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Tarife steigen um 66 Prozent

Wetzikon erhöht die Gaspreise massiv

Ab Januar wird Gas in Wetzikon deutlich teurer. Durch die stark angestiegenen Gaspreise am Grosshandelsmarkt und die vom Bund beschlossene Erhöhung der CO2-Abgabe steigen die Tarife um 66 Prozent an.

Redaktion
Züriost
Freitag, 12. November 2021, 12:22 Uhr Tarife steigen um 66 Prozent
Gas wird nächstes Jahr teurer.
Pixabay

Weil Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht geraten sind, haben sich die Gaspreise am Grosshandelsmarkt in den letzten Monaten mehr als verdreifacht. Zudem sind die Gasspeicher weniger gut gefüllt als üblich.

Verschärft wird diese europaweite Entwicklung zum einen durch die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Flaute, zum anderen durch einen Winter, der in vielen Ländern überdurchschnittlich kalt und lang gewesen ist.

Schweizer Durchschnitt ist teurer

In Kombination mit der durch den Bund beschlossenen Erhöhung der CO2-Abgabe infolge der nicht-erreichten Ziele der Schweizer Energiestrategie 2050, sowie den gestiegenen Kosten für die Nutzung der vorgelagerten Netze, ergibt sich eine gesamthafte Tariferhöhung von 66 Prozent.

Bei einem Einfamilienhaus mit einem jährlichen Energieverbrauch von rund 20'000 Kilowattstunden verteuert sich das Gas somit um rund 80 Franken pro Monat. Trotz dieser Entwicklung bleiben die Wetziker Gaspreise weiterhin unter dem Schweizer Durchschnitt.

Weiterhin hohe Nachhaltigkeit 

Die Stadtwerke Wetzikon halten gemäss einer Mitteilung weiterhin den Biogasanteil von 35 Prozent im Standardmix auf einem hohem Nachhaltigkeitsniveau. Das Biogas im Angebot der Stadtwerke Wetzikon entsteht ausschliesslich durch Vergärung von Abfall und Reststoffen wie Grüngut oder Klärschlamm.

Gasmix individuell zusammenstellen

Für die Kundschaft besteht weiterhin die Möglichkeit, den Mix aus Biogas und Erdgas individuell zusammenzustellen oder ausschliesslich Wetziker Biogas aus der eigenen Biogasaufbereitungsanlage "Nicola" zu beziehen. Eine detaillierte Preisübersicht findet sich hier

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