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Für den Ernstfall gewappnet

Kanton bereitet sich auf Stromkrise vor

Noch wird die Diskussion über einen möglichen Strommangel hierzulande mit weniger Schaum vor dem Mund geführt als in Deutschland. Doch das Problem existiert und der Kanton will sich dem stellen.

Agentur
sda
Freitag, 15. Juli 2022, 12:15 Uhr Für den Ernstfall gewappnet
Mehrere Hochspannungsmasten im Licht des Sonnenuntergangs.
Immerhin, der Kanton hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit einer möglichen Stromkrise befasst. Doch das allein wird vermutlich nicht reichen.
Foto: Pixabay

Im nächsten Winter könnte es zu einer Stromknappheit kommen. Der Zürcher Regierungsrat hat darum eine Arbeitsgruppe zur Versorgungssicherheit gegründet. Ziel ist es, die Rollen bereits jetzt zu klären – nicht erst, wenn der Ernstfall eintritt.

Der Bund bestimmt zwar, wie mit einer Versorgungskrise umgegangen wird. Doch die Kantone suchen jetzt schon ihre Rolle, wie Regierungsrat Martin Neukom (Grüne) vor den Medien sagte. «Wir haben zum Glück noch etwas Zeit, es ist noch nicht Winter.»

Solarenergie massiv ausbauen

Der Krieg in der Ukraine und die weltweite Klimakrise prägten die Energiepolitik, hielt der Regierungsrat fest. Er will darum rasch Massnahmen umsetzen, um von der fossilen Energie wegzukommen.

Dazu brauche es einen massiven Ausbau der heimischen Solarenergie und es gelte, das Potenzial bei der Biomasse und der Windenergie auszuschöpfen, sagte Neukom.

Allerdings gebe es Grenzen, etwa bei der Windenergie. Windräder könnten nicht in Siedlungsnähe gebaut werden oder in «schönen Landschaften», wie Neukom sagte.

Abwärme von Rechenzentren

Der Kanton könnte über 50 Prozent seines Strombedarfs selber produzieren, sagte der Baudirektor. Dies allein mit erneuerbaren Energien. Heute werden auf diese Weise bloss 18 Prozent des Zürcher Bedarfs produziert.

Viel Spielraum habe der Kanton noch im Gebäudebereich, so Neukom. Auch bei der Abwärme, etwa von Kehrichtverbrennungen, Kläranlagen und Rechenzentren, könne noch viel erreicht werden.

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