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Ticker | Gemeinde-Rechnungen 2021

Jahresrechnung Bauma mit 2,7 Millionen Überschuss

Welche Gemeinde schreibt rote, welche schwarze Zahlen im zweiten Pandemiejahr? Hier informieren wir laufend über die Finanzergebnisse der Gemeinden.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 26. April 2022, 16:25 Uhr Ticker | Gemeinde-Rechnungen 2021

Ticker

Bauma

Die Jahresrechnung 2021 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 2,7 Millionen Franken ab. Dies schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung. Budgetiert war eine schwarze Null von 34'722 Franken. Neben Minderaufwendungen in verschiedenen Aufgabenbereichen sei der hohe Überschuss vor allem auf höhere Steuerträge zurückzuführen. Die Steuererträge wurden aufgrund der unklaren Corona-Situation vorsichtig budgetiert. Bei den Sondersteuern sind die während der Corona-Pandemie entstandenen Preisanstiege im Bereich der Immobilien deutlich spürbar geworden. Die Nettoschuld pro Einwohnerin und Einwohner betrug Ende 2020 noch 1'666 Franken und reduziert sich per 31. Dezember 2021 auf 1'184 Franken  pro Einwohnerin und Einwohner. Diese Kennzahl sei sehr grossen Schwankungen unterworfen, wobei die Entwicklung jedoch erfreulich sei.

Bäretswil

 Die Erfolgsrechnung 2021 der Gemeinde Bäretswil schliesst mit einem kleineren Ausgabenüberschuss von 55'000 Franken ab, während ein Ausgabenüberschuss von 483‘000 Franken budgetiert war. Dies schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung. Der Aufwand betrug 28,4 Millionen Franken und der Ertrag 28,3 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen betrugen 5,7 Millionen Franken bei einem Budget von 7,3 Millionen Franken und konnten mit dem erwirtschafteten Cashflow von 1,4 Millionen Franken bei Weitem nicht aus eigenen Mitteln finanziert werden. Das Eigenkapital beträgt insgesamt 28,8 Millionen Franken, wovon 6,5 Millionen Franken die gebührenfinanzierten Bereiche Wasser, Abwasser und Abfall betreffen. Das Nettovermögen pro Einwohner verringerte sich durch die ausserordentlich hohen Investitionen um minus 839 Franken auf 1‘180 Franken. 

Stabile Steuerkraft

Auf der Ertragsseite fielen die Gemeindesteuern bei einem Steuersatz von unveränderten 102 Prozent mit Fr. 12,7 Millionen um 980'000 Franken höher als budgetiert und auch 644'000 Franken höher als im Vorjahr aus. Entgegen den vorsichtigen Erwartungen habe sich die Corona-Pandemie offenbar kaum auf die Steuerkraft der Gemeinde ausgewirkt. So hat die Steuerkraft pro Einwohner trotz Corona um 9,4 Prozent von 2‘321 Franken auf 2‘540 Franken zugenommen (Budget 2‘237 Franken). Die Grundstückgewinnsteuern sind hingegen mit 1,1 Millionen Franken deutlich tiefer als das Budget mit 1,6 Millionen Franken und viel tiefer als im Vorjahr mit 2,1 Millionen Franken ausgefallen. 

Maur

Die Jahresrechnung 2021 der politischen Gemeinde Maur schliesst trotz Corona-Pandemie mit einem Ertragsüberschuss von 6,65 Millionen Franken ab und damit um 7,61 Millionen besser als das budgetierte Defizit von 950'000 Franken. «Es gilt allerdings zu beachten, dass dieses Jahresergebnis aufgrund des Übergangs zur neuen Rechnungslegung HRM2 noch um rund 3 Millionen Franken zu positiv dargestellt wird, da die Abschreibungen noch nicht den Restfinanzierungsbedarf der Gemeinde widerspiegeln», heisst es in der Mitteilung der Gemeinde.

Der positive Abschluss verdankt sich in erster Linie den guten Steuererträgen, heisst es weiter. Die Grundstückgewinnsteuern erreichen mit 9,41 Millionen Franken einen neuen Rekordwert. Die ordentlichen Gemeindesteuern übertreffen das Budget um 3,86 Millionen Franken und erreichen 46,92 Millionen Franken.

Die Selbstfinanzierung beläuft sich auf 13,49 Millionen Franken, womit die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von 12,7 Millionen Franken vollständig aus den laufenden Erträgen finanziert werden können. Dies zeigt sich in einem Selbstfinanzierungsgrad von 106 Prozent. Das Nettovermögen steigt durch den Finanzierungsüberschuss per Ende 2021 auf 82,1 Millionen Franken und der Bilanzüberschuss erhöht sich auf 206,49 Millionen Franken. (zo)

Zell

Zell darf sich über positive Neuigkeiten zum Thema Finanzen freuen. Wie die Gemeinde mitteilt, schliesst die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von knapp 2 Millionen Franken ab. Dem Gesamtaufwand von rund 42,8 Millionen Franken steht ein Ertrag von gut 44,8 Millionen Franken gegenüber. Im Vergleich zum Budget entspricht das einer Ergebnisverbesserung von 1,5 Millionen Franken.

Besonders der Bereich Finanzen und Steuern konnte 2021 Mehrerträge verzeichnen. Bei den ordentlichen Steuern vom Rechnungsjahr waren es rund 131'000 Franken, bei denen aus Vorjahren knapp 1,7 Millionen Franken. Hinzu kommen ein Mehrertrag aus den Grundstückgewinnsteuern von gut 755'000 Franken und einer aus diversen Positionen von rund 310'000 Franken.

