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Millionenschwerer Kreditantrag

Sportplatzprojekt in Wald kommt an die Urne

Über das Projekt Kunstrasenspielfeld Neuhus und Renaturierung Hindernordbach – mit einem Kreditantrag von 3,95 Millionen Franken – wird im Februar des nächsten Jahres an der Urne abgestimmt.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 09. Dezember 2021, 15:25 Uhr Millionenschwerer Kreditantrag
Eine gezeichnete Skizze zeigt das Projekt des neuen Sport- und Fussballplatzes in Wald.
So soll er aussehen: der neue Kunstrasenspielplatz Neuhus in Wald.
Visualisierung: PD

Die Walder Sportplätze liegen beidseits der Laupenstrasse: nördlich das Hauptspielfeld mit Club- und Garderobengebäude, südlich das kleinere Spielfeld. Die für den Fussballclub verfügbaren Anlagen erfüllen die Bedürfnisse aus verschiedenen Gründen nicht mehr, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung.

Fussball sei sehr beliebt, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Zahl und Grösse der ortsansässigne Teams würde wachsen, was wiederum zu einem höheren Nutzungsbedarf und einer stärkeren Belastung der Spiel- und Trainingsfelder führe.

Im Gebiet Neuhus soll deshalb ein Kunstrasenplatz realisiert werden, der «eine intensivere Bespielbarkeit ermöglicht, zur Kapazitätssteigerung beiträgt und den südlichen Platz ablöst», wie der Gemeinderat schreibt. Dieses Grundstück könne im Gegenzug einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden, die für einen Arbeitsplatzzuwachs sorgen solle.

Von der Vision zum aktuellen Projekt

Ein Masterplan und eine Machbarkeitsstudie sehen vor, dereinst die gesamte Sportanlage mit zwei Spielfeldern, Club- und Garderobengebäude, Parkplätzen sowie Flächen für weitere Sportarten im Gebiet Neuhus anzuordnen. Die Realisierung der Sportanlage Neuhus erfolgt in zwei Etappen.

Dies sei in Anbetracht weiterer gewichtiger Investitionsprojekte aus finanziellen Gründen, aber auch aus betrieblicher Sicht sinnvoll: Mit der Etappierung lasse sich in einem ersten Schritt der ausgewiesene Bedarf für ein Kunstrasenspielfeld decken und die Anlage könne dank der Verbindung von Bestehendem und Neuem über mehrere Jahre weiterhin funktional betrieben werden.

Das Projekt sieht einen unverfüllten Kunstrasenteppich vor, der bezüglich Spielkomfort und Lebensdauer mit einem verfüllten Platz gleichzusetzen ist, aber ohne umweltbelastendes Granulat auskommt und so die Mikroplastikproblematik hinfällig macht.

In einer zweiten Etappe erfolge dann die Umsetzung der langfristigen Vision «Sportanlage Neuhus».

Renaturierung Hindernnordbach

Das Projekt sieht vor, dass zum neuen Spielfeld ein Fussweg und ein Fussgängersteg über den renaturierten Hindernordbach führen.

Dieser entspringt in Oberlaupen, fliesst teils offen, teils eingedolt durch die Gebiete Neuhus, Hindernord und Tobel, bevor es in die Jona mündet. Um den neuen Sportplatz zu ermöglichen, ist der eingedolte Bachabschnitt zu verlegen, gleichzeitig soll er offengelegt, ökologisch aufgewertet und naturnah gestaltet werden.

Eine visualisierte Skizze zeigt, wie die Gemeinde Wald sich die Renaturierung des Hindernordbaches vorstellt.
Neues Gebiet für Erholungssuchende: So stellt sich die Gemeinde die Renaturierung des Hindernordbaches vor.
Visualisierung: PD

Der revitalisierte Hindernordbach und seine Ufervegetation seien gemässe Gemeinderat darauf ausgelegt, einen vielfältigen Wiesenbach und damit Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Für Erholungssuchende werde der Bachraum erlebbar durch vereinzelte Sitzstufen, die den Aufenthalt am Wasser ermöglichten.

Abstimmung im Februar

Die Projektkosten von 3,95 Millionen Franken sind im Finanz- und Aufgabenplan enthalten. Sie lassen sich nach Angaben des Gemeinderats zum Teil eigenfinanzieren, eine partielle Fremdfinanzierung ist jedoch nicht ausgeschlossen. Das Grundstück Neuhus ist bereits in Gemeindebesitz, Bestandteil des Verwaltungsvermögens, im kommunalen Richtplan als Sportplatz ausgeschieden und in der Bauordnung als Zone für öffentliche Bauten und Anlagen aufgeführt.

Am 13. Januar 2022 (20:00 Uhr, Schwertsaal) findet zur Abstimmungsvorlage eine Informationsveranstaltung statt. Die Urnenabstimmung ist auf den 13. Februar 2022 angesetzt. (erh)

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