeits- und Ausbildungsplätze des Spitals selbst und auch die damit verbundenen Aufträge ans lokale Gewerbe erhalten bleiben.

Bedauernswert sei, dass die Gesundheitsdirektion einen beträchtlichen Reputationsschaden des Spitals Uster in Kauf genommen und sowohl in der Bevölkerung als auch vor allem bei den Mitarbeitenden bis zum jetzigen Entscheid eine grosse Unsicherheit bestanden hat

SP Uster: «Gesundheitsversorgung der Stadt und Region sichergestellt»

Die SP Uster ist erleichtert über den Entscheid der Gesundheitsdirektion. Mit den neuen Leistungsaufträgen ist die weitere Gesundheitsversorgung der Stadt Uster und der Region sichergestellt. Dies sei wichtig, da die Region Oberes Glattal bis 2032 ein weiteres Bevölkerungswachstum erfahren werde und die Nachfrage nach akutsomatischen Leistungen weiter steigen werde.

Im Vorfeld des Entscheides hätten sich breite Kreise – Trägergemeinden, Parteien, Verbände, Ärzteschaft – für den Erhalt des Spitals Uster stark gemacht. Insbesondere habe sich der Stadtrat Uster hinter den Kulissen in vielen Gesprächen mit kantonalen Stellen und Entscheidungsträgern aber auch in der Öffentlichkeit, so etwa mit einem offenen Brief an den Gesamtregierungsrat, für das Spital Uster eingesetzt. Diese Bemühungen hätten nun Früchte getragen. «Für dieses Engagement bedankt sich die SP Uster bei den Verantwortlichen.»

SVP Uster: «Ein positives Signal»

Daniel Schnyder, Präsident der SVP Uster, zeigt sich erleichtert über den Entscheid des Regierungsrats: «Die SVP Uster anerkennt die weitsichtige Planung unter der Federführung von Regierungsrätin Natalie Rickli und ihrer Gesundheitsdirektion. Stets haben wir uns für ein wirtschaftlich gesundes Spital und eine zukunftsfähige Organisationsform stark gemacht. Entsprechend freuen uns sehr über den positiven Entscheid zugunsten des Spital Uster», lässt er sich in einer Medienmitteilung zittieren. 

Eine tragende Rolle in der Versorgungsregion

Es sei gleichzeitig ein positives Signal an seine Mitarbeitenden und die Bevölkerung in der Versorgungsregion. Die SVP dankt einerseits den Verantwortlichen des Spitals, die den Turnaround eingeleitet haben, und andererseits der Gesundheitsdirektion, die gemeinsam mit dem Spital einen gangbaren Weg gefunden hat.

«Das Spital Uster ist einer der grössten Arbeitgeber und Lehrlingsausbildner in Uster. Im Interesse der Patientinnen und Patienten, der Mitarbeitenden, der Ustermer Bevölkerung, der Steuerzahlenden, der Zuweisenden und der Wirtschaft dankt die SVP Uster den Spitalverantwortlichen dafür, dass sie diesen Weg weiterverfolgen», lässt sich die Partei weiter zitieren. Mit einer gezielten Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen und einer nachhaltigen Sicherstellung der wirtschaftlichen Stabilität könne das Spital Uster weiterhin eine tragende Rolle in der Versorgungsregion einnehmen. (tas)

FDP Uster: «Ein Anliegen aller Parteien und Verbänden»

Die FDP Uster zeigt sich erfreut über den Entscheid der Regierungsrats, dem Spital Uster die Leistungsaufträge im Rahmen der Spitallistenüberprüfung nun doch definitiv zu erteilen.

Dies habe die Partei schon in der Vernehmlassung gefordert und in der Fraktionserklärung vom 30. Mai 2022 an der Gemeinderatssitzung nochmals klar formuliert. «Die Auflage, die finanzielle Stabilität bis 2025 nachzuweisen, ist nachvollziehbar und fair. Sie trägt den beiden finanziell aussergewöhnlich schwierigen Pandemiejahren Rechnung und estimiert die bereits im letzten Jahr vollbrachten Leistungen des Spitals, den Turnaround zu schaffen.»

Das Spital sei, auch Dank der neuen Möglichkeiten aufgrund der anstehenden Rechtsformänderung, auf gutem Weg, ein wichtiges Standbein der Gesundheitsversorgung des Zürcher Oberlandes zu bleiben und der Stadt Uster als wichtiger Arbeitgeber langfristig erhalten zu bleiben. Dass alle Ustermer Parteien und Verbände bei der Abstimmung zur Rechtsformänderung zusammengestanden sind, habe womöglich dazu beigetragen. Der Erhalt des Spitals sei ein Anliegen aller Parteien und Verbände, daher sollte es auch möglich sein, die Auflagen bis 2025 gemeinsam zu schaffen. (tas)

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