Tiefere Nettoinvestitionen

Auch drei weitere Bereiche stechen in der Erfolgsrechnung positiv hervor. Die Verwaltung liegt dank Baubewilligungsgebühren und anderen Positionen gut 160'000 Franken unter dem Budget. Beim Verkehr sind es knapp 260'000 Franken. Grund dafür sind tiefere Ausgaben beim Unterhalt von Strassen und Verkehrswegen sowie bei Abschreibungen.

Bei der Volkswirtschaft macht sich vor allem wegen der Corona-Sonderdividende der Zürcher Kantonalbank (ZKB) von rund 138'000 Franken ein Mehrertrag bemerkbar.

Die Nettoinvestitionen fallen mit rund 2,7 Millionen Franken um rund 1,9 Millionen Franken tiefer aus, als für das Jahr 2021 geplant. Gründe dafür sind Projekte, die noch im Bau sind, die nicht realisiert oder die verschoben wurden.

(agy)

 

Russikon

Wie die Gemeinde Russikon mitteilt, schliesst die Jahresrechnung 2021 mit einem Aufwand von 25,4 Millionen Franken und einem Ertrag von 28 Millionen Franken. Somit beträgt der Ertragsüberschuss 2,6 Millionen Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 1,35 Millionen.

Ursprünglich rechnete der Gemeinderat mit Steuereinbussen von 6,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Dieser Einbruch der Steuereinnahmen sei nicht eingetroffen, wie die Gemeinde schreibt. Die Gesamtsteuereinnahmen bewegten sich im Jahr 2021 mit 15,4 Millionen Franken auf dem Niveau des Jahres 2020 als 15,3 Millionen Franken eingenommen wurden. 

Die hauptsächlichen Gründe für den unerwartet guten Abschluss sind die Steuereinnahmen, wobei auch 1 Million Franken Grundstückgewinnsteuern verbucht werden konnten. Von den geplanten Nettoinvestitionen von rund 4,3 Millionen Franken konnten 1,9 Millionen Franken getätigt werden. Die nicht realisierten Investitionsvorhaben von rund 2,4 Millionen Franken sind grösstenteils das Ergebnis von Verzögerungen und wurden in die die kommenden Jahre verschoben.

Grüningen

Wie der Gemeinderat von Grüningen informiert, schliesst die Erfolgsrechnung 2021 der Politischen Gemeinde bei einem Aufwand von 15,2 Millionen und einem Ertrag von 15,9 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 690'000 Franken ab. Der ordentliche Steuerertrag ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, jedoch ist er immer noch höher als budgetiert ausgefallen. Die Grundstückgewinnsteuern sind erneut sehr hoch.

Die Nettoinvestitionen beim Verwaltungsvermögen betragen CHF 2,4 Millionen Franken. Die finanzpolitischen Reserven sind unverändert geblieben. Der Ertragsüberschuss wird dem Bilanzüberschuss zugewiesen, der sich dadurch auf CHF 10,3 Millionen Franken erhöht.

Derweil schliesst die Erfolgsrechnung der Schulgemeinde bei einem Aufwand von 9,8 Millionen und einem Ertrag von 9,3 Millionen Franken mit einem Plus von 524'000 Franken.

Die Nettoinvestionen im Verwaltungsvermögen betragen 1,3 Millionen Franken, wegen einer Entnahme aus der Reserve von 750'000 Franken vermindert sich der Bilanzüberschuss auf 6,9 Millionen Franken.

Dürnten

Die Dürntner Jahresrechnung 2021 schliesst mit einem Plus von 3,3 Millionen Franken. Die Gemeinde hatte lediglich mit einem Gewinn von 15‘500 Franken gerechnet, was  eine beachtliche Abweichung im Budget von 3,4 Millionen Franken ergibt.

Die Jahresrechnung sei gegenüber dem Budget vor allem im Bereich der ordentlichen Steuern, die 3,1 Millionen Franken ausmachen, besser ausgefallen, heisst es in der Mitteilung. «Die steuerlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren kaum spürbar und somit einiges geringer als bei der Budgetierung im Sommer 2020 erwartet wurde.»

Die Veranlagungen für das Steuerjahr 2020 im Jahresabschluss 2021 wiesen eine starke Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert aus. Weiter habe der Ertrag beim Kapitaldienst sowie die ZKB-COVID-19-Sonderdividende von rund rund 0,2 Millionen Franken zu diesem positiven Rechnungsergebnis beigetragen. Diese Erträge könnten die zusätzlichen Aufwände wie ZVV-Defizitbeitrag und Material zur Verhinderung der Ausbreitung im Zusammenhang mit der Pandemie decken.

Im Vergleich zum Budget erhöht sich der Gesamtaufwand von 51,1 Millionen Franken um 0,9 Prozent. Der Gesamtertrag von 54,5 Millionen Franken erhöht sich um 7,6 Prozent. Die erwirtschaftete Selbstfinanzierung beträgt 7,2 Millionen Franken, heisst es in der Mitteilung.

Die Nettoinvestitionen beim Verwaltungsvermögen betragen 4,4 Millionen Franken und sind um 2,7 Millionen Franken (-38,1 Prozent) tiefer ausgefallen.

Verzögerungen und Lieferengpässe

Im Bereich Infrastruktur gab es Mehrausgaben infolge der verzögerten Fertigstellung der Versorgungsleitung an der Dürntner-, Rothaus- und Bubikonerstrasse.

Auch Minderausgaben sind wegen Lieferverzügen aufgrund der Pandemie oder anderen Verzögerungen zustande gekommen. Beispielsweise beim Ersatz der Leuchtmittel der Strassenkandelaber. Der Baustart für die Sanierung der Bushaltestelle an der Sennhüttenstrasse sowie die Sanierung der Versorgungsleitung an der Hinwilerstrasse mussten aufgrund der Erstellung des Rad- und Gehweges an der Oberdürntner-/Pilgerstrasse in die Folgejahre verschoben werden mussten. 

