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Wohn- und Ärztehaus

Hittnau begegnet dem Holzmangel proaktiv

Die Planung von «Hittnau Care» kommt gut voran, eine erste Tranche von Arbeitsvergaben ist erfolgt. Sorgen bereitet dagegen die Situation am Holzmarkt: Der Rohstoff ist derzeit international Mangelware.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 01. Juni 2021, 13:55 Uhr Wohn- und Ärztehaus
Im Juli sollte mit den Bauarbeiten für «Hittnau Care» gestartet werden können.
PD

Bei der Submission der Arbeiten für das neue Hittnauer Wohn- und Ärztehaus sind die Offertpreise nicht das einzige Argument. «Auch andere Merkmale sind von erheblicher Bedeutung», heisst es in der neusten Medienmitteilung der Baukommission. «Deshalb wird der Preis bei der Bewertung der Offerten lediglich mit 50 Prozent gewichtet.» Die andere Hälfte der Wertungspunkte entfällt auf die Merkmale Befähigung/Qualität, fachliche Kompetenz und Lehrlingsausbildung.

Diese Merkmale zu prüfen und zu gewichten, sei mit einigem Aufwand verbunden. «So werden beispielsweise bei Unternehmen, die in eine engere Wahl kommen, verschiedene Referenzauskünfte eingeholt.» Ein einheitlicher Fragenraster gewährleiste deren Vergleichbarkeit.

Baukosten auf Zielkurs

Die erste Tranche von Arbeitsvergaben ist abgewickelt. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, Anfang Juli mit den ersten Arbeiten beginnen zu können. Immer genauer wird damit auch die Kostenprognose, denn der Anteil an Ungewissem wird stetig kleiner. «Gemäss aktuellem Stand der Planung kann davon ausgegangen werden, dass die veranschlagten Baukosten von 8,875 Millionen Franken eingehalten werden können. »

Die geplante Holzkonstruktion und -fassade könnte die Bauherrschaft noch vor unerwartete Herausforderungen stellen, heisst es in der Mitteilung weiter. Holz ist international in den letzten Monaten zur Mangelware geworden. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Preise – auch für Schweizer Holz, das gemäss Ausschreibung zu verwenden ist –, sondern ganz grundsätzlich auf die Lieferbarkeit. 

Gegenüber dem gewohnten Lieferrhythmus können sich derzeit Verzögerungen von bis zu drei Monaten ergeben. Dies beeinflusst die Arbeit der Architekten. «Bei allem, was den Holzbau betrifft, wird die Planung besonders intensiv vorangetrieben.» Ziel sei, die Holzelemente so früh wie möglich bestellen zu können, um so gegenüber allfälligen Lieferverzögerungen bestmöglich gewappnet zu sein.

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