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Neues Fördermodell

Uster macht mehr Geld für Kulturförderung locker

50'000 Franken will die Stadt jährlich für die Förderung von Theater- und Tanz-Produktionen ausgeben. Das Pilotprojekt geht bis 2025.

Redaktion
Züriost
Montag, 13. Juni 2022, 17:09 Uhr Neues Fördermodell
Auf einer gelben Parkbank liegt eine Frau im gepunkteten Kleid, eine Frau steht an der Rückenlehne, eine Cellospielerin weiter im Hintergrund.
Profitieren vom neuen Fördermodell: Theaterproduktionen wie «Die Bank» von Beatrice Stebler, Regie: Eveline Ratering.
PD/Martin Guggisberg

Die Stadt Uster baut die Förderung von Kultur-Produktionen in den Bereichen Theater und Tanz aus. Laut einer Medienmitteilung will sie so das einheimische Schaffen stärken und in seiner Entwicklung fördern.

Zu diesem Zweck baut die Stadt das Engagement der städtischen Förderstelle aus und verstärkt die Zusammenarbeit mit der Kulturgemeinschaft Uster (KGU). Dafür stellt sie rund 50'000 Franken pro Jahr zur Verfügung.

Neue Förderstrukturen

Das «Kulturkonzept 2020 bis 2028» strebt gute Bedingungen für Kulturproduktionen und Kreativwirtschaften an. In den Bereichen Tanz und Theater sollen neue Förderstrukturen helfen, dieses Ziel zu erreichen.

«Es müssen auch Proberäume zur Verfügung stehen und eine Bühne für die Endproben und die Premierenvorstellungen.
Christian Zwinggi, Kulturbeauftragter der Stadt Uster

Stärker als früher werde dabei der ganze Produktionsprozess von der Kreation, über die Produktion bis hin zur Distribution betrachtet werden. «Es genügt nicht, Produktionen finanziell zu unterstützen», lässt sich Christian Zwinggi, der Kulturbeauftragte der Stadt, in der Mitteilung zitieren.

«Es müssen auch Proberäume zur Verfügung stehen und eine Bühne für die Endproben und die Premierenvorstellungen. Anschliessend sollen möglichst viele Folgevorstellungen ausserhalb von Uster stattfinden können.»

Kultur-Partner an Bord

Die Fördergelder in Höhe von 50'000 Franken sollen aus dem Kulturbudget kommen. Die Gesuche würden aufgrund der bestehenden Richtlinien beurteilt. Neu wird der Vergabeentscheid gemeinsam mit der Kulturgemeinschaft Uster (KGU) getroffen. «Dies stellt sicher, dass die Kunstschaffenden nebst der finanziellen Förderung auch die Bühne im Kulturhaus Central für die Endproben und Premierenvorstellungen nutzen können», schreibt die Stadt.

Zudem könne das Netzwerk der KGU mit anderen Veranstaltungsorten für die weitere Vermarktung der Produktion hilfreich sein.

Die neue Produktionsförderung wird als Pilotprojekt bis 2025 lanciert. Der erste Eingabetermin für Produktionsgesuche ist der 15. August 2022. jöm

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