Investitionsprojekte und Ukraine-Krise

Die 4,4 Millionen Franken Investitionsausgaben im 2021 konnten vollständig durch Eigenmittel finanziert und das Nettovermögen erhöht werden, das für die notwendigen anstehenden Investitionen wie Schulhausbau sowie Erweiterung Gemeindeverwaltung zur Verfügung steht.

Es bestand ein Finanzierungsüberschuss von 2,8 Millionen Franken.

Die grossen Investitionsprojekte mit Schulhaus und Gemeindeverwaltung würden den Finanzhaushalt in den nächsten Jahren wesentlich beeinflussen, heisst es in der Mitteilung weiter. Auch die Ukraine-Krise könnte darauf einen Einfluss haben.

Wildberg

Die Wildberger Jahresrechnung 2021 schliesst mit einem ausserordentlichem Ertragsüberschuss von 986'330 Franken ab. Dem Gesamtaufwand von 5,7 Millionen Franken stehen Erträge von 6,7 Millionen Franken gegenüber. Dies schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. 

Der budgetierte Ertragsüberschuss von 23'600 Franken wurde um 962'730 Franken übertroffen. In den beiden Vorjahren konnte die Gemeinde jeweils unterschiedliche Ergebnisse von plus 77'213 Franken (2020) und minus 189'529 Franken (2019) vorweisen. Die grössten Gesamtabweichungen wiesen die Bereiche Bildung, Gesundheit, Soziale Sicherheit und Finanzen und Steuern ab. Der Bereich Finanzen und Steuern weist ein um 308'292 Franken besseres Nettoergebnis auf. Dies sei hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass 190'577 Franken höhere Steuereinnahmen des ordentlichen Rechnungsjahrs eingenommen wurden.

Tiefere Bildungskosten

Auch wurde der Kantonsbeitrag für die Bildung der Einheitsgemeinde von 135'000 Franken verbucht. Das positive Ergebnis entstand auch vor allem durch tiefere Kosten von 166'090 Franken in der Bildung. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen beliefen sich auf 1'172'046 Franken, was einer durchschnittlichen Umsetzungsquote von 74 Prozent entspricht. Es konnten alle geplanten Investitionsprojekte durchgeführt werden und teils wesentlich günstiger ausgeführt werden als geplant. Vor allem die beiden Projekte Sanierung Sportplatz sowie der Ersatz der Wasserleitung Rod konnten günstiger ausgeführt werden. Das Nettovermögen pro Kopf verminderte sich auf 4'140 Franken (Vorjahr 4'244 Franken). Der Bilanzüberschuss im Steuerhaushalt weist per Ende Rechnungsjahr 2021 einen Bestand von 10,5 Millionen Franken aus.

Schule Hinwil

Bei einem Aufwand von 30 Millionen Franken und einem Ertrag von 27,7 Millionen Franken schliesst die Jahresrechnung 2021 der Schule Hinwil mit einem Minus von 2,3 Millionen Franken. Das schreibt die Schulpflege in einer Medienmitteilung. Demnach schliesst die Rechnung um 0,24 Millionen Franken schlechter ab als budgetiert.

Wie aus der Mitteilung weiter ersichtlich wird, verzeichnet die Schulgemeinde bei den ordentlichen Steuern des Rechnungsjahres einen Mehrertrag von 1,7 Millionen Franken. Die ordentlichen Steuern aus vergangenen Jahren verzeichnen einen Minderertrag von Minus 2 Millionen Franken.

In den Bereichen Schulliegenschaften, Sekundarstufe und Kindergarten sind Minderaufwendungen angefallen, so die Schule weiter. Mehraufwendungen waren in den Bereichen Primarschule, Schulleitung und Sonderschulen nötig.

Gestiegene Investitionen

An Nettoinvestitionen sind 12,8 Millionen Franken getätigt worden. Budgetiert waren 11,6 Millionen Franken. Investitionsbeiträge fielen hauptsächlich für die Kindertagesstätte und Kindergarten Breite, die Sporthalle Hüssenbüel, die Schulschwimmanlage, die Sporthalle Schulhaus Breite, für Ersatzbeschaffungen beim Mobiliar und für Ergänzungen bei der Informatik auf der Primar- und Sekundarstufe an.

Mit Beschluss vom 15. März 2015 hat die Schulpflege für die Schulgemeinde Hinwil finanzpolitische Ziele definiert. Bis auf das Eigenkapital und den Cash-Flow würden sich alle Kennzahlen per 31. Dezember 2021 innerhalb dieser Ziele bewegen.

Fällanden

«Entgegen aller Erwartungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie schliesst die Jahresrechnung 2021 der Politischen Gemeinde Fällanden mit einem Ertragsüberschuss von rund 4,15 Millionen Franken ab», schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung. Dieser ergibt sich aus einem Aufwand von rund 44,9 und einem Ertrag von etwa 49,1 Millionen Franken.

Massgeblich verursacht worden sei dieses Jahresergebnis kurz zusammengefasst durch Steuererträge, die um 5,1 Millionen Franken höher ausfielen, um 1,5 Millionen Franken höhere Grundstückgewinnsteuern, eine höhere ZKB-Dividende sowie tiefere Abschreibungen.

Ausgefallene Schulanlässe

Auch bei der bisherigen Schulgemeinde sei die Jahresrechnung durch die Pandemie nicht negativ beeinflusst worden, so der Gemeinderat. Wurde bei der Budgetierung noch mit einem Mehraufwand gerechnet, schloss die Erfolgsrechnung 2021 mit einem ausserordentlich hohen Ertragsüberschuss von 5,4 Millionen Franken.

