×
Stadtparlament Illnau-Effretikon

Jetzt ist die Aufstellung gemacht

In der ersten Sitzung der neuen Legislatur hat das Stadtparlament Illnau-Effretikon den Sozialdemokraten Maxim Morskoi zum Ratspräsidenten gewählt. Jubel, Trubel, Einigkeit? Nicht nur. Bei der Wahl des Präsidiums der Geschäftsprüfungskommission wurde es eng.

Matthias
Müller
Donnerstag, 14. Juli 2022, 21:30 Uhr Stadtparlament Illnau-Effretikon
Maxim Morskoi, Hansjörg Germann und Simon Binder: Die drei neuen starken Männer im Parlament von Illnau-Effretikon.
Das neue Ratspräsidium: Präsident Maxim Morskoi (l.), der erste Vize Hansjörg Germann (Mi.) und Simon Binder.
Seraina Boner

Am Freitag endet im Kanton das alte Schuljahr. Es ist nicht ganz frei von Ironie, dass just am Donnerstagabend das Stadtparlament Illnau-Effretikon seine erste Sitzung der neuen Legislatur abhielt – und die Szenerie stark an den ersten Schultag erinnerte.

Gleich neun Parlamentarierinnen und Parlamentarier waren neu mit dabei, ein zehnter fehlte wegen einer Terminkollision. Alle mussten sie ihr Namenstäfelchen im Plenum zuerst suchen. Eine gewisse Anspannung war trotz einer vermeintlich lockeren Stimmung im Stadthaussaal durchaus zu spüren.

Spätestens mit der Wahl des Ratspräsidiums hatte der Politbetrieb seine Bahnen dann aber schnell gefunden. Das Plenum folgte dem Vorschlag der interfraktionellen Konferenz und wählte Maxim Morskoi (SP) mit 27 Stimmen zum Ratspräsidenten, Hansjörg Germann (FDP) mit 32 Stimmen zum ersten und Simon Binder (SVP) mit 34 Stimmen zum zweiten Vizepräsidenten.

Muskelspiel der politischen Mitte

Ganz glatt liefen die Personalwahlen nicht durch. Die interfraktionelle Konferenz hatte sich im Vorfeld zwar auf die insgesamt 18 Mitglieder für die beiden vorberatenden Kommissionen und das Präsidium der Rechnungsprüfungskommission (Thomas Hildebrand, FDP) einigen können, nicht aber auf das Präsidium der Geschäftsprüfungskommission.

Das Parlament gab in einer Kampfwahl mit 20 Stimmen dem Grünliberalen Beat Bornhauser den Vorzug vor dem SVP-Abgeordneten Roman Nüssli, der 15 Stimmen auf sich vereinte. Ein Resultat, das auch als Muskelspiel der Siegerin der letzten Erneuerungswahlen, der politischen Mitte, verstanden werden kann.

Die zwei Sachgeschäfte, die im Anschluss noch diskutiert wurden, gingen wieder ohne grösseren Dissens durch. Zentral war vor allem, dass der private Gestaltungsplan «Wohnen am Stadtgarten» ebenso einstimmig genehmigt wurde, wie die dazu notwendigen Teilrevisionen des Zonen- und privaten Gestaltungsplan «Stadthaus».

Dass im Anschluss noch die Baurechnungen für den Ersatz des Regenbeckens Brandriet und den Neubau des WC-Gebäudes auf dem Areal Moosburg genehmigt wurde, war dagegen Formsache.

Ausführlicher Bericht folgt

Die Beschlüsse des Stadtparlaments:

- Maxim Morskoi (SP) wurde als Ratspräsident, Hansjörg Germann (FDP) zum ersten Vizepräsidenten und Simon Binder (SVP) zum zweiten Vizepräsidenten gewählt.

- Alexander Salim, Thomas Hildebrand (beide FDP), Simone Wegmann (Mitte), Stefan Hafen, Markus Annaheim (beide SP), Ralph Antweiler (GLP), Yves Cornioley, Luc Jacquat (beide SVP) und Ari Bruinink (Grüne) nehmen während der nächsten vier Jahre in der Rechungnsprüfungskommission Einsitz. Präsidiert wird sie durch Thomas Hildebrand (FDP).

- Annina Annaheim, Regula Hess (beide SP), Thomas Schumacher, Roman Nüssli, Daniel Huber (alle SVP), Katharina Morf (FDP), David Zimmermann (EVP), Beat Bornhauser (GLP) und Melanie Haas (Mitte) nehmen während der nächsten vier Jahre in der Geschäftsprüfungskommission Einsitz. Präsidiert wird sie durch Beat Bornhauser (GLP).

- Der Antrag zur Teilrevision des Zonenplans «Stadthaus» wurde angenommen.

- Der Antrag zur Teilrevision des privaten Gestaltungsplan «Stadthaus» wurde angenommen.

- Der Antrag zur Genehmigung des privaten Gestaltungsplan «Wohnen am Stadtgarten» wurde angenommen.

- Die Bauabrechnungen zum Ersatz des Regenbeckens Brandriet und zum Neubau des WC-Gebäudes auf dem Areal Moosburg wurden genehmigt.
 

Kommentar schreiben