Zwar seien pandemiebedingt Mehraufwände für Betriebs- und Verbrauchsmaterial sowie auch ein geringer personeller Mehraufwand angefallen. Die Einnahmen aus den Vermietungen der Schulliegenschaften sowie aus den Kursgeldern des freiwilligen Schulsports und aus den Tagesstrukturen erreichten hingegen die geplanten Budgetwerte. «Im Gegensatz dazu lag der schulische Aufwand in den Bereichen der Schulanlässe wie Exkursionen, Schullager und Veranstaltungen pandemiebedingt deutlich unter dem Budget 2021», heisst es in der Mitteilung. Auch der Nettoaufwand der Musikschule und die Weiterbildungskosten der Schule fielen tiefer aus als erwartet, da diverse Kurse und Veranstaltungen nicht stattfinden konnten.

Aufschübe bei Investitionen

Im Steuerhaushalt der Politischen Gemeinde stehen den budgetierten Nettoinvestitionen von rund 3,3 Millionen Franken realisierte Projekte von knapp drei Millionen Franken gegenüber. Dies entspricht Minderausgaben von rund 284'000 Franken. Diese Minderausgeben resultierten hauptsächlich aufgrund der Umsetzung des Parkplatzkonzept, für welches erst ein geringer Teil des budgetierten Kredits beansprucht worden sei. Bei den Liegenschaften wurden keine Investitionen in die Instandsetzung des Gemeindehauses getätigt und die Renovation der Asylbewerberzimmer in der Zwicky-Fabrik wurde aufgeschoben.

Bei der Schulgemeinde waren für das Rechnungsjahr 2021 im Verwaltungsvermögen Investitionen in der Höhe von knapp 1,7 Millionen Franken geplant. Effektiv wurden rund 1,15 Millionen davon investiert. Die vollständige Abnahme des Neubaus Lätten verzögerte sich erneut aufgrund der Pandemiesituation und Mängelbehebungen durch den Totalunternehmer. Der Abschluss der Bauabrechnung erfolgt voraussichtlich erst im Verlauf des Jahres 2022.

Rüti

Die Jahresrechnung Rüti schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 6,1 Millionen Franken, wie der Gemeinderat mitteilt. Die Politische Gemeinde und die Schulgemeinde tragen dazu je rund drei Millionen Franken bei. Die Gemeinde Rüti ist erst seit Anfang 2022 eine Einheitsgemeinde – deshalb müssen fürs Rechnungsjahr 2022 aus rechtlichen Gründen an der kommenden Gemeindeversammlung im Juni je getrennte Rechnungen genehmigt werden. Die Rechnung 2022 wird dann erstmals gemeinsam für die Einheitsgemeinde erstellt und zur Genehmigung vorgelegt werden, so der Gemeinderat.

Als Grund für den deutlichen Mehrertrag nennt er die Gemeindesteuern. «Als Folge der Corona-Pandemie war für das Budget ein Einbruch bei den Steuererträgen erwartet worden», heisst es in der Mitteilung. Der Rechnungsabschluss 2021 zeige nun aber, dass Rüti, mit dem «deutlich höheren Anteil Steuersubstrat von natürlichen Personen, nicht in diesem Ausmass, betroffen sein dürfte wie angenommen».

Viel höhere Steuereinnahmen

Der Mehrertrag bei den Gemeindesteuern beträgt 2,1 Millionen Franken – also ein ähnliches Niveau wie bereits vor der Corona-Pandemie. Die Grundstückgewinnsteuereinnahmen fielen ebenfalls deutlich höher aus als budgetiert: Hier liegt das Resultat um rund 1,6 Millionen Franken höher als das Budget. Auch im Rechnungsjahr ist es gemäss Gemeinderat wieder zu einem bedeutenden Zuwachs von Fällen mit sehr hohem Gewinn gekommen.

Hingegen fielen die Staatsbeiträge an die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV deutlich tiefer aus. Die Fallzahlen lagen weniger hoch als erwartet, was neben tieferen Ausgaben auch einen entsprechend um 0,5 Millionen Franken tieferen Staatsbeitrag ausmachte, so der Gemeinderat.

Auf der Seite des Aufwands waren vor allem zwei Bereiche für die Ausgabenminderung verantwortlich, nämlich die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV mit 0,7 Millionen Franken und die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe mit 0,5 Millionen Franken. Grund dafür waren deutlich weniger Fälle. Ferner fielen die Ausgaben für Schul- und Verbrauchsmaterial, Klassenlager und Exkursionen sowie nicht umgesetzte Projekte um 0,2 Millionen Franken tiefer aus.

Nur 51% der Investitionen getätigt

Die Nettoinvestitionen des steuerfinanzierten Haushalts betrugen 5,2 Millionen Franken und waren damit um 4,9 Millionen Franken niedriger als budgetiert. Neben zeitlichen Ver-schiebungen einiger Investitionen war es vor allem die geplante Ausgabe von 1,7 Millionen Franken bezüglich der Erhöhung der Beteiligung am «Zweckverband ehemaliges Kreisspital Rüti», die noch nicht im Rechnungsjahr 2021 umgesetzt werden konnte, die für die grosse Abweichung verantwortlich war. Somit wurden insgesamt rund 51 Prozent der budgetierten Investitionsausgaben auch realisiert.

Im gebührenfinanzierten Haushalt betrugen die Investitionen 4,2 Millionen Franken und waren damit gemäss Gemeinderat um 0,5 Millionen Franken niedriger als erwartet.

Nettovermögen erhöht

Der Selbstfinanzierungsgrad betrug 116 Prozent. Die Nettoinvestitionen des Steuerhaushaltes und der Eigenwirtschaftsbetriebe wurden damit vollumfänglich mit eigenen Finanzmitteln finanziert. Der Finanzierungüberschuss betrug 1,5 Millionen Franken.

Die Bilanzsumme belief sich per Ende des Rechnungsjahrs auf 152,8 Millionen Franken. Der Ertragsüberschuss der Erfolgsrechnung von 6,1 Millionen Franken erhöhte das Eigenkapital des Steuerhaushaltes auf 72,2 Millionen Franken. Das Nettovermögen, das heisst: Finanzvermögen abzüglich Fremdkapital, betrug 1391 Franken pro Einwohnerin oder Einwohner. Anders gesagt: Das Nettovermögen beträgt insgesamt 17,6 Millionen Franken und erhöht sich im Jahr 2021 um 1,6 Millionen Franken.

Die Jahresrechnungen 2021 werden der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2022 vorgelegt.

 

Hittnau

Gut 100'000 Franken Ertragsüberschuss waren budgetiert, das Ergebnis hat nun eine Null mehr. Die Jahresrechnung 2021 der Gemeinde Hittnau zeigt ein aussergewöhnliches Bild. Das Plus von rund 1,1 Millionen Franken ergibt sich aus einem Aufwand von rund 16,7 Millionen Franken und Erträgen von rund 17,8 Franken, wie die Gemeinde mitteilt.

Bei den allgemeinen Gemeindesteuern konnte im Vorjahr noch eine Zunahme von 9 Prozent verzeichnet werden. Nun brach der Steuerertrag gegenüber 2020 um rund 4 Prozent ein. Budgetiert war allerdings eine konservativ-pessimistische Abnahme von 10 Prozent.

Hingegen konnte der Aufwärtstrend bei den Sondersteuern beibehalten werden. Insbesondere die Grundstückgewinnsteuereinnahmen erzielten mit rund 1,4 Millionen Franken ein Allzeithoch. Beim Finanzausgleich konnte mehr Ertrag verbucht werden, da sich bei der Steuerkraft die Differenz zwischen der Hittnau und dem kantonalen Mittel weiter vergrössert hat.

In Bauvorhaben investiert

Die Investitionsrechnung zeigt sich geprägt durch Bauvorhaben. Beim Verwaltungsvermögen sind dies das Gemeindehaus 2.0, das per Ende November bezogen werden konnte, sowie das Luppmen-Areal, wofür ein Projektwettbewerb durchgeführt wurde. Insgesamt belaufen sich die Nettoinvestitionen auf rund 4,1 Millionen Franken.

Im Finanzvermögen stand die Realisierung des Wohn- und Ärztehauses Hittnau Care an, wofür 3,1 Millionen Franken budgetiert waren. Das miserable Wetter mit massiven Niederschlägen im Sommer unterspülte den Terminplan und den Arbeitsverlauf buchstäblich. Trotzdem konnten die für das Berichtsjahr budgetierten Investitionen zu 90 Prozent umgesetzt werden.

Schule im Plus

Auch bei der Schulgemeinde führten mehr Finanzausgleich und Steuern zu einer Verbesserung von fast 1,2 Millionen Franken gegenüber dem Budget. Dies bei einem Aufwand von rund 9,5 Millionen Franken und Erträgen von rund 10,2 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von 485’000 Franken. Die entsprechenden Beiträge stiegen auf rund 3,6 Millionen Franken und damit deutlich stärker als durch die Finanzplanung vorhergesagt.

Die Ursachen für den erfreulichen Abschluss finden sich auch hier auf der Einnahmenseite. Verglichen mit dem coronabedingt zurückhaltend erstellten Budget resultierte ein Plus von rund 430’000. Mit rund 700’000 Franken fielen die Mehrerträge beim Finanzausgleich noch deutlicher aus.

Hinwil

Die Erfolgsrechnung der Politischen Gemeinde Hinwil fürs Jahr 2021 schliesst bei einem Gesamtaufwand von rund 50,7 Millionen und einem Gesamtertrag von etwa 51,3 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 587‘700 Franken ab, wie der Gemeinderat mitteilt.

Gegenüber dem budgetierten Aufwandüberschuss von 1‘254‘000 Franken schneidet das Ergebnis somit um 1‘842‘000 Franken besser ab als erwartet.

Mehrerträge seien bei den Grundstückgewinnsteuern mit fast 730‘000 sowie bei der ZKB-Gewinnausschüttung mit 252‘000 Franken zu verzeichnen. Dazu resultierten Minderaufwendungen in den Bereichen Allgemeine Verwaltung (445‘000 Franken), Öffentliche Sicherheit (396‘000 Franken), Soziale Sicherheit (330‘000 Franken) sowie Umweltschutz und Raumordnung (209‘000 Franken).

Mehraufwendungen sind gemäss Mitteilung hingegen in den Bereichen Gesundheit (296‘000 Franken) sowie Verkehr und Nachrichtenübermittlung (248‘000 Franken) angefallen.

Cash-Flow-Ziel knapp verpasst

Die Investitionsrechnung weist bei Ausgaben von rund 19,8 Millionen und Einnahmen von 10,3 Millionen Franken Nettoinvestitionen von etwa 9,5 Millionen Franken aus. Budgetiert waren Nettoinvestitionen von 15,6 Millionen Franken.

Für die zwei grossen Neubauprojekte Kita und Kindergarten Breitestrasse und Sportanlage Hüssenbüel sind im Jahr 2021 gesamthaft fast 15 Millionen Franken investiert worden, nach Beiträgen der Schulgemeinde Netto 5,6 Millionen.

Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom Juli 2019 für die Politische Gemeinde Hinwil die finanzpolitischen Ziele definiert. «Das Cash-Flow-Ziel von mindestens 2,50 Millionen Franken aus dem Steuerhaushalt ist mit 2,2 Millionen knapp nicht erreicht worden», so der Gemeinderat. Das Eigenkapital beträgt neu 43 Millionen Franken und liege damit weiterhin deutlich über der definierten Bandbreite von 15 bis 30 Millionen. (lah)

Egg

Die Erfolgsrechnung 2021 der Politischen Gemeinde Egg schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 315'000 Franken ab, wie der Gemeinderat mitteilt. Das ist ein um fast 2'575'000 Franken besseres Resultat als das budgetierte Minus von 2'260'000 Franken.

Der Aufwand liegt etwas mehr als eine Million und der Ertrag rund 3,6 Millionen Franken höher als budgetiert. Der ordentliche Gemeindesteuerertrag ist rund 1'420'000 Franken höher als budgetiert und die Grundstückgewinnsteuern liegen um 890'000 Franken über dem Budget.

Auf der anderen Seite sind die Nettoaufwendungen der Aufgabenbereiche Gesundheit für die Pflegefinanzierung und Verkehrs- und Nachrichtenübermittlung je um mehr als 350'000 Franken höher ausgefallen als geplant. «Letztere beruhen auf den deutlich höheren Aufwendungen für den Winterdienst sowie den Zusatzkosten für den Zürcher Verkehrsverbund in Folge von Ertragsausfällen wegen der Pandemie.

Abweichungen wegen Forchbahnhaltestelle

Bei der Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens waren Netto-Investitionen von rund 6,9 Millionen Franken geplant. Die effektiven Investitionen im Jahr 2021 betrugen aber nur rund 3,8 Millionen. Dieser tiefere Wert resultierte gemäss Gemeinderat vor allem aufgrund von «Projekten, welche durch Dritte hätten ausgelöst werden sollen, aber kurzfristig verschoben wurden».

Konkret gehe es zum Beispiel um den Umbau der Forchbahnhaltestelle Hinteregg, welche im Jahr 2021 durch die Forchbahn nicht realisiert wurde.

Der Gemeinderat zeigt sich über das positive Resultat, das fast ausschliesslich auf die höheren ordentlichen Gemeindesteuererträge und die deutlich über dem Budget liegenden Grundstückgewinnsteuern zurückzuführen ist, «befriedigt». «Zudem sind die von der Gemeinde beeinflussbaren Kosten unter Kontrolle und liegen im Rahmen des Budgets», schreibt der Gemeinderat.

Gemeinderat konsterniert

Allerdings bereite ihm der zunehmende Anteil der gebundenen Kosten am Gemeindehaushalt «grosse Sorgen». So würden mitunter die steigenden Kosten im Bereich der Pflegefinanzierung auch in Zukunft eine grosse Herausforderung darstellen

«Die finanzielle Lage der Gemeinde zeigt sich nach vor als sehr anspruchsvoll, stehen doch in den nächsten Jahren grössere Investitionen im Bereich der Schulraumplanung an, welche eine ausgewogene Selbstfinanzierung erfordern», so der Gemeinderat.

Die gemeinsam mit der RRK Egg erarbeiteten finanzpolitischen Ziele seien grundsätzlich eingehalten. Dies betreffe insbesondere das Haushaltsgleichgewicht, das sich mit einem kumulierten Aufwandüberschuss von 2,2 Millionen Franken innerhalb der festgelegten Bandbreite von + / -  fünf Millionen Franken über eine Periode von acht Jahren bewege. (lah)

Wald

Aus der Jahresrechnung der Politischen Gemeinde Wald resultiert für das vergangene Jahr ein Ertragsüberschuss in der Höhe von über 5,5 Millionen Franken. Budgetiert war ein Plus von 0,2 Millionen Franken. Die Rechnung der Einheitsgemeinde Wald schliesst bei einem Aufwand von 68,4 Millionen und einem Ertrag von 73,9 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 5,5 Millionen Franken ab, wie der Gemeinderat Anfang April mitteilt.

Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 0,212 Millionen Franken. Der veranschlagte Totalaufwand wurde um 0,722 Millionen Franken überschritten, der Totalertrag um 6,037 Millionen Franken übertroffen.

Budgetierte Corona-Ausfälle nicht eingetreten

Der Grund für die Abweichungen gibt die Gemeinde die Steuereinnahmen an, welche um 2,2 Millionen Franken höher ausfielen als budgetiert. Dies sei «auf den im Budget 2021 eingerechneten, nun aber nicht eingetretenen pandemiebedingten Einnahmenausfall zurückzuführen.»

Ebenso seien Mehrerträge bei den Steuern aus Vorjahren und den Quellensteuern zu verzeichnen. Bei den Grundstückgewinnsteuern seien die Erträge weiterhin konstant hoch ausgefallen: Es wurden fast drei Millionen Franken veranlagt, budgetiert waren 2,2 Millionen Franken.

Ein besseres Resultat erreichte die Gemeinde Wald auch im Bereich Bildung: Da coronabedingt viele Schulanlässe, Lager und Weiterbildungen nicht durchgeführt werden konnten, hat die Gemeinde rund 0,33 Millionen Franken weniger ausgegeben als geplant. Auch die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe verzeichnete um rund 650'000 Franken tiefere Aufwendungen als veranschlagt. Obendrein stiegen die Rückerstattungen um 117'000 Franken.

Gestiegen sind dagegen die Bruttoaufwendungen für die Ergänzungsleistungen, und zwar um rund 700'000 auf total neun Millionen Franken.

Grössere Investitionen getätigt

In der Investitionsrechnung wurden im Verwaltungsvermögen Nettoausgaben von fast 6,5 Millionen Franken getätigt. Diese wurden in diverse Projekte der Schulliegenschaften, unter anderem die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Laupen beziehungsweise der Sporthalle Elba, in die Projektierung eines Kunstrasenspielfeldes Neuhus, in die Sanierung des Freibads oder in den Unterhalt von Gemeindestrassen, investiert.

Der wiederum sehr gute Abschluss 2021 trage wesentlich zum Schuldenabbau bei und bilde eine «solide Basis für die kommenden, bereits bewilligten grossen Investitionsvorhaben» wie die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Laupen und die Erstellung der neuen Sportanlage, schreibt der Gemeinderat (lah).

Wila

Positive Finanzneuigkeiten aus Wila: Die Jahresrechnung der Politischen Gemeinde schliesst deutlich besser ab als budgetiert. Statt eines Verlusts von 257'300 Franken resultierte ein Gewinn von gut einer Million Franken.

Die positive Abweichung erkläre sich primär durch die erfolgreichen Verkäufe des Wohnhauses Schoch und der beiden Gerbi-Scheunen, schreibt Simon Mösch (Die Mitte) in einer Mitteilung. Er ist Finanzvorstand von Wila und übernimmt ab Juli das Gemeindepräsidium.

Die Gesellschaft «Frieden Wila», welche zur Furrer Immobilien AG und Furrer Liegenschaften + Beteiligungen AG gehört, hat die Gebäude gekauft. Die Politische Gemeinde konnte dadurch einen Buchgewinn von 574'765 Franken realisieren. Denn der Verkaufspreis lag etwa um diesen Betrag über dem ZKB-Schätzwert der Liegenschaften.

Eigenkapital von 16 Millionen

Doch das ist noch nicht alles. Diese Veräusserungen haben zusammen mit den Baulandverkäufen für die erste Etappe der Überbauung Ghöngg zu höheren Erträgen bei den Grundstückgewinnsteuern geführt. Konkret von rund 270'000 Franken. Hinzu kommt eine signifikante Abweichung im Bereich Soziale Sicherheit von rund 380'000 Franken. «Dies, weil weniger Sozialhilfe an ausländische Einwohnerinnen und Einwohner, weniger Ergänzungsleistungen und weniger Fremdplatzierungen ausbezahlt werden mussten», schreibt der Finanzvorstand.

Der hohe Gewinn von über einer Million Franken führt dazu, dass das Nettovermögen der Politischen Gemeinde Wila auf rund 1268 Franken pro Einwohner und das Eigenkapital auf fast 16 Millionen Franken ansteigt.

Dem Wilemer Finanzhaushalt geht es laut Mösch «sehr gut». Entsprechend könne er auch die in den kommenden Jahren höheren Nettoinvestitionen in die Aufwertung der öffentlichen Infrastruktur gut tragen. Mösch nennt in diesem Zusammenhang das Hochwasserschutzprojekt Huebbach, die Tempo-30-Zone und diverse Strassensanierungen, welche sich alle im Jahr 2021 noch in der Projektierungsphase befunden haben und bald umgesetzt werden.

Turbenthal

Die Rechnung der Politischen Gemeinde Turbenthal schliesst um rund 660'000 Franken besser ab als budgetiert. Anstelle eines Minus von knapp 160'000 Franken resultierte ein Gewinn von gut einer halben Million Franken. Hauptgrund für dieses Ergebnis sind die um rund 575'000 Franken höheren Einnahmen bei den Gemeindesteuern.

Die Investitionen im Verwaltungsvermögen sind mit knapp 1,5 Millionen Franken nur halb so hoch ausgefallen wie vorgesehen. Grund dafür sind Verzögerungen bei diversen Projekten. Zum Beispiel beim Bau des Kreisels bei der reformierten Kirche und bei der Neugestaltung des Parkplatzes Mühleweg.

Dank dem positiven Jahresergebnis konnte das Fremdkapital der Gemeinde weiter reduziert werden. Damit sei auch 2021 eines der Legislaturziele des Gemeinderates erreicht worden, schreibt er in einer Mitteilung – nämlich der Abbau der hohen Verschuldung.

Fehraltorf

Während die Rechnung des Vorjahres der Gemeinde Fehraltorf noch mit einem Minus von fast 800'000 Franken daherkam, präsentiert sich die aktuelle positiver. So schliesst die Jahresrechnung 2021 mit einem Plus von rund 1,9 Millionen Franken. Dies bei einem Aufwand von 46'636'276 Franken und einem Ertrag von 48'561'788 Franken.

Auch gegenüber den Im angepassten Finanzplan 2021–2025 sei man im Herbst des letzten Jahres von einem Ertragsüberschuss von 233'000 Franken ausgegangen, schreibt die Gemeinde. «Erfreulicherweise haben sich gegen Ende 2021 sowohl die ordentlichen Steuereinnahmen als auch die Grundstückgewinnsteuern weiter positiv entwickelt.»

Der budgetierte Steuerertrag von 19,5 Millionen Franke sei um rund 51000 Franken übertroffen worden.

Und die Einnahmen durch die Grundstückgewinnsteuern seien um 604’437 besser ausgefallen als budgetiert. Im Voranschlagen hat die Gemeinde mit exakt 1,9 Millionen gerechnet. Dies beweise, dass in der «attraktiven» Gemeinde Fehraltorf ein reger Immobilienhandel stattfindee und die Preise jährlich steigen würden, heisst es in der Mitteilung.

Schule Volketswil

Die Rechnung für das Jahr 2021 der Schulgemeinde Volketswil schliesst mit einem Plus von rund 3,4 Millionen Franken ab. Dies bei einem Ertrag von 48'710'616 und einen Aufwand von 45'309'591 Franken.

Mit diesem Ertragsüberschuss weicht die Behörde vom budgetierten Minus in Höhe von 2,1 Millionen Franken ab, schreibt die Schule in einer Medienmitteilung. Die Differenz beträgt gegenüber somit über 5,5 Millionen Franken.

Diese Abweichung sei auf die schwer vorhersehbare konjunkturelle Entwicklung während der Corona-Pandemie zurückzuführen. Der aufgrund der Corona-Pandemie erwartete Steuerrückgang sei wesentlicher geringer ausgefallen als geplant. Die vor dem Hintergrund der erwarteten Steuermindereinnahmen angestrebte «Ausgabendisziplin» habe sich ausgezahlt.

Eigenkapital steigt

Gleichzeitig sei dieses «gute Ergebnis auch dringend notwendig», da die langfristige Finanzplanung des Projektes «Schulraum 2020» nach wie vor jährliche Ertragsüberschüsse einrechne. «Denn nur so können die dringend notwendigen Sanierungen und Erweiterungen der Schulanlagen mit den bestehenden Mitteln finanziert werden», heisst es weiter.

Mit dem Plus in der Erfolgsrechnung steigt auch das Eigenkapital der Schulgemeinde per Ende 2021 um rund eine Million auf 37,7 Millionen Franken.

Über die Jahresrechnung 2021 entscheiden die Stimmberechtigten an der Schulgemeindeversammlung vom 10. Juni.

Pfäffikon

Die Jahresrechnung 2021 der Gemeinde Pfäffikon schliesst zum vierten Mal in Folge mit einem Plus. Im Budget war man von einem Aufwandüberschuss von 2,2 Millionen Franken ausgegangen. Nun präsentiert die Gemeinde ein Plus von 4,3 Millionen Franken. Dies bei einem Aufwand von rund 74,9 und einem Ertrag von rund 79,3 Millionen Franken. Trotzdem wurden die langfristigen finanziellen Ziele verfehlt.

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Illnau-Effretikon

In den vergangenen zwei Jahren hatten sich Bürgerinnen und Bürger von Illnau-Effretikon über Gewinne in zweistelliger Millionenhöhe freuen dürfen, nun schliesst die Stadt die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 4,2 Millionen Franken ab. Damit übertrifft sie einmal mehr die budgetierten Ziele deutlich, der Finanzvorsteher Philipp Wespi spricht denn in Zeiten von Corona auch von einem «sehr soliden Resultat». Auf diesem Fundament sieht sich der Stadtrat für die anstehende Investitionsphase gut gerüstet.

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Bubikon

Das Wichtigste in Kürze

  • Gewinn: 2,7 Millionen Franken
  • Aufwand: 43,4 Millionen Franken
  • Ertrag: 46,1 Millionen Franken

Die Gemeinde Bubikon verzeichnet in der Jahresrechnung 2021 einen Gewinn von gut 2,7 Millionen Franken. Dies teilt der Gemeinderat mit. Der Aufwand beläuft sich auf 43,4 Millionen, der Ertrag auf 46,1 Millionen Franken. Ursprünglich wurde ein Aufwandüberschuss von 808' 000 Franken budgetiert.

Tiefere Kosten und Mehreinnahmen

Die beiden Hauptgründe für dieses bessere Rechnungsergebnis liegen gemäss der Mitteilung bei den tieferen Kosten im Bereich Soziale Sicherheit sowie Mehreinnahmen aus Einkommenssteuern.

Die grössten Investitionen im Verwaltungsvermögen wurden in den Bereichen Verkehr, Umweltschutz und Raumordnung sowie Bildung getätigt. Es waren Nettoinvestitionen von 2,9 Millionen budgetiert. Die Investitionsrechnung 2021 schliess mit einem Ausgabenüberschuss von 1,8 Millionen ab. Somit hat die Gemeinde zirka 62,4 Prozent der geplanten Nettoinvestitionen getätigt. 

Aufgrund der Corona-Pandemie ergriff der Gemeinderat verschiedene Sparmassnahmen. So wurden mehrere Investitionsprojekte zurückgestellt, was zu tieferen Abschreibungen in der Erfolgsrechnung führte. Auch geplante Veranstaltungen mussten abgesagt werden. All diese Umstände führten zu einer Entlastung des Steuerhaushaltes. 

Das Eigenkapital beläuft sich per Ende 2021 auf rund 18,3 Millionen Franken. Die Nettoschuld pro Einwohner sank um 506 Franken auf 1'345 Franken pro Kopf. (lda)

 

Volketswil

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gewinn: 3,7 Millionen Franken
    • Aufwand: 70,1 Millionen Franken
    • Ertrag: 73,8 Millionen Franken

Die Politische Gemeinde Volketswil verzeichnet in der Jahresrechnung 2021 einen Gewinn von gut 3,7 Millionen Franken, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt. Der Aufwand beläuft sich auf 70,1 Millionen, der Ertrag auf 73,8 Millionen. Das Budget sah ursprünglich einen Aufwandüberschuss von 873 500 Franken vor.

Tieferer Finanzausgleich

Die beiden Hauptgründe für dieses bessere Rechnungsergebnis liegen gemäss der Mitteilung bei den direkten Steuern und den Grundstückgewinnsteuern.

Die direkten Steuern weisen einen Mehrertrag von 3 Millionen Franken auf. Dieser Überschuss wurde hauptsächlich mit 2,4 Millionen Franken durch natürliche Personen finanziert, 0,6 Millionen Franken kamen von juristischen Personen. Die Mehrerträge führten zu einer höheren Steuerkraft pro Einwohner, deshalb fällt der Finanzausgleich entsprechend etwas tiefer aus.

Die Grundstückgewinnsteuern erreichten im vergangenen Jahr eine Summe von knapp 8 Millionen Franken. Budgetiert waren 5,2 Millionen Franken. Das ergibt einen Mehrertrag von rund 2,8 Millionen. (agy)

 

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